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Ist Tesla das nächste Wirecard?

Foto: Tesla

Vor zehn Jahren beteiligte sich Daimler (WKN: 710000) im Rahmen einer strategischen Partnerschaft mit fast 10 % am Elektrofahrzeughersteller Tesla (WKN: A1CX3T).

Vor einigen Jahren veräußerte Daimler die letzten dieser Anteile. Im Nachhinein eine schlechte Entscheidung. Heute könnte Daimler mit diesem Anteil seinen Konkurrenten BMW (WKN: 519000) theoretisch komplett übernehmen – sofern Frau Klatten und Herr Quandt einverstanden wären.

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Als Daimler die Entscheidung damals traf, war ich noch ein großer Fan von Elon Musk und Tesla. Das hat sich in der Zwischenzeit geändert.

Warum ich meine Meinung zu Tesla geändert habe

Zum ersten Mal so richtig ins Grübeln kam ich, als Tesla bei einem Aktienkurs von über 250 US-Dollar (das war damals noch sehr hoch) sich dafür entschied, eine Menge Kapital über zusätzliche Schulden aufzunehmen. Das war noch vor dem Hochfahren der Produktion des Model 3. Diesen Schritt hielt ich für zu riskant, da man das gleiche Geld über die Ausgabe neuer Aktien hätte einnehmen können – für eine (damals) geringe Verwässerung der Aktionäre. So meine Meinung zumindest zum damaligen Zeitpunkt.

Dazu kamen einige verbale Ausfälle von Elon Musk (am berüchtigsten war die „Pädophilen“-Geschichte). Wobei ich diese noch damit hätte entschuldigt gesehen, dass er bei dieser enorm wenig Schlaf hatte, was sich natürlich negativ auf die Psyche auswirkt. 

Dazu wurden dann aber kritische Fragen von Analysten einfach so abgetan, weil Musk sie für „langweilig“ hielt. Und dann habe ich irgendwie immer mehr Whistleblower wahrgenommen, deren Geschichten fast klingen wie erfunden – die aber oft glaubhaft rüberkamen.

Einer dieser Whistleblower ist Karl Hansen, ein Ex-Mitarbeiter von Tesla im Sicherheitsdienst. Hansen hatte vorher schon mehr als zehn Jahre Erfahrung mit Ermittlungen von kriminellem Verhalten (das wird noch relevant). Seine Rolle bei Tesla war offenbar unter anderem auch, interne Ermittlungen anzustellen.

Er hat in einem Podcast Dinge über Tesla und Elon Musk erzählt, die unglaublich klingen. All diese Dinge hat er allerdings unter Eid auch vor Gericht bzw. bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC vorgelegt. Er scheint also nicht einfach so aus Spaß herumzurennen und sich mit einem der reichsten Männer und einer der größten Firmen der Welt anzulegen.

Um ganz offen zu sein, die Dinge klingen zu unglaublich, um wahr zu sein. Aber das tat es bei Wirecard bis zu dem unabhängigen Untersuchungsbericht auch. Und wenn ich all die anderen Dinge (u. a. die oben erwähnten) in einen Topf werfe, neige ich doch dazu, Hansens Aussagen ernst zu nehmen.

Tausende Tonnen gestohlenes Kupfer und ein mexikanisches Drogenkartell?

Das Erste worüber Hansen in dem Podcast berichtet, ist, dass in einem Meeting am 5. Juni 2018 mit Elon Musk darüber gesprochen wurde, dass aus der Tesla-Gigafactory in Nevada Kupfer im Wert von 37 Millionen US-Dollar gestohlen wurde.

Das sei aber nur die Zahl, die in dem Meeting genannt wurde. In Wirklichkeit könnte es sich laut Hansen um Kupfer im Wert von über 100 Millionen US-Dollar handeln. Beim heutigen Kupferpreis entspricht das einer Menge von mehr als 10.000 Tonnen! 

So etwas passiert nicht einfach mal so. Und Hansen berichtet darüber, wie er praktisch LKW-Ladungen voll Kupfer von der Gigafactory hat wegbringen sehen. Als er die beteiligten Menschen darauf ansprach, sagten diese, dass das Kupfer in ein Tesla-Recyclingcenter gebracht würde. Allerdings hatte Tesla so etwas laut Hansen nicht.

Kupfer war allerdings nicht das Einzige, was aus dieser Gigafactory gestohlen wurde. Laut Hansen wurde ebenfalls eine Maschine zur Erstellung von Mitarbeiter- und Besucherausweisen entwendet. Das muss man nicht in Verbindung mit dem Obigen bringen. Aber Hansen fand auch heraus, dass es bei der Ausweiskontrolle durch Sicherheitspersonal am Eingang der Gigafactory hin und wieder herauskam, dass der Ausweis nicht im System gefunden wurde oder dass der Ausweis eines Mannes eigentlich einer Frau gehöre und solche Dinge. Das Sicherheitspersonal sagte laut Hansen zu ihm dazu: „Mach dir keine Sorgen deswegen“, und dass es aufgrund der schlechten Verbindung des Ausweisscanners passiere.

Außerdem fand Hansen heraus, dass unter den Tesla-Mitarbeitern welche waren, die Verbindungen zu mexikanischen Drogenkartellen gehabt haben sollen – und dass genau diese Mitarbeiter auch untereinander vernetzt waren. Dazu habe es auch „eine große Anzahl an Beschwerden“ bezüglich Drogen wie Kokain und Meth in den Einrichtungen der Gigafactory gegeben.

Das könnte natürlich auch Zufall sein. Wo es dann aber wieder spannend wird, ist, wenn man weiß, dass eine Substanz, die bei der Herstellung von Meth eine Rolle spielen kann, Lithium ist (laut Hansen ist es scheinbar auch der wichtigste Faktor im sogenannten Super-Meth, das wohl eine besondere Wirkung haben soll). Und Lithium ist eben auch ein Hauptbestandteil der Tesla-Batterien, die in dieser Gigafactory hergestellt werden. 

Hansen stellte deswegen weitere Untersuchungen bezüglich der Lithium-Lieferkette an. Dabei fand er unter anderem heraus, dass das Lithium zunächst in einem Lager auf dem Gelände, aber abseits der eigentlichen Fabrik gelagert wurde. Als er dorthin ging, um mehr über die Lieferkette zu erfahren, reagierte der Mitarbeiter dort sehr verdächtig. Unter anderem schloss er den Laptop, auf dem Hansen Details zu den Lieferungen und bestimmten Namen sah. Die Begründung des Mitarbeiters war, dass er erst mit seinem Vorgesetzten darüber reden müsse – trotz dessen, dass Hansen sich entsprechend auswies.

Hansen zeigte Verständnis und schlug vor, dass der Mitarbeiter seinem eigenen sowie Hansens Vorgesetzten eine E-Mail dazu schreibe. Hansen verließ daraufhin das Gebäude und erhielt laut eigener Angaben innerhalb einer Minute eine E-Mail mit dem Inhalt „Was zum Teufel machst du in diesem Lager und schnüffelst herum in Bezug auf Lieferungen aus Mexiko?“

An dieser Stelle endet der zweiteilige Podcast. Hansen erwähnt noch viel mehr Dinge und Details, die unter anderem darauf schließen lassen, dass all diese Vorgänge nicht nur von ein paar Verrückten in der Gigafactory durchgezogen werden, sondern dass auch das Top-Management zumindest irgendetwas darüber weiß. In Summe bringen einen diese Dinge zum Nachdenken: Was geht da eigentlich ab?

Kann da wirklich etwas dran sein?

Vielleicht ist diese Sache erfunden – ganz oder teilweise? Oder vielleicht stehen all diese Dinge gar nicht wirklich im Zusammenhang? Oder sie sind übertrieben?

Ich weiß es nicht. Sie klingen auf jeden Fall zu verrückt, um wahr zu sein. So klang das aber auch schon bei Wirecard vor wenigen Jahren – bei denen immer mehr Details herauskommen, die die Geschichte Stück für Stück sogar noch verrückter machen.

Was sicherlich anders ist als bei Wirecard: Tesla hat offensichtlich ein (zumindest bisher) funktionierendes Geschäftsmodell. Man kann die Autos immerhin kaufen. Und es gibt sehr viele Käufer, die total begeistert von diesen sind. Dass sich das Unternehmen am Ende also als ein einziges Kartenhaus herausstellen könnte, das ist wohl auszuschließen.

Aber ist Tesla wirklich das großartige Unternehmen, als das es wahrgenommen wird? Ich denke, dass Zweifel daran durchaus berechtigt sind.







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Offenlegung: Bernd war bis vor wenigen Jahren noch ein großer Fan von Tesla und hat eine seiner Tesla-Aktien noch aus symbolischer Sicht in seinem Portfolio, da er die Mission und Vision weiterhin großartig findet. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla und empfiehlt BMW.

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