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Apple-Aktie im Plus: Einigung bei „Apple-Steuer“

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Seitdem der Aktiensplit der Apple-Aktie (WKN: 865985) erfolgt ist, schwankt der Wert des iPhone-Konzerns ein wenig an der Börse. Nach dem Split hat das Unternehmen insgesamt an Wert verloren, was allerdings auf vielerlei Faktoren zurückgeführt werden könnte. Einer davon könnte sein, dass Tech-Aktien generell im Moment etwas zu Korrekturen neigen. Am 26. September ist die Aktie von Apple allerdings wieder um etwa 4 % gestiegen. Der Grund könnte möglicherweise die Einigung im Streit mit Facebook (WKN: A1JWVX) um die sogenannte „App-Store-Steuer“ sein.

Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass Apple sich einen großzügigen Obolus zahlen lässt, wenn im Apple-Store Käufe getätigt werden. Die Abgabe liegt bei rund 30 % des Kaufpreises. Während Apple seine Markenmacht spielen lässt, um solche Abgaben erzielen zu können, trifft dieses Verhalten bei anderen Unternehmen auf Ungemach.

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Unternehmen wie Spotify, Deezer und Epic Games kritisieren das Verhalten von Apple stark und möchten nun gemeinsam dagegen vorgehen. Die Forderungen: Mehr Fairness und weniger Abgaben.

Die Allianz gegen Apple

Zu den bereits genannten drei Unternehmen gesellen sich im Bündnis noch andere bekannte Firmen, wie beispielsweise die Match Group, bekannt für die Dating-App Tinder. Gemeinsam möchte die Anti-Apple-Allianz für gesetzliche und regulatorische Änderungen in den digitalen App-Marktplätzen kämpfen. Wie zu erwarten, wird am meisten die hohe „Apple-Steuer“ in Höhe von 30 % dabei im Mittelpunkt stehen.

Ursache für die ganze Debatte ist, dass die meisten Smartphones mit dem Apple-Betriebssystem iOS oder dem Betriebssystem Android von Google betrieben werden. Diese erlauben jeweils nur ihren eigenen App-Store, wodurch eine Monopolstellung auf dem jeweiligen Betriebssystem vorhanden ist. Dadurch können Apple, aber auch Alphabet, die Google-Mutter, die Preise mehr oder weniger nach Belieben festsetzen, da es keine Konkurrenzprodukte gibt. Die Koalition, die sich gegen Apple, aber auch gegen Alphabet richtet, fordert, dass auch andere App-Stores auf den Betriebssystemen zugelassen werden. Der Entwicklung der Apple-Aktie hatte diese Debatte in den letzten Wochen allerdings nicht geschadet.

Einigung mit Facebook

Die beiden Tech-Giganten Apple und Facebook liegen im Clinch. Hintergrund ist in dieser Causa ebenfalls die hohe Abgabenlast im App-Store. Das soziale Netzwerk Facebook hatte im August eine neue Funktion veröffentlicht, mit denen Unternehmen Online-Events veranstalten können. Für die Teilnahme an dem Event können die Unternehmen einen Eintrittspreis verlangen.

Gemäß Facebook soll diese Funktion kleinen Unternehmen helfen, durch die Corona-Pandemie zu kommen. Facebook selbst nehme dabei vorübergehend keine Gebühr für die bezahlten Online-Events. Im App-Store allerdings mussten Anbieter der Events jedoch die 30 % an Apple abführen – satte Einnahmen, die Eigentümer von Apple-Aktien freuen dürfte. Daraufhin wollte Facebook vor dem Kauf auf dieses Geschäftsgebaren von Apple hinweisen, was Apple wiederum untersagt hat. Der Zuckerberg-Konzern hat dies im Anschluss öffentlich gemacht und für eine Eskalation im Streit gesorgt.

Nun ist bekannt geworden, dass Apple bis Jahresende auf die Gebühr verzichtet. Facebook zeigt sich damit nur mäßig zufrieden. Es wird bemängelt, dass nach Ablauf dieser Frist erneut die Hand aufgehalten wird. Das sei unfair gegenüber den kleineren Unternehmen, die sich durch die Online-Events über Wasser halten möchten.

Fazit zur Apple-Aktie

Der iPhone-Konzern weiß auf solche Anschuldigungen zu reagieren. Die Alleinstellung für den App-Store sei nötig, um die Sicherheit zu gewährleisten, und die hohe Abgabegebühr ist unablässig, um den Betrieb des App-Stores aufrechtzuerhalten. Wie immer gibt es zwei Seiten der Medaille, die man differenziert betrachten sollte. Immerhin profitieren App-Anbieter durch den App-Store auch von der enormen Tragweite des iOS-Betriebssystems.

So oder so scheint die Apple-Aktie in meinen Augen nach wie vor ein Basiswert für das eigene Depot zu sein. Der Konzern entwickelt sich stets weiter, diversifiziert seine Umsatzströme und erwirtschaftet dabei Cashflows in Milliardenhöhe.

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Caio Reimertshofer besitzt keine der erwähnten Aktien. Suzanne Frey arbeitet als Führungskraft bei Alphabet und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. Randi Zuckerberg, eine frühere Leiterin der Marktentwicklung und Sprecherin von Facebook sowie Schwester von CEO Mark Zuckerberg, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Facebook, Match Group und Shopify.

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