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Allianz oder Aflac? In welche Versicherungsaktie ich jetzt eher investieren würde!

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Auf was sollte man eigentlich alles achten, wenn man sich ein Aktiendepot aufbauen möchte? In erster Linie natürlich auf die Qualität der einzelnen Werte. Aber aus Gründen der Diversifizierung ist es ratsam, bei der Aktienauswahl zu berücksichtigen, dass die einzelnen Titel aus unterschiedlichen Branchen und verschiedenen Ländern stammen. Denn so stehen sie meistens kaum in Korrelation zueinander.

Das Angebot ist hier allerdings kaum überschaubar. Eine Sparte, die in keinem Depot fehlen sollte, ist der Versicherungs- bzw. Finanzsektor. Auch wenn dieser im Moment zu den Bereichen gehört, welche die Coronakrise nicht ganz so gut wegstecken. Doch die Pandemie wird ja vermutlich nicht ewig anhalten. Deshalb betrachten wir heute einmal zwei Versicherungsunternehmen und schauen, welche der der beiden für mich derzeit die bessere Wahl wäre.

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Aflac

Der Versicherungskonzern American Family Life Assurance Company oder kurz Aflac (WKN: 853081) ist ein im S&P 500 gelistetes US-amerikanisches Unternehmen. Und bei den Amerikanern ist Aflac auch sehr bekannt. Doch der Versicherer aus Georgia (USA) erzielt rund 70 % seiner Einnahmen im fernen Japan. Dort sind die Spezialversicherungen des Konzerns äußerst beliebt. Er ist mit seinen speziellen Angeboten tief in den japanischen Markt eingedrungen und hat dort mit fast allen Banken und auch mit der Post Vertriebskooperationen vereinbart.

Schauen wir einmal auf die aktuelle Situation bei Aflac. Wie viele Unternehmen hatte auch Aflac in der ersten Hälfte dieses Jahres mit coronabedingten Problemen zu kämpfen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ging der Umsatz um 5,4 % auf 10,57 Mrd. US-Dollar zurück. Das Ergebnis je Aktie (EPS) fiel mit einem Minus von 18,5 % noch etwas schlechter aus. Hier ging es von 2,33 US-Dollar auf 1,90 US-Dollar je Aktie nach unten. Allerdings wird für das Gesamtjahr von den Analysten mit einem leichten Anstieg beim Gewinn je Aktie gerechnet.

Schauen wir kurz auf die Dividende. Seit dem Jahr 2003 kann man bei Aflac regelmäßige Steigerungen der Ausschüttung erkennen. Allein in den letzten zehn Jahren ist die jährliche Dividendenzahlung fast verdoppelt worden. Während es damals noch 0,57 US-Dollar je Anteilsschein waren, werden die Aktionäre dieses Jahr bereits 1,12 US-Dollar je Aktie erhalten. Betrachten wir uns die Ausschüttungsquote, so sehen wir für das erste Halbjahr 2020 hier einen Wert von niedrigen 29 %. Die Höhe der Dividende scheint also auch für die Zukunft erst einmal gesichert zu sein.

Und die Aflac-Aktie? In ihr könnte Potenzial stecken. Sie wird derzeit nur mit einem sehr moderaten KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von 8 bewertet und bietet dem Investor mit 2,96 % im Moment auch eine interessante Dividendenrendite. Aktuell notieren die Papiere in New York mit 37,80 US-Dollar (18.09.2020) noch rund 29 % unter ihrem Stand von Anfang Januar. Die Gesamtsituation sieht hier, wie ich finde, also durchaus ansprechend aus.

Allianz

Kommen wir jetzt mit der Allianz (WKN: 840400) zu Deutschlands wohl bekanntestem Versicherungskonzern. Dieser ist vor allem bei Einkommensinvestoren beliebt. Denn seit Jahren ist der Münchener Versicherer für seine äußerst aktionärsfreundliche Dividendenpolitik bekannt. Das konnte man in diesem Jahr besonders gut erkennen. Die Allianz hat nämlich trotz Corona die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2019 pünktlich und in voller Höhe gezahlt.

Blicken wir also als Erstes einmal kurz auf die Situation in Sachen Dividende bei der Allianz. Vor zehn Jahren bekam man als Aktionär eine Gewinnbeteiligung von 4,10 Euro je Anteilsschein auf sein Konto überwiesen. Im aktuellen Jahr waren es 9,60 Euro je Aktie, die an die Investoren gezahlt wurden. Hier lässt sich also ein Anstieg von insgesamt 134 % ermitteln.

Wie sehen nun bei der Allianz die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2020 aus? Durchwachsen, würde ich sagen. Der Gesamtumsatz wies mit 73,5 Mrd. Euro in etwa denselben Wert wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf. Allerdings fiel das Ergebnis je Aktie wesentlich schlechter aus. Hier sehen wir mit 7,07 Euro einen um 28 % schlechteren Wert als ein Jahr zuvor. Eine Prognose für das Gesamtjahr gibt es zwar noch nicht, doch Finanzvorstand Giulio Terzariol erklärte: „Es wird kein Rekordjahr, aber wir werden gute Ergebnisse liefern.“

Die Papiere der Allianz bieten derzeit eine Dividendenrendite von 5,38 % und weisen ein moderates KGV von 11 auf. Ihr Kurs bewegt sich aktuell mit 178,46 Euro (18.09.2020) rund 19 % unter dem Stand vom Jahresanfang. Es wird auf das diesjährige Gesamtergebnis ankommen, wenn es darum geht, ob die Dividende ein weiteres Mal angehoben werden kann oder nicht. Denn der Konzern will laut eigener Vorgabe nicht mehr als 50 % des Jahresüberschusses an die Aktionäre ausschütten. Es bleibt also weiter spannend bei der Allianz.

Fazit

Beide Versicherungsunternehmen haben unter der Coronapandemie zu leiden. Geht es um das Ergebnis je Aktie im ersten Halbjahr, steht Aflac hier allerdings etwas besser da. Auch lässt die niedrige Ausschüttungsquote auf eine weiter steigende Dividende hoffen. Da auch noch der Kurs ein höheres Aufholpotenzial hat, würde ich bei einer geplanten Investition derzeit eher zur Aktie von Aflac tendieren. Wobei man erwähnen muss, dass natürlich auch die Allianz zu den absolut soliden Werten auf dem deutschen Kurszettel gehört. Als Investor hat man hier also wie immer die Qual der Wahl.

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Andre Kulpa besitzt Aktien der Allianz. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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