The Motley Fool

Wird die Nikola-Aktie jetzt zur nächsten Wirecard-Aktie?

Wasserstoff-Truck Nikola Motor
Bild: Nikola Motors

Der Absturz der Wirecard (WKN: 747206)-Aktie im Juni 2020 war für viele Anleger ein Schock. Das Unternehmen stellte sich als äußerst profitables stark wachsendes Unternehmen mit sehr guten Aussichten dar. In Wahrheit hatte es große Teile seines Asiengeschäft nur erfunden und damit die verlustreichen Europaaktivitäten verschleiert.

Die Börse wird oft missbraucht

So traurig es ist, an der Börse treten solche Fälle immer wieder auf. Für manche Firmengründer ist es einfach zu verlockend, unter der Vorgabe falscher Tatsachen schnell reich zu werden. Doch am Ende wurden bisher alle Fälle aufgeklärt. Meistens treten sie bei relativ jungen, stark aufstrebenden Unternehmen auf, sodass hier erhöhte Vorsicht angebracht ist. Für große, lange bestehende Weltkonzerne ist es hingegen sehr viel schwieriger, einen großen Betrug zu inszenieren.

4 "inflationssichere" Aktien, die man heute kaufen kann! Kein Zweifel, die Inflation steigt sprunghaft an. Investoren sind verunsichert. Geld, das nur auf der Bank liegt, verliert Jahr für Jahr an Wert. Aber wo solltest du dein Geld anlegen? Hier sind 4 Aktien-Favoriten der Redaktion von The Motley Fool, in die du bei steigender Inflation investieren kannst. Wir haben einige der profitabelsten Aktien dieser Generation wie Shopify (+ 6.878%), Tesla (+ 10.714%) oder MercadoLibre (+ 10.291%) schon früh empfohlen. Schlag bei diesen 4 Aktien zu, solange du noch kannst. Gib einfach unten deine E-Mail-Adresse ein und fordere diesen kostenlosen Bericht umgehend an. Fordere die kostenlose Analyse jetzt hier ab.

Der Unterschied zu Wirecard

Derzeit erhitzt die Nikola (WKN: A2P4A9)-Aktie viele Gemüter. Ob zu Recht oder zu Unrecht, muss sich erst noch herausstellen. Etwas Skepsis ist bei dem Unternehmen allerdings in jedem Fall angebracht, denn bisher erzielt es fast keine Umsätze und hat noch keinen Lkw verkauft. Stattdessen verweist der Vorstandsvorsitzende Trevor Milton auf viele Vorbestellungen, deren Annahme aufgrund der hohen Nachfrage sogar gestoppt werden musste.

Diese Angaben könnten natürlich übertrieben sein, doch es gibt auch einen Unterschied zu Wirecard. So hatte der Zahlungsdienstleister ein bestehendes Geschäft mit Umsätzen, Gewinnen und vielen Kunden vorgegeben. Nikola dagegen besitzt bisher kein Geschäft und hat dies auch nie behauptet. Das Unternehmen befindet sich gerade erst im Aufbau. Die Aktienbewertung könnte demnach vollkommen überzogen sein, so wie es in Euphoriephasen häufig vorkommt. Derzeit wird bei Nikola nur die Zukunft gehandelt, weshalb die Aktie dementsprechend spekulativ ist.

Nate Anderson geht von Betrug aus

Nate Anderson von Hindenburg Research geht jedoch noch weiter und beschreibt in seinem Report einen systematischen Betrug. Darin wird beschrieben, dass viele Nikola-Technologien nicht existieren. So wurde ein Lkw in einem Video (Nikola Motor Company – Nikola One Electric Semi Truck in Motion) einfach einen Berg hinuntergerollt, um ihn als funktionsfähig darzustellen. Dazu die beschuldigte Firma: „Nikola hat in dem Video nie angegeben, dass sein Lastwagen mit seinem eigenen Antrieb fährt, obwohl der Lastwagen genau dafür konstruiert wurde.“ Nikola behauptet beispielsweise weiterhin, 3,5 Megawatt Solarpanel auf seinen Dächern installiert zu haben, was, wie Fotos belegen, nicht stimmt.

Trevor Milton sagt, dass Nikola alle Schlüsseltechnologien im eigenen Haus produziert. Hindenburg Research verweist hingegen darauf, dass sie entweder nur eingekauft oder geleast sind. Nate Anderson behauptet allerdings auch, dass Trevor Milton log, als er in einem Interview über seine Tre-Lkw sagte: „Wir haben fünf von ihnen, die gerade jetzt in Ulm (Deutschland) vom Fließband laufen.“ Zudem soll die Partnerfirma Bosch diese Aussagen nicht bestätigt haben. Bosch wird sogar 19-mal in Andersons Report zitiert.

Der deutsche Automobilzulieferer unterstützt hingegen Nikola und erklärt, dass die Aussagen des Hindenburg Reports aus dem Zusammenhang gerissen und somit die Anschuldigungen falsch sind. Beide Unternehmen werden ihre Zusammenarbeit fortsetzen. So fungiert Bosch als Zulieferer für Nikola und baut gerade ein Brennstoffzellengeschäft auf.

Hindenburg Research verdient an fallenden Kursen

An Hindenburg Researchs Report gibt es allerdings ein grundsätzliches Problem. Das Unternehmen möchte mit fallenden Nikola-Aktienkursen Geld verdienen und hat dies mittlerweile bereits umgesetzt. Sollten sich die Nikola-Anschuldigungen also als weitgehend nicht relevant herausstellen, könnte auch gegen Hindenburg Research im Fall der Kursmanipulation ermittelt werden.

So ist es beispielsweise unredlich, sich zu positionieren und dann über einen Bericht die Kurse zum Einsturz zu bringen. Keine Probleme gebe es hingegen, wenn Hindenburg nach der Veröffentlichung auf fallende Kurse gesetzt hat und sich die Anschuldigungen als wahr herausstellen. Aber auch dies wird sich aufklären.

Derzeit wird der Fall durch die amerikanische Börsenaufsicht SEC untersucht. Nikola weist alle Anschuldigungen zurück und hat zudem Klage gegen Hindenburg Research eingereicht. Wir werden die weiteren Entwicklungen abwarten müssen.

Der neue Fintech-Star

Fintech erobert die Finanzbranche. Und das rasante Wachstum bringt große Chancen für Anleger.

Die meisten wissen nicht, dass es ein unbekanntes Unternehmen aus den Niederlanden gibt, das mit großem Erfolg die Finanzwelt mit seinen stark nachgefragten Dienstleistungen in der Zahlungsabwicklung erobert. Unsere Analysten schätzten seine Zukunftschancen in einem kürzlichen Ranking als hervorragend ein. The Motley Fool hat einen kostenlosen Sonderbericht zusammengestellt, der die wichtigsten Informationen zu diesem Unternehmen liefert.

Klick hier, um diesen Bericht jetzt gratis herunterzuladen.

Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Wo du jetzt 1.000 EUR investieren kannst

Anlage-Experte Bernd Schmid von Stock Advisor Deutschland hat soeben seine 5 Top Aktien veröffentlicht, in die du seiner Meinung nach jetzt investieren kannst. Immerhin schlägt Stock Advisor Deutschland den Markt um den Faktor 3.

Tausende von Anlegern vertrauen deshalb bereits seinen Aktien-Empfehlungen, von denen sich viele bereits verdoppelt, verdreifacht oder sogar vervielfacht haben. Plus: 6 Monate nutzen, nur 3 Monate zahlen.

Teste jetzt 30 Tage lang Stock Advisor Deutschland und erhalten sofortigen Zugriff auf alle aktuellen Kaufempfehlungen und Inhalte!

Klick hier für alle Details!