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Nikola nach der Hindenburg-Katastrophe: Was die Partner wirklich wert sind

1937 gingen Bilder der majestätischen Hindenburg um die Welt, wie sie in Flammen aufging. Die Katastrophe beendete das Zeitalter der wasserstoffgefüllten Zeppeline. 84 Jahre später will die Nikola Corp. (WKN: A2JQN0) mit wasserstoffbetriebenen Königen der Highways ein neues Zeitalter einläuten.

Doch eine gewisse Hindenburg Research hat etwas dagegen und stellte dem Unternehmen ein katastrophales Zeugnis aus. CEO Trevor Milton sei einer der größten Lügenbolde der Geschichte. Und die hochrangigen Partner hätten wohl nicht so genau hingeschaut, bevor sie die jeweiligen Verträge unterschrieben. Doch ist das wirklich so? Lass uns die einzelnen Partner und ihre Motive genauer beleuchten.

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IVECO

Der italienische Konzern steht bei leichten und mittelschweren Lkws gut im Wettbewerb. Im Schwerlastbereich tat er sich hingegen in den letzten Jahren schwer. Über ein Modernisierungsprogramm strebte das Management danach, dieses Segment neu zu positionieren und wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Doch einem traditionsreichen Maschinenbauer eine neue Denke einzuimpfen, die auf datengetriebenen Geschäftsmodellen beruht, erweist sich regelmäßig als schwierig.

Da kam das dynamische Start-up Nikola gerade zur rechten Zeit. Sie könnte genau den Impuls darstellen, den IVECO benötigt, um den Sprung zur nächsten Entwicklungsstufe zu bewältigen. IVECOs Holding CNH Industrial (WKN: A1W599) ist mit 6,7 % an Nikola beteiligt und lässt sich von dem Hindenburg-Report nicht beirren. Nächstes Jahr soll die Produktion in Ulm starten.

Bosch

Dem schwäbischen Zündkerzen-König drohen mit der Mobilitätswende die Felle wegzuschwimmen. Erstklassige Diesel- und Ottomotortechnik beherrschen nur wenige weltweit. Bei elektrischen Antriebssträngen ist die Wettbewerbssituation hingegen sehr unübersichtlich. Es geht nicht nur darum, wer die beste Technik hat, sondern auch, wer überhaupt bei den großen Herstellern einen Fuß in die Tür bekommt, um so auf die notwendigen Stückzahlen zu kommen.

Auch hier kommt Nikola zur rechten Zeit. Die mächtigen Lkw-Modelle stellen einen perfekten Technologieträger dar. Hier können die Bosch-Ingenieure ihr Know-how unter Beweis stellen, ohne sich von Kundenvorgaben einschränken zu lassen.

Dass Bosch sich von Trevor Milton hat täuschen lassen, ist folglich unrealistisch. Die Zusammenarbeit wird fortgesetzt. „Wir denken das Truckfahren von Grund auf neu und helfen einem Start-up dabei, seine Vision umzusetzen“, schreibt Bosch auf seiner Website.

Anheuser-Busch

Das Brauerei-Weltreich hat Nikola zu einer großen Nummer gemacht. Die erste Bestellung von 800 Zugmaschinen vor zwei Jahren war ein Meilenstein für Nikola. Gelingt es, die Trucks zur Marktreife zu führen, dann kann damit sofort die Serienfertigung starten. Aber bedeutet es auch, dass Anheuser-Busch (WKN: A2ASUV) völlig überzeugt von Nikolas technischen Fähigkeiten sein muss? Keineswegs, denn der Konzern riskiert nicht viel.

Falls Nikolas Versprechen in sich zusammenbrechen, kann der Brauer elegant auf einen etablierten Hersteller wie die Daimler (WKN: 710000)-Tochter Freightliner umschwenken. Bis dahin profitiert Anheuser-Busch jedoch von einem gewaltigen Werbeeffekt: Unzählige Berichte über Nikola werden mit einem Motiv aus Zugmaschine und Anheuser-Busch-Anhänger bebildert.

NEL asa

NEL (WKN: A0B733) ist weiterhin eine der heißesten Wasserstoffaktien. Die spannenden Zukunftsaussichten haben die Börsenbewertung des noch kleinen Anlagenbauers hochschnellen lassen. Unter den Elektrolysespezialisten war NEL jedoch eines der ersten Unternehmen, die aktiv nach Wegen in die Großserie suchten. Doch die meisten potenziellen Industriepartner waren nur an Pilotprojekten interessiert und agierten zögerlich.

Nikola hingegen platzte sofort mit der ganz großen Vision heraus. Das passte perfekt zu den Ambitionen von NEL, die weiterhin auf Wachstumskapital angewiesen ist. Seit der Bildung der strategischen Partnerschaft kommt NEL gut voran beim Ausbau der Kapazitäten, die ihnen bereits jetzt einen gewissen Wettbewerbsvorteil bescheren — egal wie erfolgreich Nikola sein wird.

General Motors

Das Management von GM wehrte sich gegen die Vorwürfe, man habe die Fähigkeiten von Nikola nicht genau geprüft. Unbeirrt von den Anschuldigungen gegen Nikola wolle man das Projekt Badger weiterführen. Ähnlich wie bei Bosch bietet es ein ausgezeichnetes Schaufenster der eigenen Technologien.

In den kommenden Jahren entscheidet sich, wer die beste Brennstoffzelle für Fahrzeuge wie Pick-ups und Lkws liefern kann. GM hat bisher noch wenig vorzuweisen und kann an der Seite von Nikola mit begrenztem Risiko seinen Hut in den Wasserstoff-Ring werfen.

Mahle und WABCO

Zuletzt will ich noch auf zwei weitere wichtige Technologiepartner verweisen: Mahle kümmert sich bei Nikola um das komplette Kühl- und Klimatisierungssystem und hat in den letzten Monaten wichtige strategische Weichenstellungen getätigt, um beim Wasserstoffthema ganz vorne mitzuspielen. Die effiziente Nutzung der Abwärme der Brennstoffzelle ist schließlich ein entscheidender Erfolgsfaktor.

Erst im Mai schloss ZF die Übernahme von WABCO ab, die für einige Chassiskomponenten zuständig ist. Sollte sich Nikola als Problem herausstellen, dann hat es seither der Konzern aus der Zeppelinstadt Friedrichshafen am Bein. Doch wie sich die Lage für mich darstellt, sind die Anschuldigungen insgesamt weit überzogen.

Dream Team bei der Arbeit?

Trevor Milton hat ein großartiges Gespür dafür, versteckte Potenziale zu heben. Jeder Partner zieht großen Nutzen daraus, an diesem ambitionierten Projekt mitzuwirken. Es kann keinen Zweifel daran geben, dass IVECO Lkws bauen kann, Bosch elektrische Antriebsstränge beherrscht und NEL etwas von Wasserstoffinfrastruktur versteht.

Alle Partner arbeiten eigentlich ausreichend eng mit Nikola zusammen, um zu wissen, wie es um das dortige Know-how steht. Da die Motive jedoch sehr unterschiedlich sind, kann man sich nicht zu 100 % darauf verlassen, dass sie alle Nikola auf Herz und Nieren geprüft haben.

Insgesamt bleibt trotz meiner vorsichtig positiven Einschätzung die Frage, ob all das genügt, um Nikola einen Wettbewerbsvorsprung zu bescheren. Noch immer wird die Aktie etwas höher bewertet als TRATON (WKN: TRAT0N), einer der Weltmarktführer.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Anheuser-Busch InBev NV.

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