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Nikola-Aktie im Höhenflug nach Top-News

Bild: Nikola Motors

Seit dem Börsengang hat die Nikola-Aktie (WKN: A2P4A9) deutlich an Wert verloren. Die Quartalszahlen des selbst ernannten Wasserstoff-Pioniers enttäuschten und auch keine bahnbrechenden News folgten mehr. Infolgedessen dümpelt die Aktie von Nikola seit ein paar Wochen mehr oder weniger auf der Stelle. Doch nun verkündete Nikola eine neue Partnerschaft, die mit mehreren brandneuen News verbunden ist.

Konkret formen Nikola und General Motors (WKN: A1C9CM) eine strategische Partnerschaft. Die Pressemitteilung wurde seitens Nikola gegen 14:00 Uhr am 8. September veröffentlicht. Mittlerweile (knapp 45 Minuten später) steht die Aktie bereits bei etwa 24 % und 39 Euro je Anteilsschein im Plus. Läutet das Unternehmen von Trevor Milton mit dieser Partnerschaft eine neue Ära ein? Werfen wir einen gemeinsamen Blick auf die Neuigkeiten.

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Die neue Partnerschaft mit General Motors im Detail

Mit General Motors gewinnt der Wasserstoff-Pionier einen erfahrenen Partner im Bereich der Fahrzeugfertigung. Die strategische Partnerschaft beginnt konkret mit dem Nikola Badger und soll über mehrere Produkte hinweg Kostensenkungen mit sich bringen. Darunter für Nikola Tre, Nikola One und den Nikola Two. Als Teil der Vereinbarung wird Nikola das Ultium-Batteriesystem von General Motors und die Hydrotec-Brennstoffzellentechnologie von Hydrotec einsetzen.

Die Batterieentwicklungsarbeit von General Motors ist bereits im vollen Gange. Für seine Ultium-Technologie nutzt das amerikanische Unternehmen Siliziumanoden und Lithium-Metallanoden, um die Reichweite und die Erschwinglichkeit der Fahrzeuge zu verbessern. Darüber hinaus soll die Abhängigkeit zu seltenen und teuren Metallen verringert werden. Die Technologie bietet laut Unternehmensangaben bereits heute eine attraktive Haltbarkeit und eine deutlich höhere Energiedichte.

Dieses Batteriesystem soll vor allem beim Badger zum Einsatz kommen. Das Pick-up-Modell von Nikola steht beispielsweise in direkter Konkurrenz zum Cybertruck von Tesla oder dem F-150-Modell von Ford. General Motors wird sogar die Entwicklung, Validierung, Homologisierung und den Bau des Badgers übernehmen. Das gilt nicht nur für die elektrische, sondern auch für die Brennstoffzellen-Variante. Der Badger soll nun voraussichtlich bis Ende 2022 in Produktion gehen.

Was kostet Nikola die Partnerschaft mit GM?

Im Gegenzug für diese Dienstleistungen erhält General Motors 11 % am Eigenkapital von Nikola und zudem das Recht, eine Person in das Board of Directors zu holen. Für diese Vergütung wird Nikola neue Stammaktien im Wert von 2 Mrd. US-Dollar ausgeben. Trevor Milton, Gründer und Executive Chairman, zu der neuen Partnerschaft (frei übersetzt):

Nikola ist eines der innovativsten Unternehmen der Welt. General Motors ist eines der führenden Engineering- und Produktionsunternehmen der Welt. Von einer besseren Partnerschaft als dieser kann man nicht einmal träumen.

Zweifelsohne wird Nikola von der Erfahrung seines Partners profitieren können. Auch in Sachen Brennstoffzellentechnologie für Lkws hat sich etwas getan. Mit dem Brennstoffzellensystem von Hydrotec wird man weiterhin daran arbeiten, emissionsfreie Sattelschlepper herzustellen, die laut Unternehmensangaben effizienter als mit Gas und Diesel sind.

Wie profitiert Nikola von diesem Deal?

Grundsätzlich wirkt diese Partnerschaft durchaus wie ein schlauer Schachzug. Der breite Markt scheint ähnlich zu denken, sonst wäre der Kurs nicht nach dieser Ankündigung in die Höhe geschnallt. Durch die Nutzung der Synergien zwischen beiden Unternehmen dürften die Kostenfaktoren für beide Akteure attraktiv gesenkt werden können. Das ist wichtig, um die Technologien zukunfts- und marktfähig zu bekommen.

Durch die direkte Beteiligung von General Motors an Nikola stellt man sicher, dass die Qualität der Produkte gesichert ist. Immerhin hat General Motors dann ein berechtigtes Interesse, dass Lieferketten eingehalten werden und das Produkt gut am Markt ankommt.

Ist die Nikola-Aktie jetzt ein Kauf?

Dafür, dass Nikola sich in der Öffentlichkeit sehr als innovatives, disruptives Unternehmen rühmt, betreibt es ziemlich aggressives Outsourcing. Nach wie vor finde ich das Unternehmen als mögliche Investition spannend, aber ich bin mir noch nicht sicher, ob mir das Geschäftsmodell in Gänze zusagt.

Nikola nutzt offensichtlich nun die Technologie von General Motors, obwohl es laut Trevor Milton selber innovative Technologien zur Verfügung hat. Die Nikola Corporation wandelt sich in meinen Augen immer mehr zu einer Art Holding, die für Design, Marke und Vertrieb zuständig ist, aber in weiten Teilen nicht selber herstellt. Das dürfte, sofern der Plan aufgeht, gut für die Margen sein, aber irgendwie ist man auch nicht wirklich ein Fahrzeughersteller im klassischen Sinne.

Ob die Nikola-Aktie zum Tenbagger wird, steht noch in den Sternen. Glücklicherweise gibt es auch andere Unternehmen und Aktien in der Börsenlandschaft, die vielversprechend aussehen und die bereits eine fortgeschrittene Geschäftsentwicklung vorzuweisen haben.

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Caio Reimertshofer besitzt Aktien von Ford. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla.

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