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Kommt jetzt ein 2-jähriger Baustopp für Gazproms Nord Stream 2?

Foto: Gazprom

Dem EU-Projekt von Gazprom (WKN: 903276), Nord Stream 2, könnten schwierige Zeiten bevorstehen. Einerseits ist es weiterhin die US-Regierung, die den Druck auf die Beteiligten erhöht und mit ersten, konkreten Sanktionen gegen Funktionäre und Lokalpolitiker aufgefallen ist. Ein Problem, das noch immer nicht gelöst scheint.

Andererseits gibt es momentan allerdings auch wieder innerhalb Deutschlands und der EU verschiedene politische Ansichten, wie es mit Nord Stream 2 weitergehen soll. Der Grund? Der Fall Nawalny, der möglicherweise in einen Zusammenhang mit der russischen Regierung gebracht werden kann.

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Jetzt fordert ein weiterer Politiker jedenfalls Konsequenzen und hat einen zweijährigen Baustopp bei dem Projekt ins Spiel gebracht. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Foolishe Investoren wissen sollten.

Baustopp für Nord Stream 2?

Genauer gesagt ist es Friedrich Merz, der jetzt eine solche Möglichkeit ins Spiel gebracht hat. Eigentlich hat Merz bislang, trotz aller Bedenken, stets an der Fertigstellung des Baus festgehalten. Das hat sich jetzt in Anbetracht der Vergiftung von Nawalny allerdings geändert. Als Reaktion auf den Giftanschlag auf den Kreml-Kritiker fordert der CDU-Politiker demnach einen Baustopp von zwei Jahren bei der Pipeline. Es sei eine klare und eindeutige Antwort notwendig.

Merz verwies dabei außerdem auf den Einsatz des Nervengifts Nowitschok, dessen Einsatz und Herstellung völkerrechtlich verboten sei. Auch deshalb sollten die Konsequenzen so hart ausfallen und Deutschland und die EU sollten die Zeit nutzen, um sich weniger abhängig vom russischen Öl und Erdgas zu machen. Beziehungsweise, genauer gesagt, diese Abhängigkeit reduzieren.

Es existiert zwar auch eine ganze Reihe Politiker, die keine schnellen Konsequenzen fordern. Vor allem in Anbetracht der bisherigen Langlebigkeit des EU-Projekts. Trotzdem könnte der Richtungswechsel bei Merz eine Signalwirkung dafür haben, dass auch andere Politiker ihre Einstellung zu Nord Stream 2 verändern. Das zeigt, dass die Beziehungen belastet sind und der deutsche und europäische Widerstand wieder wächst. Und das, obwohl zuletzt Deutschland, Europa und Russland eigentlich eine geschlossene Front gegen den Widerstand aus den USA gebildet hatten.

Frage: Wo soll Erdgas künftig herkommen

Trotz des Widerstands und der Eventualität eines Baustopps dürfte eine Frage die rationale Politik beschäftigen: Wo soll künftig das Erdgas herkommen? Beziehungsweise von wem möchte man sich lieber abhängig machen? Eine Frage, die schwieriger denn je erscheint.

Letztlich könnte es darauf hinauslaufen, entweder weiterhin von Russland abhängig zu bleiben, das mit Nord Stream 2 einen Großteil des europäischen Bedarfs abdeckt. Wobei durch Nord Stream 2 die Infrastruktur bloß erweitert werden sollte. Oder aber von den USA, die ebenfalls gerne mehr Erdgas nach Europa exportieren würden. In Zeiten eines US-Präsidenten Trump könnte es ein fataler Schritt sein, sich überhaupt in irgendeine Abhängigkeit von der wankelmütigen US-Regierung zu begeben.

Das wiederum könnte Gazprom und Nord Stream 2 in die Karten spielen. Weder Deutschland noch die EU verfügen schließlich über nennenswerte Erdgasquellen oder fossile Brennstoffe im Allgemeinen. Von irgendeiner (momentan) nicht ganz koscheren Seite werden die Lieferungen daher kommen müssen.

Nord Stream 2: Prekäre Situation

Gazprom und Nord Stream 2 befinden sich trotzdem in einer prekären Situation. Der Fall Nawalny hat Europa und Deutschland von Russland gespalten. Das wiederum hat die Möglichkeit ins Spiel gebracht, dass Nord Stream 2 zumindest pausieren wird. Wobei es nicht einmal der Druck vonseiten der USA ist, der zu dieser Wendung führt. Das Risiko an dieser Stelle wird jedenfalls konsequent größer.

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