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Siemens-Aktie: Auf dem Weg zu neuen Höchstständen?

Foto: Getty Images

Die Siemens-Aktie (WKN: 723610) hat im Corona-Ausverkauf extrem gelitten. Um etwa 50 % ging es innerhalb weniger Wochen bergab. Inzwischen konnte die Aktie aber die kompletten Verluste ausgleichen und ist auf bestem Weg zu neuen Höchstständen. Lohnt es sich jetzt noch einzusteigen?

Solide Zahlen im fortgeführten Geschäft

Siemens hat sich in der Krise bisher sehr gut geschlagen. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um nur 1 % auf 41,8 Mrd. Euro gefallen. Eine hohe Belastung aus nicht fortgeführten Geschäften hat aber dafür gesorgt, dass der Gewinn nach Steuern um 44 % auf 2,3 Mrd. Euro gefallen ist. Die Belastung aus dem nicht fortgeführten Geschäft stammt hauptsächlich aus einem Verlust bei der Tochter Siemens Gamesa Renewable Energy (WKN: A0B5Z8).

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In den anderen Geschäftsbereichen konnte Siemens dagegen solide Zahlen vorweisen. Der Gewinn aus diesen Bereichen ist gegenüber dem Vorjahr nur um 15 % gefallen. Je Aktie wären damit 3,72 Euro übrig geblieben.

Die gute Performance hat der Aktie geholfen, den Schwächeanfall vom März schnell hinter sich zu lassen. Aktuell steht der Kurs der Siemens-Aktie bei 120,04 Euro (Stand: 03.09.2020) und damit bereits wieder höher als am Anfang des Jahres.

Auftragseingang deutet Schwäche in den nächsten Quartalen an

Ein einziger Punkt, der Sorgenfalten bereitet, ist der deutlich eingebrochene Auftragseingang. Die neuen Aufträge sind bisher um 10 % gegenüber dem Vorjahr auf 44,4 Mrd. Euro gesunken. Damit dürfte es in den kommenden Quartalen schwierig werden, auf den Wachstumspfad zurückzufinden. Das könnte in naher Zukunft den rasanten Anstieg des Aktienkurses bremsen. Denn bereits jetzt ist die Aktie nicht gerade günstig bewertet.

Im letzten Geschäftsjahr lag der Gewinn je Aktie bei 6,32 Euro. Beim aktuellen Aktienkurs ergibt das ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 19. Nun ist aber davon auszugehen, dass der Gewinn im laufenden Geschäftsjahr und womöglich auch darüber hinaus deutlich sinken wird. Selbst wenn der Verlust der Tochter Siemens Gamesa nicht berücksichtigt wird, ist davon auszugehen, dass der Gewinn um mindestens 10 % fallen wird. Damit steigt das KGV auf jeden Fall weiter, ohne dass sich der Aktienkurs dafür überhaupt bewegen muss.

Wie hoch der Gewinn letztendlich ausfallen wird, weiß aktuell selbst Siemens nicht. Momentan traut man sich keine Prognose für das letzte Quartal zu, gibt aber zu bedenken, dass weiterhin mit der Abspaltung des Energiegeschäfts gerechnet wird. Aus dieser Abspaltung werden hohe Kosten entstehen, die den Gewinn weiter belasten werden.

Die Stagnation der letzten Jahre setzt sich fort

Damit führt sich ein langer Trend stagnierender Zahlen fort. Seit Jahren befindet sich Siemens im Umbau. In den letzten zehn Jahren wurden zahlreiche Geschäfte, wie Siemens Gamesa, Osram (WKN: LED400) und weitere aus dem Konzern ausgegliedert und teilweise auch an die Börse gebracht. Das hat der Profitabilität aber leider nicht geholfen.

Betrachtet man die um Verkäufe bereinigten Daten der vergangenen fünf Jahre, zeigt sich, dass der Umsatz zwar um mehr als 10 % gestiegen ist. Der Gewinn hingegen ist bis 2017 deutlich gestiegen, aber danach immer weiter gefallen und liegt nun wieder auf dem Niveau von 2015. Einzig die Dividende wurde in jedem Jahr um 0,10 Euro angehoben und liegt aktuell bei 3,90 Euro je Aktie. Das ergibt eine Rendite von immerhin 3,2 %. Angesichts der schwachen Zahlen ist es aber kaum vorstellbar, dass es mit der Aktie noch sehr viel weiter raufgehen könnte.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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