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MSCI einmal anders: Warum dieser ETF jetzt interessanter als der World Index ist

Bei MSCI (WKN: A0M63R) denken viele Anleger vor allem an den berühmten MSCI World Index, vielleicht auch an den MSCI Emerging Markets Index. Doch der Finanzdienstleister berechnet kontinuierlich eine große Vielzahl an Indices für jeden Anlegerbedarf. Einer davon heißt MSCI Europe Growth Index. Diesen würde ich klar vorziehen, um jetzt in einen ETF zu investieren.

Grund Nr. 1: Starke Unternehmen auf dem Wachstumspfad

Wie der englische Name andeutet, setzt der Index auf Aktien von europäischen Unternehmen, die wachsen. Dabei werden diejenigen aus dem breiter gestreuten MSCI Europe Index ausgewählt, die bestimmte Kriterien erfüllen. Nach einem Punktesystem werden alle Indexmitglieder bewertet, wobei es sowohl auf die Historie und die aktuelle Lage ankommt als auch auf das Handelsvolumen und das prognostizierte Gewinnwachstum.

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Verteilt auf 15 europäische Länder fließen die Kurse von 215 Aktien in die Indexberechnung ein, wobei halbjährlich eine Überprüfung stattfindet. Gewichtet wird nach der der ermittelten Punktzahl und der streubesitzbereinigten Marktkapitalisierung.

Die schweizerischen Giganten Nestlé (WKN: A0Q4DC) und Roche (WKN: 855167) gelangen damit an die Spitze des Rankings, gefolgt von SAP (WKN: 716460). Etwa 18 % des Index werden damit von diesen überaus zuverlässigen Dividendenwachstumswerten bestimmt. Ich sehe das positiv, denn erstens handelt es sich dabei um drei globale Champions, die nichts so schnell erschüttern kann, und zweitens machen sich Lebensmittel, Pharma und Software in diesen unsicheren Zeiten gut im Depot. Sie machen insgesamt etwa 57 % des Index aus.

Konjunktursensible Industriewerte und die gelegentlich problematischen Finanztitel spielen hingegen eher eine untergeordnete Rolle. Zudem dürfte durch das Punktesystem gewährleistet sein, dass die jeweils branchenbesten Unternehmen enthalten sind und nicht etwa Durchhänger wie die Commerzbank (WKN: CBK100).

Grund Nr. 2: Geringeres Risiko einer platzenden Blase

Die internationalen Börsen haben sich in den letzten Wochen zu einem Tollhaus entwickelt. Kleine Elektroautobauer werden zu Giganten aufgeblasen; Nischenanlagenbauer, die mit Wasserstoff zu tun haben, gehören seit einiger Zeit fast täglich zu den meistgehandelten Werten; und Cloud ist das neue Dotcom.

Nachdem vor einiger Zeit die Billionen-Dollar-Grenze von einigen IT-Aktien durchbrochen wurde, ging sofort die Jagd auf die 2-Billionen-Dollar-Marke los, welche Apple am 19. August — mitten in einer heftigen Wirtschaftskrise — scheinbar mühelos überwinden konnte. Während die Welt leidet, feiert die Wall Street eine wüste Party, die früher oder später in einem Kater enden muss.

Genau diese Wall Street dominiert jedoch im MSCI World Index, weshalb ich dort ein erhöhtes Rückschlagrisiko sehe. Natürlich sind auch die europäischen Börsen ziemlich gut gelaufen über die letzten Monate, aber zum Beispiel der Eurostoxx 50 notiert weiterhin unterhalb des Niveaus vom Jahresanfang oder auch früherer Zwischenhochs.

Der Performance-Unterschied liegt wahrscheinlich nicht nur an der stärkeren fundamentalen Entwicklung in den USA, sondern auch an schuldenfinanzierten Aktienrückkäufen, die auf der anderen Seite des Atlantiks in größerem Umfang stattfinden und so das Angebot kontinuierlich verknappen. Doch das ist mit Risiken verbunden, wie Forscher im Harvard Business Review bereits im Januar vor der Corona-Krise eindrucksvoll aufzeigten. Sie kommentierten, dass Unternehmen, welche diese kurstreibenden Maßnahme einsetzen, die Liquidität verlieren, die ihnen in einem Wirtschaftsabschwung helfen würde.

Konzerne, die im MSCI Europe Growth Index enthalten sind, weisen folglich aus meiner Sicht im Schnitt nicht nur ein günstigeres Kursniveau auf, sondern auch ein besseres Risikoprofil.

Grund Nr. 3: Reduziertes Währungsrisiko

Apropos Risiken: Wer international investiert, der holt sich auch immer ein Währungsrisiko ins Depot. Manchmal kann das eine gute Sache sein, weil es Diversifizierung bringt. Zuletzt hat der US-Dollar jedoch geschwächelt, wodurch ein großer Teil der jüngsten Kursgewinne von europäischen Anlegern aufgefressen wurde.

Der desolate Zustand der öffentlichen Kassen in den USA spricht dafür, dass eine weitere Dollar-Abwertung ansteht. Zwar ist auch in Europa vieles nicht rosig, doch im Gegensatz zu den meisten anderen Zentralbanken hat die EZB den klaren Auftrag, für Wertstabilität des Euro zu sorgen. Um Franken und Kronen muss man sich diesbezüglich ebenfalls nur wenig Sorgen machen.

Bei der amerikanischen Fed würde ich hingegen nicht ausschließen wollen, dass irgendwann eine plötzliche Abwertung einsetzt, um den Druck von der überbordenden Schuldenlast zu nehmen, die chinesischen Devisenreserven zu torpedieren und die Defizite zu eliminieren. Alternativ stünden Steuererhöhungen an, die jedoch in den USA kaum durchsetzbar sind, schon gar nicht im aktuellen politischen Klima.

Warum in die Ferne schweifen?

Der MSCI World Index hat sicherlich seine Berechtigung im Anlageuniversum, aber im Moment ist er aus meiner Sicht nicht das richtige Anlagevehikel. Ich würde mich mit dem MSCI Europe Growth Index deutlich wohler fühlen. Er enthält ebenfalls bärenstarke Unternehmen, die jedoch bisher überwiegend nicht von Hype und Zirkus erfasst wurden und weniger Währungsrisiken ins Depot transferieren.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Nestlé.

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