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Apple-Aktie: Nach Aktiensplit kaufen?

Hurra, hurra, der Aktiensplit von Apple (WKN: 865985) ist da! Der Stocksplit der Apple-Aktie wurde offenkundig heiß erwartet. Anders lässt sich für mich zumindest nicht erklären, weshalb der Kurs von Apple nach der Ankündigung heiß gelaufen ist. Und das, obwohl der Aktiensplit rein gar nichts an der eigentlichen Bewertung des Unternehmens ändert – die Aktie erscheint durch den Stocksplit nur optisch günstiger.

Gut möglich, dass einige Robinhood-Trader der Auffassung waren, dass sie wegen des Splits drei Aktien geschenkt bekommen. Wenn wir den Spaß beiseitelassen, war es trotzdem erschreckend zu sehen, wie viele Anleger eiskalt von dem Apple-Aktiensplit erwischt wurden.

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Auf Twitter und Aktienforen zeigte sich manch ein Privatanleger schockiert über den Wertverlust im Depot. Was zeitweise auch daran liegen konnte, dass manche Banken und Broker für die Umstellung länger gebraucht haben.

So viel zum Aktiensplit an sich. Doch wie steht es nun um die Apple-Aktie? Sollten langfristige Investoren gerade jetzt kaufen? Wie steht es überhaupt um die Bewertung?

Die Bewertungskennzahlen im Überblick

Werfen wir zur Beantwortung dieser Fragen einen nüchternen Blick auf gängige Bewertungskennzahlen.

KGV KUV KCV Umsatzwachstum p. a. EPS-Wachstum p. a. EK-Quote
44 7,3 32 2,72 % 6,55 % 22 ,7%

Quelle: Alle Angaben Geschäftsjahr 2019 (Morningstar) außer EK (Quartalsbericht Q3 2020 von Apple). KCV = Kurs-Cashflow-Verhältnis; EPS = Earnings per share; EK = Eigenkapital. Alle Berechnungen mit dem Schlusskurs/der Marktkapitalisierung vom 31.08.2020. Umsatz- und EPS-Wachstum zwischen 2015 und 2019.

Apple bietet meines Erachtens durchaus noch Potenzial für langfristige Investoren (dazu gleich mehr). Dennoch ist es ein gestandenes Unternehmen und zählt meiner Meinung nach nicht mehr zu den schnell wachsenden Technologieunternehmen, die vor allem seit der Corona-Baisse im März stark zugelegt haben. Daher ist ein KGV in Höhe von 44 schon etwas hoch.

Auch das KUV liegt mit über 7 im ambitionierten Bereich. Das KCV fällt mit 32 niedriger aus als das KGV, was in meinen Augen ein Pluspunkt ist. Für das KCV habe ich den freien Cashflow ins Verhältnis zur Marktkapitalisierung gesetzt. Der freie Cashflow ist im Endeffekt das, was durch die operativen Tätigkeiten nach Investitionen in die Kassen des Unternehmens fließt. Davon können beispielsweise Dividenden ausgeschüttet oder (weitere) Aktienrückkäufe getätigt werden.

Das Umsatzwachstum zwischen 2015 und 2019 liegt bei jährlich 2,72 %, was nicht sonderlich viel ist, um ehrlich zu sein. Allerdings liegt das meiner Meinung nach unter anderen daran, dass die Produktdiversifikation erst richtig begonnen hat und der iPhone-Zyklus bereits relativ reif für einen neuen Zyklus ist. Das EPS-Wachstum ist ansehnlich, wenngleich es vorwiegend auf Aktienrückkäufe zurückzuführen ist.

Die Eigenkapitalquote liegt mit knapp 23 % im niedrigeren, aber nicht gefährlichen Bereich. In den letzten Jahren hat Apple günstige Schulden aufgenommen, um unter anderen die Aktienrückkäufe zu finanzieren. Keine unsinnige Idee, da Apple einen freien Cashflow von über 50 Mrd. US-Dollar im Jahr aufzuweisen hat und locker Schulden wieder abtragen könnte, falls nötig. Die EK-Quote sagt zwar nicht viel über die Bewertung eines Unternehmens an sich aus, aber man sollte die Bilanz eines Unternehmens stets im Blick behalten.

Ist die Apple-Aktie nun überbewertet?

Für mich ist Apple zweifelsohne ein großartiges Unternehmen. Die Produkte sind einfach genial und das Management weiß, was es tut. Nichtsdestotrotz hat der Markt eine sehr optimistische Haltung gegenüber Apple eingenommen und den Kurs zu schnell zu weit nach oben getrieben.

Ich persönlich finde den aktuellen Preis daher etwas zu hoch, weshalb ich mich immer noch nicht dazu durchringen konnte, bei Apple zuzuschlagen. Mir ist allerdings bewusst, dass Apple zukunftsfähig aufgestellt ist.

Die Umsatzströme wurden in den letzten Jahren immer weiter diversifiziert, um Unabhängigkeit von den iPhone-Verkäufen zu schaffen. Erwähnenswert ist vor allem das Dienstleistungssegment, das stark wächst. Doch auch Wearables oder Watches erfreuen sich steigender Nachfrage. Davon abgesehen könnte Apple bei AppleTV oder Games erst am Anfang seiner Entwicklung stehen.

Was für Apple nach dem Aktiensplit spricht

Was für die Apple-Aktie nach dem Aktiensplit spricht, ist im Grunde genommen dasselbe wie davor. Der Stocksplit an sich ist für die Entwicklung des Unternehmens komplett irrelevant und dient lediglich dazu, die Aktie für mehr Investoren zugänglich zu machen und das Handelsvolumen hoch zu halten.

Vor allem für Privatanleger könnte allerdings jetzt wieder der Zeitpunkt gekommen sein, die Aktie von Apple genauer anzusehen. Denn immerhin kann man sich nun eher ein oder zwei Anteile von Apple ins Depot legen als vor dem Aktiensplit. Und wer weiß, vielleicht korrigiert die Apple-Aktie früher oder später und sorgt für eine günstige Einstiegsgelegenheit.

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Caio Reimertshofer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple und Twitter. 

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