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Doppelte DAX-Rendite – Familienunternehmen machen es möglich!

Foto: Getty Images

Hitzige Diskussionen zwischen Anlegern gehören zur Tagesordnung in Aktionärs-Foren. Dabei handelt es sich oft um Trends, die möglicherweise die höchste Rendite einbringen können. Wer auf der Suche nach der zukunftsträchtigsten Branche ist, der stößt auf Überlegungen, ob künstliche Intelligenz oder doch Biotech-Aktien die richtige Wahl sind.

Von kurzfristigen Trends lassen wir Fools uns sowieso nicht leiten. Fokussieren wir uns jedoch zu sehr auf die typischen und täglich diskutierten Anlageklassen?

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Bei Aktien von Familienunternehmen kann man zwar nicht von einer eigenen Anlageklasse oder Branche sprechen, jedoch handelt es sich um Unternehmen mit besonderen Eigenschaften. Für Aktionäre könnten diese Eigenarten Chancen bringen, die sonst nur schwer zu erhalten sind. Diese Unternehmen und deren Eigenschaften schaffen es nur selten auf den Radar von Anlegern. Dabei gibt es für Familienunternehmen sogar einen eigenen Index.

Der DAXplus Family 30 Index

Im DAXplus Family 30 (WKN: A0YKTN) sind 30 verschiedene Familienunternehmen vertreten (Stand: 13.08.2020). Zwar werden auch internationale Aktien theoretisch berücksichtigt, zum jetzigen Stand sind jedoch ausschließlich deutsche Unternehmen enthalten. Wie der Name vermuten lässt, müssen Unternehmen besondere familiäre Anforderungen erfüllen, um in den DAXplus Family 30 Index aufgenommen werden zu können. Die Gründerfamilie muss mindestens 25 % der Stimmrechtsanteile besitzen oder entweder im Vorstand oder Aufsichtsrat vertreten sein und zusätzlich noch ein Stimmrechtsanteil von mindestens 5 % besitzen. Wie beim großen Bruder DAX sind die maximalen Gewichtungen von einzelnen Indexmitgliedern im DAXplus Family 30 auf 10 % begrenzt. So wird verhindert, dass einzelne Titel einen zu hohen Einfluss auf die Index-Bewegungen nehmen. Über die Indexaufnahme und Gewichtung entscheidet dennoch die Größe der Marktkapitalisierung und die Liquidität.

Spricht man vom DAX, ist in den allermeisten Fällen der Performance-Index gemeint. Auch beim familienorientierten DAX spricht man üblicherweise vom Performance-Index. Ein Performance-Index berücksichtigt nicht nur die Preisveränderungen der Aktien, sondern bezieht auch bspw. Dividendenzahlungen mit ein.

Performance- und Einzelwertevergleich zwischen DAX und DAXplus Family 30 Index

Durch die Zusammenstellung von ausschließlich deutschen Unternehmen im DAXplus Family 30 eignet sich der große Bruder DAX hervorragend als Benchmark, also als Vergleichswert. Auch die Anzahl der Unternehmen ist identisch.

Bei den größten Positionen im DAX handelt es sich um Linde (WKN: A2DSYC), SAP (WKN: 716460) und Siemens (WKN: 723610). Im DAXplus Family 30 Index sind Merck (WKN: 659990), Symrise (WKN: SYM999) und SAP die Unternehmen mit der größten Gewichtung. Unter den Top 3 befindet sich mit SAP ein erfolgreiches Unternehmen, das in beiden Indizes stark vertreten ist.

Um eine etwas allgemeinere Aussage treffen zu können, ob Familienunternehmen besser performen als Unternehmen ohne nennenswerte Beteiligung der Gründerfamilie, vergleichen wir die Performance der beiden Indizes.

Der DAXplus Family 30 Index steht bei 6.897 Punkten (13.08.2020, maßgeblich für alle Kurse), der DAX bei 12.994 Punkten. Für eine erste Einschätzung blicken wir auf die Entwicklung der Indizes seit Beginn des Jahres. Am 02.01.2020 stand der DAX bei 13.386 Punkten und am 13.08.2020 bei 12.994. Man muss kein besonders guter Mathematiker sein, um direkt erkennen zu können, dass es sich in diesem Zeitraum um eine Performance mit negativer Rendite handelt. Diese beläuft sich auf minus 2,9 %. Ein Investor, der also zu Beginn des Jahres bspw. einen DAX-ETF gekauft hat, hat in diesem Zeitraum einen rechnerischen Buchverlust hinnehmen müssen.

Der DAXplus Family 30 stand am 02.01.2020 bei 6.742 Punkten und am 13.08.2020 bei 6.897 Punkten. Was schnell auffällt: Im Gegensatz zum DAX hat dieser Index eine positive Entwicklung genommen. Diese Rendite beträgt 2,3 %. Hätte man also zu Beginn des Jahres auf den DAXplus Family 30 gesetzt statt auf den DAX, hätte man rechnerisch einen Buchgewinn erzielen können.

Zwar hat der eine Index eine positive Rendite und der andere Index eine negative Rendite, doch der Unterschied in Prozentpunkten ist nicht sonderlich groß. Um einen besseren und langfristigeren Eindruck zu erhalten, schauen wir auf die Entwicklung der beiden Indizes in den letzten fünf Jahren.

Seit Beginn des Jahres 2015 bis zum 13.08.2020 konnte man mit einer Investition in den DAX eine Rendite von insgesamt etwa 33,1 % erzielen. Damit könnte man durchaus zufrieden sein. Im gleichen Zeitraum hat der der DAXplus Family 30 Index eine Performance von 77,6 % hingelegt. Mehr als das Doppelte, ein beachtlicher Unterschied! Und wenn ihr mich fragt, wäre ich mit dieser Rendite deutlich glücklicher gewesen als mit der Rendite des DAX.

Die Vor- und Nachteile von Familienunternehmen

Bei diesem festgestellten Unterschied fragt man sich, wo die Gründe dafür liegen. Der wesentliche Vorteil von Familienunternehmen könnte die langfristige Denkweise sein. Bei Unternehmen, in denen die Gründerfamilie einen wesentlichen Einfluss auf Entscheidungen hat, sind die kurzfristigen Erfolge nicht so interessant wie längerfristige Erfolge. Mein größtes Interesse bei einem selbst gegründeten Unternehmen wäre, dass es möglichst dauerhaft Erfolg hat. Da interessieren kleine Phasen, in denen bspw. Gewinne fallen, nicht so sonderlich, wenn es dem Unternehmen dafür über einen großen Zeitraum gut geht. Bei eingestellten Managern werden Verträge und enthaltene Prämien oft an kurzfristige Erfolge geknüpft.

Dieser beschriebene Vorteil kann natürlich auch zu einem Nachteil werden. Durch den Einfluss, den die Gründerfamilie hat, könnten wirtschaftlich notwendige Veränderungen aufgehalten werden. Eine Abspaltung des ursprünglichen Geschäftsbereiches würde mir hier als Beispiel einfallen, die die Familie aus Traditionsgründen nicht möchte. Ein Unternehmen könnte durch solche Einflüsse nicht schnell agieren, sondern eventuell nur sehr träge.

Die Performance des DAXplus Family 30 hingegen spricht eine deutliche Sprache. Die langfristige Denkweise der Gründerfamilien passt sehr gut zu uns Fools. Gut möglich, dass Investitionen in diese Unternehmen einen positiven Einfluss auf die Performance unseres Depots nehmen. Dies zeigt mir, Familienunternehmen sollte eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden bei der Auswahl der nächsten Investition.

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Tom Evertz besitzt Aktien von SAP. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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