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Zoom Video Communications vs. Microsoft – welche ist die bessere Aktie?

Foto: Getty Images

Zoom Video Communications (WKN: A2PGJ2) war einer der heißesten Wachstumswerte des Jahres. Während der Krise konnte die Aktie um 270 % zulegen. Dieses Wachstum zog die Aufmerksamkeit größerer Technologieunternehmen wie Microsoft (WKN: 870747) auf sich. Denn Microsoft bewarb das Produkt Teams als Alternative zu Zoom dann sehr aggressiv.

Zoom übertraf den Zuwachs von 30 % von Microsoft in diesem Jahr bei Weitem, und für wachstumsorientierte Investoren bleibt Zoom wahrscheinlich ein attraktiverer Titel. Aber ist Zoom tatsächlich eine bessere langfristige Investition als Microsoft?

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David gegen Goliath

Zoom hat eine Marktkapitalisierung von mehr als 70 Milliarden USD, aber die wird durch Microsofts Bewertung von über 1,5 Billionen USD in den Schatten gestellt. Microsoft erwirtschaftete im vergangenen Jahr außerdem 230-mal so viel Umsatz und über 2.000-mal so viel Gewinn nach GAAP (Generally Accepted Accounting Principles) wie Zoom.

Zoom wird zudem zu viel höheren Bewertungen gehandelt als Microsoft. Dann wird Zoom zum 200-Fachen der erwarteten Gewinne gehandelt, während Microsoft ein annehmbares Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 31 aufweist. Letztlich wird Zoom zum 40-Fachen des diesjährigen Umsatzes gehandelt. Microsoft hingegen hat ein KGV von 10.

Die Bären werden argumentieren, dass Zoom überbewertet ist. Die Bullen hingegen werden behaupten, dass die Bewertungen durch die Wachstumsraten gerechtfertigt seien.

Wie schnell wächst Zoom?

Die Einnahmen von Zoom stiegen um 88 % auf 622,7 Millionen USD im Geschäftsjahr 2020. Der bereinigte Nettogewinn stieg um 514 % auf 101,3 Millionen USD.

Im ersten Quartal, in dem Corona wütete, stieg der Umsatz von Zoom um 169 % auf 328,2 Millionen USD. Der bereinigte Nettogewinn stieg um 555 % auf 58,3 Millionen USD. Auch die Zahl der Kunden, die in den letzten zwölf Monaten über 100.000 USD zu den Einnahmen beitrugen, stieg um 90 % jährlich.

Für das Gesamtjahr erwartet Zoom eine Umsatzsteigerung von 185 bis 189 % und für den bereinigten Gewinn pro Aktie (EPS) ein Wachstum von 246 bis 269 %. Danach erwarten die Analysten, dass der Umsatz und der Gewinn von Zoom im Geschäftsjahr 2022 um 25 bzw. 19 % steigen werden.

Investoren sollten diese Prognosen skeptisch beäugen. Man erwartet eben, dass nach dem ersten massiven Corona-Schub ein harter Wettbewerb ausbricht. Die Konkurrenz besteht aus Rivalen wie Ciscos Webex, Facebooks Messenger Rooms, Alphabets Google Meet und eben Microsoft Teams.

Zoom übertraf im April 300 Millionen Teilnehmer an täglichen aktiven Meetings, räumte aber ein, dass dies der „Höhepunkt“ im letzten Quartal war. Microsoft behauptete, dass die Teams im April 75 Millionen aktive Nutzer pro Tag erreichten, hat diese Zahl seither jedoch nicht mehr aktualisiert.

Wie schnell wächst Microsoft?

Microsofts Einnahmen stiegen im Geschäftsjahr 2020, das im Juni endete, um 13 % auf 143 Milliarden USD. Der bereinigte Gewinn pro Aktie wuchs um 14 %. Die Coronakrise dämpfte vor allem das Wachstum von Microsofts Abteilung für Produktivität und Geschäftsprozesse. Die verkauft Produktivitätssoftware wie Office und Dynamics an Unternehmenskunden.

Der Bereich Intelligente Cloud, in dem die Cloud-Plattform Azure und Serverprodukte untergebracht sind, profitierte jedoch von der höheren Nutzung von Cloud-Diensten während der Krise. Die Einheit More Personal Computing, die Windows-Lizenzen, Xbox-Spiele und -Hardware sowie Surface-Geräte verkauft, profitierte ebenfalls.

Kurz gesagt, Microsofts Stärken glichen die Schwächen aus. Dieser Balanceakt ermöglichte es Microsoft, sein Ökosystem mit neuen Strategien zu erweitern, die erst mal kein Geld bringen. So eben auch das Angebot von Teams als kostenloser Service für Office-365-Kunden.

Microsoft schätzte, dass sein Umsatz im ersten Quartal 2021 jährlich um 8 bis 9 % steigen würde, bot aber keine klare Richtlinie für den Rest des Jahres an. Analysten erwarten, dass sein Umsatz und sein Gewinn um 10 bzw. 12 % steigen werden. Das Wachstum seiner Cloud-Dienste und die bevorstehende Einführung der Xbox-Serie X dürfte die Schwäche seiner sensiblen Geschäfte ausgleichen.

Der langfristige Gewinner: Microsoft

Die Aktie von Zoom hat immer noch viel Schwung. Dennoch ist die Bewertung zu hoch und der Wettbewerb zu groß, als dass man ihn ignorieren könnte. Kurzfristig kann es hier noch bergauf gehen, aber langfristig sehe ich Gefahren.

Microsoft ist eine ausgewogenere Investition. Die „Mobile First, Cloud First“-Strategien, die CEO Satya Nadella vor sechs Jahren anführte, erzielen immer noch hohe Renditen. Heute ist der Konzern über mehrere Märkte gut diversifiziert und belohnt geduldige Anleger mit einer Rendite von 1 % und Aktienrückkäufen.

Vorerst ist Microsoft die bessere Gesamtinvestition für langfristige Investoren. Ich bewundere das Wachstum von Zoom, aber ich denke nicht, dass es langfristig so problemlos weitergehen wird.

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The Motley Fool empfiehlt Aktien von Alphabet, Facebook, Microsoft und Zoom Video Communications. Leo Sun besitzt Aktien von Cisco Systems und Facebook. Dieser Artikel erschien am 4.8.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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