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Siemens-Aktie: 3 Dinge hinter den großen Deals, die viele Anleger übersehen

„Siemens überraschend stark in der Krise“ titelte die Welt vor wenigen Tagen. Wer hier schon länger mitliest, der wird nicht wirklich überrascht gewesen sein. Der scheidende Chef Joe Kaeser war sehr mit sich und seinem Team zufrieden, denn es tut sich eine Menge bei Deutschlands wichtigstem Konzern und vieles zeigt in die richtige Richtung.

Für Anleger bleibt es jedoch schwierig, bei Siemens (WKN: 723610) den Überblick zu behalten. Hinter den großen Veränderungen, die sich aktuell in den Vordergrund drängen, gibt es noch weitere spannende Entwicklungen, die auf lange Sicht noch sehr spannend werden könnten.

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Siemens Mobility steht vor großen Veränderungen

Siemens Energy wird in Kürze ein börsengelisteter Konzern sein und bei Siemens Healthineers (WKN: SHL100) wird mit der Übernahme von Varian Medical Systems (WKN: 852812) ein neues Kapitel aufgeschlagen. Beide Aktien werden zukünftig wahrscheinlich über das Format und die Liquidität verfügen, um beim DAX anzuklopfen. Vielleicht bahnt sich sogar noch ein weiterer großer Siemens-Börsengang an.

Sobald die beiden Aktionen abgeschlossen sind, wird die stets aktive Portfoliomanagement-Organisation von Siemens neues Futter brauchen. Die Abspaltung von der eher mittelständisch geprägten Maschinenbautochter Flender wird sie wohl kaum auslasten und im Digitalbereich sind auch keine großen Deals mehr geplant, nachdem dort über die letzten Jahre massiv zugekauft wurde.

Wo am dringendsten Handlungsbedarf besteht, ist aus meiner Sicht ganz klar bei Mobility. Jetzt, wo die Erzrivalen Alstom (WKN: A0F7BK) und Bombardier (WKN: 866671) gemeinsame Sache machen, sieht sich die Bahntechniksparte fast zum Underdog degradiert. Wie genau es dort weitergehen könnte, ist jedoch schwer absehbar.

Ein Vorstoß in die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen ist für Mobility jedenfalls nicht geplant. Die entsprechenden Aktivitäten wurden in das Portfoliounternehmen Siemens Commercial Vehicles ausgelagert. Sicher ist allerdings, dass das Management die Themen Automatisierung und Digitalisierung im Verkehr noch intensiver vorantreiben will.

Seit dem 10. Juli ist Michael Peter der alleinige CEO von Siemens Mobility. Er gilt als Experte für Mobilität, Automatisierung und Digitalisierung. Unter dem Dach des Siemenskonzerns versammeln sich zwar schon die meisten Technologien, die dafür erforderlich sind. Ich gehe aber mal davon aus, dass die Tochter mit gezielten Zukäufen weiter gestärkt wird. In der Folge könnte dann eine Börsennotierung anstehen, die gegebenenfalls weitere versteckte Werte bei Siemens transparent macht.

Die Beteiligung Bentley Systems trumpft auf

Apropos versteckte Werte: Ein Grund für das starke Quartalsergebnis liegt in der Randnotiz, dass die Beteiligung an Bentley Systems um satte 211 Mio. Euro aufgewertet wurde. Seit mindestens 2016 pflegen Siemens und der Nemetschek (WKN: 645290)-Konkurrent eine strategische Partnerschaft. Damals investierten die Münchener rund 70 Mio. Euro in Bentley. 2018 vereinbarten die beiden, zusätzliche 50 Mio. Euro zu investieren, um ihre komplementären Produkte beschleunigt zu integrieren und ganzheitliche Lösungen aus der Cloud heraus anbieten zu können.

Mitte Februar gab Bentley bekannt, dass sie erste Unterlagen bei der amerikanischen Börsenaufsicht eingereicht habe, um einen Börsengang vorzubereiten. Dabei nutzt das Unternehmen die Möglichkeiten zur Geheimhaltung aus, sodass bis heute nichts Weiteres darüber bekannt geworden ist. Aber offenbar musste das Privatunternehmen im Zuge dessen ein Gutachten bezüglich seines indikativen Unternehmenswerts einholen.

Das Ergebnis daraus ist, dass die Siemensinvestition sich über die letzten vier Jahre vervielfacht hat. Angesichts der Tatsache, dass die Zusammenarbeit so gut läuft und Bentley in den letzten Monaten mit mehreren Übernahmen seine Cloudaktivitäten ausgebaut hat, erscheint dies plausibel. Zahlreiche Cloudaktien haben sich seit 2016 vervielfacht.

„Grid Edge“ – Energie bleibt auch zukünftig ein Kerngeschäft

Weitere versteckte Werte entwickeln sich seit einiger Zeit beim etwas sperrigen Thema „Grid Edge“. Das hat viel mit Energie zu tun und doch wird es nicht mit Siemens Energy abgespalten. Vielmehr verbleibt es in der Sparte Smart Infrastructure. Es geht also um Lösungen, die zwar noch irgendwie am Stromnetz hängen, aber nah am Verbraucher genutzt werden.

Dazu gehören Ladetechnik für Elektrofahrzeuge, Batteriespeicher, Systeme zur Netzintegration von Solaranlagen und Lösungen für das intelligentes Energiemanagement in Gebäuden. In all diesen Bereichen spielt Siemens ganz vorne mit. Das Joint Venture Fluence gehört zu den Markt- und Technologieführern bei großen stationären Batteriesystemen.

Bei den Ladestationen fährt der Konzern mehrgleisig. Neben der breiten eigenen Produktpalette kooperiert er sowohl mit der Beteiligung ubitricity, einem Anbieter von intelligenten Ladelösungen, als auch mit ChargePoint, einem der weltweit größten und am schnellsten wachsenden Netzwerke. Hinzu kommt eine Reihe von weiteren Aktivitäten in diesem Bereich.

Seit der Übernahme von KACO verfügt Siemens zudem über einen Wechselrichterhersteller, der bei Siliziumkarbid-Halbleitern stark positioniert ist. Der Konzern hat somit alles in der Hand, um erneuerbare Energien lokal zu speichern und zu nutzen. Hier ist auf Jahre hinaus mit einem schnellen Marktwachstum zu rechnen und Siemens sieht gut positioniert aus, um die Potenziale auszuschöpfen.

Das Rad dreht sich immer weiter

Der Versuch, Siemens komplett verstehen zu wollen, ist hoffnungslos. Im weitverzweigten Reich der Segmente, Töchter und Beteiligungen ist ständig etwas los. Abspaltungen, Umstrukturierungen und Zukäufe stehen an der Tagesordnung. Trotzdem ist es wichtig, sich gelegentlich zu versichern, ob der Trend noch in die richtige Richtung geht.

Deshalb bin ich gespannt, wie die nächsten strategischen Schritte bei Mobility aussehen und ob das Thema Grid Edge zu einer einträglichen Erfolgsgeschichte wird. Dass Siemens mittlerweile ziemlich gut darin ist, dynamische Partnerschaften und Ökosysteme zu schmieden, beweist der Buchgewinn mit Bentley.

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Ralf Anders partizipiert über ein von ihm betreutes Indexzertifikat an der Aktienentwicklung von Siemens. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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