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BASF-Aktie: Ist die 7 % Dividende sicher?

Foto: BASF SE

Die BASF (WKN: BASF11)-Aktie bietet momentan die beste Dividendenrendite im DAX. Beim aktuellen Aktienkurs von 48,14 Euro (Stand: 07.08.2020) bringt die Ausschüttung von 3,30 Euro eine Rendite von 6,9 %!

Dass die Rendite inzwischen bei fast 7 % liegt, kann schon als deutliches Warnsignal gewertet werden. In einem Großteil der Fälle ist die Dividendenkürzung nicht mehr weit, wenn man solche Zahlen bei einem Industriekonzern sieht. Aber vielleicht ist es bei BASF ja anders? Ein Blick auf die Kennzahlen kann sicher weiterhelfen.

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Beeindruckende Dividendenhistorie belastet die Zukunft

Schauen wir zuerst einmal auf die Dividendenhistorie: BASF kann auf eine für ein Industrieunternehmen beachtliche Dividendenhistorie zurückblicken. Seit mindestens zehn Jahren wurde die Ausschüttung nun kontinuierlich angehoben, sodass die Dividende je Aktie inzwischen 50 % höher liegt als damals. Wenn die Ausschüttung so lange stetig angehoben wurde, möchte man nicht der Erste sein, der sie senken muss, und führt das Spiel so lange weiter wie möglich.

Leider scheint es in diesem Fall genauso zu sein. Inzwischen verschlingt die Dividendenzahlung einen großen Teil der Gewinne. In diesem Jahr hat die Ausschüttung sogar den Gewinn aus fortgeführtem Geschäft deutlich überholt! Der Dividende von 3,30 Euro je Anteilsschein steht ein Gewinn von nur 2,72 Euro gegenüber. Aktuell zehrt das noch nicht an den finanziellen Reserven, da es noch einen signifikanten Gewinn aus nicht fortgeführten Geschäften gab, der noch einmal 6,45 Euro je Aktie eingebracht hat.

Aber auch der Blick auf das Geschäftsjahr 2018 zeigt exakt das gleiche Problem. Damals lag der Gewinn mit 4,26 Euro je Aktie noch ein Stück höher. Selbst wenn BASF dieses Niveau ein weiteres Mal erreicht hätte, würde die Dividende unglaubliche 77 % der Gewinne betragen. Dass das nicht lange durchgehalten werden kann, ist offensichtlich. Denn in den Gewinnen sind die Auszahlungen für Investitionen nicht berücksichtigt.

In diesem Jahr kommt noch die Beeinträchtigung des Geschäfts durch die Pandemie hinzu. Es ist also stark davon auszugehen, dass der Gewinn im aktuellen Geschäftsjahr weiter fallen wird, was die Dividende noch weniger tragbar erscheinen lässt.

Schlechte Geschäftsentwicklung bedroht die Dividende

In der ersten Jahreshälfte hat die Covid-Pandemie das Ergebnis bereits massiv beeinträchtigt. Der Umsatz ist zwar mit 2 % nur leicht gesunken, aber der Gewinn vor Steuern aus dem fortgeführten Geschäft ist um 34 % eingebrochen. Schuld daran war das katastrophale zweite Quartal. In dem Quartal ist der Umsatz um deutlichere 12 % gegenüber dem Vorjahr gefallen. Das hat den Gewinn aus fortgeführtem Geschäft fast komplett aufgezehrt. Vor Steuern konnte nur noch ein Gewinn von 59 Mio. Euro erreicht werden. Berücksichtigt man auch die nicht fortgeführten Bereiche und alle anderen Effekte, die man lieber aus den Zahlen herausrechnen möchte, sieht das Bild schon ganz anders aus.

Denn auf dieser Basis hat das erste Halbjahr einen minimalen Gewinn in Höhe von gerade noch 7 Mio. Euro gebracht. Im zweiten Quartal ist sogar ein massiver Verlust von 874 Mio. Euro angefallen!

Auch der Blick auf den Cashflow macht keine Hoffnung. Denn im ersten Halbjahr hat das Geschäft gerade noch die Investitionen finanziert. Die Dividende in Höhe von 3,3 Mrd. Euro dagegen wurde über die Aufnahme neuer Schulden finanziert. Insgesamt hat sich die Verschuldung um 7,8 Mrd. Euro erhöht. Angesichts solcher Zahlen ist es zweifelhaft, ob BASF auch im nächsten Jahr die Verschuldung weiter erhöhen möchte, um den Aktionären eine Freude zu machen.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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