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Finger weg von der Lufthansa-Aktie!

Die Lufthansa (WKN: 823212) ist eine der bekanntesten Marken in Deutschland. Mehr als 95 % aller Deutschen kennen die Kranich-Airline. Kein Wunder also, dass die Lufthansa-Aktie ein sehr beliebter Wert bei den deutschen Anlegern ist. Doch nur weil man die Marke kennt, heißt das ja noch lang nicht, dass auch die Lufthansa-Aktie ein gutes langfristiges Investment ist.

Die Coronakrise trifft die Luftfahrtbranche schwer

Wie alle Fluggesellschaften trifft die Coronakrise die Lufthansa sehr stark. Alleine im April gingen die Passagierzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 98,1 % zurück. Dies spiegelt sich auch in den Zahlen des ersten Quartals wider. Der Umsatz brach um 18 % ein und die Lufthansa musste einen Verlust von 2,1 Mrd. Euro verzeichnen. Natürlich schlug diese Krise auch auf den Kurs der Lufthansa-Aktie durch. Seit Jahresbeginn hat sich dieser mehr als halbiert.

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Ein staatliches Hilfspaket soll die Lufthansa retten

Um die Krise zu überstehen, musste die Lufthansa Staatshilfen in Anspruch nehmen. Insgesamt besteht das Hilfspaket aus Krediten in Höhe von bis zu 9 Mrd. Euro. Zudem umfasst es eine Kapitalerhöhung, durch die der deutsche Staat mit 20 % an der Kranich-Airline beteiligt wird. Erst einmal geht es bei diesem Rettungspaket darum, die Liquidität in den kommenden Jahren zu sichern und dadurch das operative Geschäft am Laufen zu halten.

Kurzfristig hält dieses Rettungspaket die Lufthansa also am Leben. Langfristig sind die Auswirkungen jedoch eher negativ. Zum einen muss die Lufthansa den Kredit in den kommenden Jahren abbezahlen. Dies bedeutet natürlich einen erheblichen negativen Einfluss auf den Gewinn. Zum anderen ist ein hoher Staatseinfluss meist eher schädlich für Unternehmen. Als Aktionär kann man nur hoffen, dass die Lufthansa weiterhin nach wirtschaftlichen Aspekten handeln kann und politische Ziele keine Entscheidungen beeinflussen.

Trotzdem muss die Lufthansa die Kosten stark reduzieren. Daher werden 20 % aller Führungskräfte sowie 1.000 Mitarbeiter in der Verwaltung ihren Job verlieren. Doch selbst nach diesen Maßnahmen geht die Lufthansa davon aus, dass aufgrund der niedrigen Nachfrage nach Flügen ein Überhang von rund 22.000 Jobs besteht. Diese sollen jedoch erst einmal erhalten bleiben. Wie genau das gelingen kann, steht noch nicht fest. Aktuell befindet sich die Lufthansa diesbezüglich in Verhandlungen mit den Gewerkschaften.

Finger weg von der Lufthansa-Aktie

Aus meiner Sicht gibt es für langfristige Investoren keinen Grund, jetzt in die Lufthansa-Aktie zu investieren. Die Lufthansa wird noch sehr lange mit den Auswirkungen der Coronakrise zu kämpfen haben. Es wird einige Jahre dauern, bis die Nachfrage nach Flügen wieder auf das Vorkrisenniveau zurückkehrt. Bis dahin wird es für alle Airlines schwer werden, überhaupt profitabel zu arbeiten.

Zudem kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht abschätzen, wie lange sich die Krise noch akut zieht. Vor dem Hintergrund der weltweit steigenden Infektionszahlen kann man noch lange nicht davon sprechen, dass die Coronakrise überstanden ist. Solange es noch keine Medikamente und Impfstoffe gibt, besteht durchgehend die Gefahr einer zweiten Welle und eines weiteren Lockdowns. Auch die Lufthansa selbst ist noch sehr vorsichtig und gibt keine Prognose für das laufende Geschäftsjahr heraus. Dies hat natürlich eine hohe Unsicherheit zur Folge, und solange diese Unsicherheit herrscht, wird die Lufthansa-Aktie sich auch nicht nachhaltig erholen können.

Der Kurssturz der Lufthansa-Aktie ist fundamental begründet und eine Erholung ist nicht in Sicht. Hinzu kommt, dass die Lufthansa in den kommenden Jahren keine Dividende zahlen wird. Abgesehen davon, dass dies bei der aktuellen operativen Situation aus meiner Sicht vollkommen richtig ist, war dies eine Bedingung, um die Staatshilfen zu erhalten. Somit sehe ich persönlich aktuell keine Chance auf langfristigen Erfolg mit der Lufthansa-Aktie. Gleichzeitig sind die Risiken enorm hoch. Daraus ergibt sich ein aus meiner Sicht sehr schlechtes Chance-Risiko-Verhältnis für langfristige Investoren.

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Robin Gey besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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