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Warum Gold stark steigt, wie es bewertet ist und welche Anlagevarianten möglich sind

Gold ist eine oft übersehene und kontrovers diskutierte Anlageklasse. Warren Buffett mag es ganz und gar nicht, weil das Edelmetall nichts produziert und somit keine Erträge erwirtschaftet. Langfristig gesehen hat er damit recht, denn seine Lieblingsanlage, Aktien, rentieren über Jahrzehnte gesehen deutlich besser. Dennoch hat Gold seit 1915 und in US-Dollar gerechnet jährlich etwa 4,45 % zugelegt.

Konsequente Goldanleger konnten somit die Kaufkraft ihres Geldes über zwei Weltkriege und etliche Währungsreformen hinweg erhalten. Gold war also im Vergleich zu jeder Art des Bargeldes (dies schließt Konteneinlagen mit ein) die eindeutig bessere Wahl. Viele Sparer würden sich heute wahrscheinlich über durchschnittlich 4,45 % Zinsen freuen.

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Gründe für den Goldpreisanstieg

Doch warum ist Gold zuletzt wieder stärker angezogen? Das Edelmetall ist generell nur deshalb wertvoll, weil es davon insgesamt nur sehr wenig gibt. Wenn also die Menge gegeben ist, variiert der Preis in Abhängigkeit von der im Umlauf befindlichen Geldmenge und in Abhängigkeit von der Solidität der Staatsfinanzen. Und hier haben wir auch schon die Antwort, warum der Preis derzeit so stark anzieht.

Die Europäische Zentralbank erhöht derzeit über Anleihenkäufe und Minuszinsen die Geldmenge, was zu einer Geldentwertung führt. Gleichzeitig wurden Wirtschaftsstützungsprogramme in einem noch nie dagewesenen Umfang aufgelegt und die Staatsverschuldung erhöht.

Ist Gold nach dem Anstieg jetzt eigentlich noch attraktiv?

Der Markt reagiert meist schon im Voraus auf alle ihn betreffenden Ereignisse. Dementsprechend hat er die letzten Zentralbank- und Wirtschaftsförderungsprogramme bereits eingepreist. Aus dieser Sicht lohnt sich jetzt ein Goldkauf nicht mehr. Und auch für Anleger, die langfristig in Gold investieren, sind fallende Kurse immer der attraktivere Einstieg.

Da das Edelmetall keine Erträge erwirtschaftet, ist der Innere Wert nicht bestimmbar, wie es bei Aktien möglich ist. Dennoch können wir einen langfristigen Vergleich ziehen und sehen, ob Gold schon zu stark gestiegen ist oder nicht.

Seit 1915 beträgt der durchschnittliche jährliche Anstieg in US-Dollar gerechnet etwa 4,45 %. Über die letzten zehn und fünf Jahre liegt er hingegen bei 4,40 % beziehungsweise 10,85 % (21.07.2020). Über fünf Jahre gesehen ist Gold also derzeit schon definitiv zu stark gestiegen. Über zehn Jahre ergibt sich ein ausgeglichenes Bild. Demnach wäre Gold zumindest noch nicht zu teuer, aber auch kein Schnäppchen mehr.

Wie wir investieren können

Wer der Währung Euro kein großes Vertrauen mehr schenkt, wird sicherlich den Kauf von physischem Gold bevorzugen. Hier bieten sich kleinere Stückelungen an, um sie im Fall der Fälle als Zahlungsmittel nutzen zu können. Zeiten von niedriger und hoher Inflation wechseln sich regelmäßig ab, wobei die Perioden einer Hyperinflation meist schlagartig und über kurze Zeiträume auftreten. Hier gilt es also, wie beim Investieren allgemein, sich vorher zu positionieren und nicht, wenn der Zustand eingetreten ist. Dann ist es bereits zu spät.

Wer nur am Goldpreisanstieg interessiert ist, könnte beispielsweise Xetra-Gold (WKN: A0S9GB) in Betracht ziehen. Hier wird versprochen, dass jedes Wertpapier mit echtem Gold hinterlegt ist, das sich der Anleger theoretisch auch ausliefern lassen könnte.

Eine dritte Möglichkeit sind Goldminen-Aktien wie Barrick Gold (WKN: 870450) oder Newmont (WKN: 853823). Auch hier kann der Anleger von steigenden Goldpreisen profitieren, muss allerdings sehr viel stärkere Schwankungen verkraften, als sie bei physischem oder Xetra-Gold auftreten.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien oder ETCs. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Wertpapiere.

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