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Disney schadet den Kinos in diesem wichtigen Markt

Die Coronavirus-Pandemie hat den Kinos in aller Welt einen schweren Schlag versetzt. Soziale Distanzierungsmaßnahmen, die zur Eindämmung der Ausbreitung von COVID-19 ergriffen wurden, haben dazu geführt, dass die Kinos seit fast vier Monaten geschlossen bleiben, so dass die Kinos keine Einnahmequelle mehr haben, während die laufenden Kosten weiter jeden Monat fällig werden.

Der Verlust der Kinos hat sich jedoch als Rückenwind für Video-Streaming-Plattformen erwiesen, die die entstandene Unterhaltungslücke zu füllen versuchen. In den letzten Monaten gab es einen starken Anstieg des Videostreaming, da die Verbraucher sich Online-Plattformen zuwandten.

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Dies könnte die traditionellen Kinos  in eine schwierige Lage gebracht haben, da immer mehr Produktionsfirmen zu Over-the-Top-Medienplattformen (OTT) wechseln, die Filme über das Internet veröffentlichen. Disney (WKN:855686) ist ein solches Unternehmen, das von diesem Trend in Indien – einem Land mit einer der größten Filmindustrien der Welt – profitiert.

Disney bringt Filmpremieren in Indien online

Disney hat kürzlich eine neue Plattform, Multiplex, eingeführt, um lokale Filme direkt auf seiner indischen Streaming-Plattform Disney+ Hotstar zu veröffentlichen. Zwischen Juli und Oktober wird die Plattform Disney+ Hotstar Multiplex sieben Filme mit beliebten A-Schauspielern und -Schauspielerinnen aus Bollywood (die lokale Filmindustrie hat ihren Sitz in Mumbai, der Finanzhauptstadt Indiens) veröffentlichen.

Disney möchte mit diesen Veröffentlichungen durch seine Werbekampagne “Erster Tag, erste Show” eine kinoähnliche Spannung erzeugen. Die Initiative dürfte am 24. Juli mit dem ersten Film der Plattform, Dil Bechara (bedeutet “das hilflose Herz”), einen fliegenden Start hinlegen. Dil Bechara, eine Hindi-Adaption von The Fault in Our Stars, hat bereits einen beeindruckenden Rekord aufgestellt, indem er der erste Filmtrailer wurde, der über 10 Millionen “Likes” auf YouTube von Alphabet erhielt.

Seit der Premiere des Trailers am 4. Juli wurde er über 75 Millionen Mal auf YouTube angesehen, was darauf hindeutet, dass der Film ein großer Erfolg werden könnte – und dass er Disney dank eines attraktiven Abonnementplans helfen könnte, mehr Nutzer anzuziehen. Nutzer, die die auf Disney+ Hotstar uraufgeführten Filme sehen möchten, müssen eine Jahresmitgliedschaft im Wert von nur 399 indischen Rupien (etwa 5,30 US-Dollar) erwerben.

Das ist ein sehr niedriger Preis, da ein Wochenend-Filmticket in Indien nach Angaben von ValueChampion etwa 199 Rupien (2,65 US-Dollar) beträgt. Verbraucher können also eine Disney+ Hotstar VIP-Jahresmitgliedschaft zum Preis von nur zwei Kinokarten erwerben. Noch wichtiger ist, dass Disney+ Hotstar-Abonnenten mehrere Kinofilme bequem von zu Hause aus genießen können, anstatt bei jedem Kinobesuch Geld für neue Karten auszugeben.

Dieses Preis-Leistungs-Verhältnis könnte den Kinos in Indien aus einigen einfachen Gründen schaden.

Warum traditionelle Kinos besorgt sein müssen

Laut einer Umfrage, die von einer Online-Ticketing-Plattform in Indien durchgeführt wurde, gaben 54 % der Befragten an, dass sie bereit seien, 15 bis 90 Tage nach Aufhebung der Beschränkungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus ein Kino zu besuchen. Die Umfrage erstreckte sich auf 4.000 Befragte in 235 Städten und Gemeinden des Landes.

Die Umfrage wurde jedoch im Mai durchgeführt, als die Zahl der COVID-19-Infektionen in Indien bei etwa 190.000 lag. Diese Zahl ist inzwischen auf fast 1 Million angestiegen, und es gibt noch keine Anzeichen dafür, dass sich die Kurve abflacht. Es überrascht nicht, dass die Regierung noch nicht entschieden hat, wann sie die Kinos wieder eröffnet, und die steigende Zahl der Fälle könnte den Verbrauchern Angst einflößen.

Auch die wirtschaftliche Lage in Indien ist wackelig. Goldman Sachs schätzt, dass das Bruttoinlandsprodukt Indiens im Quartal, das im Juni endete, um 45 % geschrumpft ist, verglichen mit der früheren Prognose eines 20 %igen Rückgangs.

Darüber hinaus lag die indische Arbeitslosenquote im Juni bei 11 %, und es könnte noch schlimmer werden, da die Arbeitgeber Berichten zufolge Massenentlassungen in wichtigen Branchen wie der Informationstechnologie planen. Das Gaststättengewerbe und das Gastgewerbe befinden sich bereits in ernsten Schwierigkeiten.

In diesem unsicheren Szenario ist damit zu rechnen, dass die Verbraucher auch den Gürtel enger schnallen werden. Sie könnten sich dafür entscheiden, sich von zu Hause aus zu unterhalten, anstatt auszugehen, wo das Risiko, sich mit dem Virus zu infizieren, weiterhin besteht. Immerhin gaben 60 % der von der Medienberatungsfirma Ormax Media kürzlich befragten Befragten an, dass sie viel mehr Inhalte auf OTT-Plattformen konsumieren.

Daher wird das Video-Streaming in Indien wahrscheinlich von Filmpremieren auf Kosten der traditionellen Kinos profitieren und Disney den Weg zu einem großen Player in der Medienindustrie des Landes ebnen.

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Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Harsh Chauhan auf Englisch verfasst und am 17.07.2020 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien) und Walt Disney und empfiehlt die folgenden Optionen: Long Januar 2021 $60 Calls auf Walt Disney und Short Oktober 2020 $125 Calls auf Walt Disney. 

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