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Silber-ETC: Besser als Aktien?

Ein Silber-ETC (börsengehandelter Rohstoff) mag nicht so schön glänzen wie eine frisch geprägte Silbermünze. Doch Komfort ist alles! So ein Wertpapier benötigt deutlich weniger Platz als ein Silberbarren.

Ja, Silber ist schön anzusehen. Aber haben die meisten Silberinvestoren das Edelmetall gekauft, um es jeden Abend polieren zu dürfen? Wohl kaum! Alles, was zählt, ist die Preisentwicklung – und die kommt derzeit wieder ordentlich in Fahrt.

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Zum ersten Mal seit 2016 konnte der Silberpreis die Marke von 21 US-Dollar überspringen (Stand: 21.07.2020). Das könnte der Auftakt zu einer beispiellosen Kursvervielfachung sein. Die Erinnerungen an 2010 sind noch frisch. Damals kratzte der Silberpreis an der 50-US-Dollar-Marke.

Muss der Aktienbestand 2020 also in Rente und stattdessen eine Extraportion Silber ins Depot? Vielleicht!

Echtes, pures Silber

ETCs auf Edelmetalle sind in Deutschland ein vergleichsweise junges Anlagevehikel. Erst seit 2006 lassen sich derartige Wertpapiere an der Börse Frankfurt handeln.

Der iShares Physical Silver ETC (WKN: A1KWPR) ist für Silberinvestoren eine von vielen Optionen, um in den Silbermarkt einzusteigen. Das Angebot ist denkbar unkompliziert. Hier gibt es Silber – und zwar physisch!

ETF-Kenner werden wissen, was es bedeutet, wenn die Kursentwicklung einer Anlageklasse physisch repliziert wird. Ein derart geschnürtes Paket investiert nicht in synthetische Modelle, die den Silberpreis irgendwie nachbilden, sondern ausschließlich in das, was tatsächlich drin sein soll. Demnach ist auch im iShares Physical Silver ETC ausschließlich echtes, pures Silber enthalten.

So weit, so gut! Doch das lässt sich der Emittent natürlich einiges kosten. Bei diesem ETC wird eine Gesamtkostenquote von 0,4 % pro Jahr gefordert. Das ist weit mehr, als ein handelsüblicher Index-ETF aus dem Aktienuniversum verlangt.

Doch gut vergleichen lässt sich das nicht. Aktien zu transportieren und zu lagern ist ungleich günstiger. Aber was kostet ein Silber-ETC nun konkret? Bei einer Investitionssumme von 10.000 und einer jährlichen Gesamtkostenquote von 0,4 % gehen 40 Euro pro Jahr an den Emittenten. Ist das teuer? Mir erscheint das reichlich günstig. Für 10.000 Euro bekommt man aktuell rund 17 Kilogramm Silber (Stand: 21.07.2020). Dieser schwere Block muss transportiert, gelagert und bewacht werden.

Ein Silber-ETC kann Aktien kurzfristig schlagen

Ein Silber-ETC kann also ein durchaus unkomplizierter und vergleichsweise günstiger Einstieg in den Silbermarkt sein. Sofern man dem Emittenten vertraut. Die wahre Stärke von Edelmetallen ist ihre physische Präsenz. Die Silbermünze in meiner Hand ist ziemlich sicher vorhanden. Wer diese Art Sicherheit zwingend braucht, wird mit einem ETC vermutlich nicht gut schlafen können.

Doch zurück zum Wesentlichen: Was bringt so ein Silber-ETC ein?

Die Antwort mag viele ETF-Kenner überraschen. Mit Silber konnte man 2020 sehr gut verdienen. Genauso wie in vielen anderen Jahren auch.

Der iShares Physical Silver ETC steht mit einem Plus von rund 8 % im laufenden Jahr sehr gut da. Wesentlich besser als der DAX, der noch immer um eine schwarze Null ringt.

Auf Sicht der vergangenen drei Jahre war mit dem Silber-ETC eine Rendite von rund 20 % zu holen. Auch in diesem Vergleich hat der DAX mit seinen knapp 5 % das Nachsehen (Stand für alle Zahlen: 21.07.2020).

Langfristig fehlen einige wichtige Zutaten

Doch wie so oft ist alles eine Frage der Perspektive. Denn erst auf lange Sicht entfalten Aktien ihren ureigenen Zauber. Klar ist: Einen Zinseszinseffekt kennt Silber nicht. Das mag der Grund für die langfristige Minderleistung sein, die das Edelmetall letztendlich doch eher alt aussehen lässt.

Auf Sicht von zehn Jahren steht bei Silber (in Euro gemessen) ein respektables Plus von 28 % auf dem Zettel. Beim DAX (bei dem die Dividenden automatisch reinvestiert werden) sind es 118 % (Stand für alle Zahlen: 21.07.2020). Eins zu null für Aktien!

Man muss nicht erwähnen, dass ein Silber-ETC mit Ausschüttung schwer zu finden ist. Das ist auch einer der wichtigsten Gründe, warum ich keine ETCs im Depot habe. Silber stapeln ist nichts, was einen Zahlungsstrom erzeugt, der womöglich regelmäßig in Teilen in meiner Kasse landen könnte. Silber sitzt im Tresor und macht nichts – rein gar nichts!

Fundamental könnte Silber als Industriemetall glänzen. Doch wird das automatisch zu immer höheren Silberpreisen führen? Ja, Angebot und Nachfrage – das Konzept ist klar!

Doch ist der Preis irgendwann zu hoch, dann wird ein Ersatz gesucht und gefunden werden. Mit jedem US-Dollar, den der Silberpreis klettert, wird der Anreiz größer, mit geringeren Mengen Silber zu produzieren. Börsennotierte Unternehmen können so etwas. Hier ist mitunter einiges an Know-how und Einfallsreichtum vorhanden.

Silber kann nur Silber sein. Das ist nicht schlecht. Aber langfristig ist das womöglich nicht gut genug.

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