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United Internet-Aktie: Das Cloud-Potenzial wird noch unterschätzt

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Immer mehr Softwaredienste und Anwendungen werden aus der Cloud heraus bereitgestellt. Der Trend ist unaufhaltsam. Dabei verlässt sich die Welt auf eine Handvoll Megakonzerne aus China und den USA, den sogenannten Hyperscalern, die den Markt unter sich aufteilen. Gibt es da noch Platz für einen Underdog wie IONOS von United Internet (WKN: 508903)?

Viele trauen dem in dieser Form noch jungen Herausforderer nicht viel zu, weil er mit den Großen einfach nicht mithalten könne. Aber das ist vielleicht zu kurz gedacht. Möglicherweise wird das Potenzial von IONOS weit unterschätzt.

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Darum hat IONOS gegen AWS, Azure – und Co. keine Chance

Cloud-Computing ist ein weites Feld. Die einfachste Variante heißt Infrastructure-as-a-Service (IaaS) und ähnelt dem klassischen Webhosting, wo IONOS sich zum größten Anbieter Europas entwickelt hat. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass die Serverkapazitäten nicht von der Hardware, sondern flexibel von der Software definiert werden. Somit können sie viel exakter nach dem Nutzungsumfang abgerechnet werden.

Komplexer ist Platform-as-a-Service (PaaS), wo Programmierer eine umfassende Entwicklungsumgebung vorfinden, die ihnen viel Konfigurationsaufwand abnimmt. Sie können sich damit auf das Wesentliche konzentrieren, nämlich die Programmlogik. Eine Vielzahl von intelligenten Funktionen, Schnittstellen und Tools beschleunigt die Entwicklungsarbeit bei den Hyperscalern.

An dieser Front ist es für einen kleineren Anbieter praktisch unmöglich, mitzuhalten. Die Giganten verfügen über einen großen Vorsprung und treiben sich mit ihren nahezu unerschöpflichen Ressourcen gegenseitig zu Höchstleistungen. In einschlägigen Forendiskussionen kommt immer wieder heraus, dass Programmierer von Konzernen oder Start-ups, die sich in eine Umgebung wie AWS oder Azure eingearbeitet haben, nicht mehr auf den gebotenen Komfort verzichten wollen. Ein Anbieter wie IONOS wäre für sie ein klarer Rückschritt.

Bei Software-as-a-Service (SaaS) wiederum geht es darum, fertig programmierte Softwareversionen der Zielgruppe aus der Cloud heraus zur Verfügung zu stellen. Zunehmende wichtiger wird auch die Integration unterschiedlicher Anwendungen innerhalb der Cloud, sodass Silos überwunden werden können. Da SaaS häufig auf PaaS aufsetzt und ein weitläufiges Ökosystem aus Drittanbietern Wettbewerbsvorteile bringt, haben Hyperscaler auch auf dieser Ebene deutlich die Nase vorn.

Wo IONOS trotzdem Ambitionen anmelden kann

Auf den ersten Blick sieht es folglich so aus, als ob IONOS nur beim vergleichsweise anspruchslosen IaaS einigermaßen wettbewerbsfähig sein könnte. Speicher- und Rechenkapazität bereitzustellen ist eine Kernkompetenz des Unternehmens. Und tatsächlich sind die Aushängeschilder von IONOS IaaS-Lösungen namens Compute Engine oder Backup.

Chancen lauern aber auch noch woanders. Die versierten Programmierer von Konzernen und Start-ups, die die Möglichkeiten einer Hyperscaler-Cloud voll auszuschöpfen wissen, gehören nämlich gar nicht zur Zielgruppe von IONOS. Vielmehr richtet sich das Angebot eher an Kunden mit simpleren Ansprüchen. Diesen bietet IONOS zielgerichtete Lösungen. Dazu gehören auch die Baukästen für die schnelle Erstellung einer eigenen Website oder eines Onlineshops, die bei Kleinbetrieben sehr beliebt sind.

In letzter Zeit war darüber hinaus rege Betriebsamkeit zu beobachten, um über Allianzen mehr Gewicht im Cloudmarkt zu bekommen. Zuletzt wurde eine Partnerschaft mit Oneclick aus Zürich gemeldet. Dabei handelt es sich um eine PaaS-Lösung zur Bereitstellung von Mitarbeiter-Desktops aus der Cloud heraus. Eine Arbeitsumgebung kann so von beliebigen Endgeräten heraus über den Browser erreicht werden.

Viele Unternehmen wurden von der Coronavirus-Pandemie auf dem falschen Fuß erwischt, weil sie auf den massiven Einsatz von Homeoffice-Mitarbeitern nicht vorbereitet waren. IONOS und Oneclick scheinen hier eine schnell implementierbare Lösung zu bieten, die großes Potenzial hat.

Ähnlich sieht es bei der Kooperation mit Nextcloud aus, die Anfang des Jahres angelaufen ist. Nextcloud ist für seine Filesharing- und Kollaborationsplattform bekannt und kann seither über IONOS-Hardware als Cloud-App genutzt werden. Lösungen dieser Art werden heute ebenfalls stark nachgefragt, egal ob es um den virtuellen Unterricht oder die Zusammenarbeit in verteilten Teams geht.

Ein weiteres Beispiel ist das seit Januar auf Basis von VMware (WKN: A0MYC8) laufende Private-Cloud-Angebot. Es verbindet als erstes seiner Art die Flexibilität einer Public Cloud mit der dezidierten Hardware einer Private Cloud.

Mit IONOS ist zu rechnen

Neben den aussichtsreichen Technologiepartnerschaften ist auch an das wachsende Netzwerk aus Vertriebspartnern zu denken. Herausragend ist dabei die im Mai verkündete Allianz mit der Also Holding (WKN: A0JJW1). Bei der Bundesschulcloud des Hasso-Plattner-Instituts wiederum, wo mittlerweile über 3.000 Schulen angeschlossen sind, kooperiert IONOS unter anderem mit dem großen Systemhaus Bechtle (WKN: 515870).

Zu den Vorteilen, die IONOS gegenüber den Global-Playern ausspielt, gehört zum einen die lokale Verankerung in Verbindung mit passendem Service und dem Versprechen von besonders hohen Datenschutzstandards. Hinzu kommt, dass IONOS konsequent Open-Source-Software einsetzt.

Ein wichtiger Punkt ist auch der Verzicht auf Vendor-Lock-in, was bedeutet, dass Kunden sich ohne große Nachteile nach einem alternativen Anbieter umsehen können. Bei den Hyperscalern hat hingegen jeder seine eigenen Komforttools, die den Wechsel erschweren, je intensiver sie genutzt werden.

Dem Cloud-Chef Christian Böing ist völlig klar, dass das Nachahmen der Hyperscaler keine Aussichten auf Erfolg hätte. Aber mit einer gezielten Ausrichtung auf effiziente Lösungen und einem wachsenden Partnernetzwerk gewinnt IONOS kontinuierlich an Statur. Mit dem Ausbau des Angebots, des Vertriebs und der regionalen Abdeckung wird der heute noch relativ kleine Cloudanbieter über viele Jahre hinweg schnell expandieren können.

Ausgerufen ist eine Wachstumsrate von 40 % pro Jahr, was eine Verzehnfachung bis 2027 bedeuten würde. So wie sich die Entwicklung im Moment abzeichnet, halte ich das für realistisch. Deshalb bin ich sehr auf den Börsengang gespannt, den United Internet für IONOS plant.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt United Internet. 

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