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Tech-Aktien aus Holland: Frau Antjes’ 3 Überflieger machen sich auch in deinem Depot gut

Kunde zahlt mobil im Restaurant
Foto: Getty Images

Während Deutschland noch am Wirecard (WKN: 747206)-Skandal zu knabbern hat, erfreuen sich unsere Nachbarn in den Niederlanden an einem blühenden Tech-Ökosystem. Günstig angesiedelt zwischen England, Frankreich und Deutschland, expandieren ambitionierte Unternehmen wie Adyen (WKN: A2JNF4), Elastic (WKN: A2N5RS) und Just Eat Takeaway (WKN: A2ASAC) zum Teil mit atemberaubender Geschwindigkeit.

Adyen, die bessere Wirecard

Wie Wirecard stellt Adyen stationären, mobilen und Online-Händlern Werkzeuge zur Verfügung, um die reibungslose Annahme von elektronischen Zahlungen zu ermöglichen. Dabei konzentrieren sich die Holländer aber primär auf Großkunden. Bei der Expansion setzen sie nicht auf ein Feuerwerk aus Übernahmen und neuen Produkten, sondern eher auf organisches Wachstum durch höchste Effizienz und niedrige Preise.

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Das scheint zu funktionieren: Im ersten Quartal weitete sich das verarbeitete Volumen um 38 % aus und der Umsatz um 34 % auf 136 Mio. Euro. Dass Adyen sparsam mit seinen Ressourcen umgeht und nicht jede Woche eine neue Sau durchs Dorf treibt, zeigt sich auch daran, dass in diesem Jahr nur fünf unspektakuläre Pressemeldungen herausgegeben wurden. Das klare Ziel lautet, die beste Zahlungsplattform der Welt aufzubauen.

Finanzchef Ingo Uytdehaage sagt dazu: „Bei Adyen bauen wir alles langfristig auf. Die COVID-19-Pandemie ändert daran nichts.“ – Ich finde das überraschend sympathisch und den Kunden gefällt es offenbar. Solche Qualitäten haben ihren Preis: 42 Mrd. Euro Marktkapitalisierung (Stand 15.07.) sind eine Ansage!

Elastic, der Suchmaschinenstandard im Hintergrund

Die Volltextsuche in unstrukturierten verteilten Daten beherrscht wohl kein anderes Unternehmen so gut wie Elastic. Es setzt auf die quelloffene Software Apache Lucene und verpackt diese so, dass versierte Entwickler zielstrebig geniale Anwendungen programmieren können, bei denen die Anwender mit simplen Suchanfragen meist in Sekundenbruchteilen genau die gewünschte Information erhalten.

Das Beste daran ist die große Flexibilität. Neben der Suche von Textstellen in Dokumenten können auch ganz andere Datenstrukturen durchsucht werden, wie zum Beispiel Nutzungsdaten von einer Website oder Geschäftskennzahlen. Die Endnutzer können Kunden, Partner oder interne Mitarbeiter sein, die zudem von passenden Modulen profitieren, die die Analyse, Aufbereitung und Visualisierung der Ergebnisse übernehmen können. Daneben ist die automatisierte Netzwerküberwachung möglich, wenn es etwa um Sicherheit geht.

Vor wenigen Wochen wurde mit „Enterprise Search on Elastic Cloud“ eine besonders entwicklerfreundliche Version veröffentlicht, mit der sich aus einer Cloudumgebung heraus leistungsstarke Suchfunktionalität implementieren lässt.

Beim Kurs von 90 US-Dollar wird Elastic mit 7,7 Mrd. US-Dollar bewertet, was angesichts von 428 Mio. US-Dollar Umsatz über die letzten vier Quartale ziemlich teuer wirkt, zumal unter dem Strich noch saftige Verluste in Höhe von 167 Mio. US-Dollar angefallen sind. Allerdings wächst der Umsatz mit einer Rate von 57 %, wobei die Umsätze mit neuen Software-as-a-Service-Angeboten besonders schnell steigen (+101 %).

Die Technologieführerschaft, hohe Innovationskraft und schnelle Expansion sprechen dafür, dass Elastic eines Tages die hohe Bewertung zumindest rechtfertigen wird.

Just Eat Takeaway bringt das Essen

Eine der verrücktesten Branchen unserer Zeit stellt die Auslieferung auf der letzten Meile dar. Es läuft eine gewaltige Materialschlacht, um in einzelnen Regionen die Oberhand zu gewinnen und letztlich Monopolrenditen abschöpfen zu können. Manche Dienste liefern alles Mögliche und andere konzentrieren sich auf bestimmte Produktkategorien. Bei Just Eat Takeaway geht es, wie der Name andeutet, schlicht um zubereitetes Essen für zu Hause oder zum Mitnehmen.

Nach zahlreichen Übernahmen ist der Konzern mittlerweile in elf Ländern präsent, einschließlich der deutschsprachigen Region. Jitse Groen, der Chef und Gründer, sieht sich als Pionier der Branche, da der ursprüngliche Lieferdienst bereits im Jahr 2000 gegründet wurde. Zuletzt wurden über die beschleunigte Ausgabe von Aktien und Wandelanleihen 700 Mio. Euro erlöst, um das schnelle Wachstum zu finanzieren.

Nachdem Takeaway lange Zeit lediglich als Vermittlungs- und Bezahlplattform diente, wird seit 2016 in die eigene Logistik investiert, sprich eine massive Zweiradflotte mit vielen Tausend Fahrern. Über Takeaway wurde 2019 Essen im Wert von 3 Mrd. Euro ausgeliefert. Bei Just Eat lag der Wert bereits 2018 bei über 5 Mrd. Britische Pfund. Nun wurde im Juni bekannt, dass eine weitere Fusion ansteht, und zwar mit der amerikanischen Grubhub (WKN: A1XE9Z). Auf diese Weise werden schon in Kürze zweistellige Milliardenbeträge über die Plattformen des Konzerns laufen.

Den Anlegern sind diese Aussichten im Moment knapp 14 Mrd. Euro wert. Das optisch günstige Kurs-Umsatz-Verhältnis berücksichtigt nicht, dass nur die Provisionen beim Unternehmen bleiben. Außerdem stehen der schnellen Expansion eine regelmäßige Verwässerung der Aktienanteile und ein derzeit noch verlustreiches operatives Geschäft gegenüber. Hier sind starke Nerven gefragt. Dass das Management bisher eine beeindruckende Wachstumsstory hingelegt hat, steht jedoch außer Frage.

Alles andere als Käse

Offenbar sind die Rahmenbedingungen in Holland günstig. Gleichzeitig ist die Lust am Aufbau von schnell wachsenden Technologieunternehmen groß. Es handelt sich hier um drei Unternehmen, die sich aufgemacht haben, die Welt zu verändern, und dabei erfolgreich sind. Ich bin überzeugt davon, dass wir zukünftig noch weitere positive Überraschungen erleben werden. Besonders gut gefällt mir persönlich Elastic, weil dort eine starke Technologie auf immer neue Anwendungsfälle ausgeweitet wird.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Elastic N V.

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