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Virtuelle Meetings: Zoom, Microsoft und Slack im Kampf um die Vorherrschaft

Seit dem Ausbruch der Pandemie ist der Einsatz von neuen Kommunikationsmitteln stark gestiegen. Doch schon bereits vor COVID-19 nahm der Markt für Videokonferenzen an Fahrt auf. Laut einem kürzlich erschienenen Bericht von Global Market Insights wird erwartet, dass dieser Markt bis 2026 auf 50 Milliarden USD steigen wird.

Drei der größten Akteure der Branche, Zoom Video Communications (WKN: A2PGJ2), Slack Technologies (WKN: A2PGZL) und Microsofts (WKN: 870747) Teams haben neulich allesamt neue Features vorgestellt. Der Zeitpunkt macht deutlich, wie hart diese drei Player den neuen Markt umkämpfen.

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Zoom nach vorn

Zoom kündigte neulich die Einführung von Zoom Hardware as a Service (HaaS) an. Das Angebot wird den Zugang zu Zoom Rooms und Zoom Phone erleichtern. Damit nämlich bietet man Abo-Optionen für Telefon- und Besprechungsraum-Hardware zur Ergänzung der Zoom-Videokonferenzdienste an.

Wie das Unternehmen mitteilte, wird man so günstige Hardware und einfache Technologie-Upgrades zum monatlichen Festpreis anbieten. Zoom hob einige der Vorteile seines Dienstes hervor. Dazu gehören niedrige Vorlaufkosten und vorhersehbare monatliche Ausgaben, eine einfache Kauferfahrung mit einer konsolidierten monatlichen Rechnung und die Möglichkeit, mit dem Wachstum zu skalieren. Zoom wird zudem verwaltete Support-Optionen anbieten.

Durch den einfachen Zugriff auf die Hardware und eine integrierte Lösung beseitigt Zoom die Reibung. So will man sich vor den Wettbewerbern positionieren.

Anfang des letzten Monats meldete Zoom ein robustes Ergebnis für das erste Quartal. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 169 %, während die Anzahl der Kunden, die 100.000 USD zum Umsatz nach zwölf Monaten beisteuerten, um 90 % höher lag. Gleichzeitig stieg die Zahl der Kunden mit mehr als zehn Mitarbeitern um 354 %.

Von wegen Slacker

Zum siebten Mal in seiner 11-jährigen Geschichte hat Slack eine Akquisition getätigt. Damit sollte der Nutzen der channelbasierten Messaging-Plattform gesteigert werden. Das Unternehmen gab neulich bekannt, dass man Rimeto für eine nicht genannte Summe erworben habe. Rimeto entwickelte ein hochmodernes durchsuchbares Unternehmensverzeichnis. Es integriert Daten aus dem gesamten Unternehmen und bietet eine Fülle von Informationen über jeden Mitarbeiter.

Diese Mitarbeiterprofile passen natürlich in das verbesserte Geschäftskommunikationstool von Slack. Sie liefern zusätzliche Informationen, die ein Unternehmensverzeichnis informativer und nützlicher machen. Wie mein Kollege Evan Niu schrieb: „Rimeto glaubt, dass die Aufnahme von mehr Daten in das Verzeichnis eine bessere Zusammenarbeit erleichtern kann. Die sozialen Verbindungen, insbesondere beim Remote Work, sollen gestärkt werden.“

Einer der größten Vorteile des Rimeto-Verzeichnisses ist seine starke Suchfunktion, mit der man nach Namen, Titel, Region oder sogar nach Kunden suchen kann.

Anfang des vergangenen Monats meldete Slack Rekordergebnisse für das erste Quartal. Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 50 % gestiegen. Auch die zahlenden Kunden wuchsen um 28 % und diejenigen, die 100.000 USD zum Umsatz nach zwölf Monaten beitrugen, wuchsen um 49 %. Die Netto-Dollar-Retentionsrate betrug 132 %. Das zeigt, dass bestehende Kunden in diesem Jahr 32 % mehr ausgeben als im Vorjahr.

Facelift für Teams

Microsoft kündigte an, dass Teams neue Funktionen bekommen werde. Diese Upgrades sollen dazu beitragen, dass die Interaktion gesteigert wird und man sich weniger von digitalen Meetings genervt fühlt.

Die auffälligste neue Funktion ist der Together-Modus. Er nutzt künstliche Intelligenz (KI), um die Teilnehmer eines Meetings in einen digital gemeinsam genutzten Hintergrund zu versetzen. So soll das persönliche Treffen besser simuliert werden. Der erste Modus wird im August allgemein verfügbar sein. Neue Modi sollen folgen.

Die dynamische Ansicht gibt dem Benutzer mehr Kontrolle darüber, wie Dinge auf dem Bildschirm gemeinsam genutzt werden. Die Funktion verwendet ebenfalls KI und bietet die Möglichkeit, gemeinsam genutzte Inhalte neben den Sitzungsteilnehmern anzuzeigen. Man wird auch eine große Galerie-Ansicht bieten, damit bis zu 49 Personen gleichzeitig an derselben Besprechung teilnehmen können. Gleichzeitig stehen virtuelle Break-out-Räume zur Verfügung, sodass große Besprechungen in kleinere Gruppen aufgeteilt werden können.

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl kleinerer Ergänzungen und Verbesserungen. Etwa Videofilter zur subtilen Anpassung von Beleuchtung und Fokus, Sprecherzuordnung, erweiterte Chat-Funktionen und die Möglichkeit, per Emoji zu reagieren.

Teams ist ein kleiner, aber wachsender Teil von Microsofts Geschäft. Das Unternehmen gab im April bekannt, dass Teams auf 75 Millionen täglich aktive Benutzer angewachsen sei. Die Zahl der Organisationen, die ihre Drittanbieter- und Geschäftsanwendungen in Teams integrieren, hat sich in den letzten zwei Monaten verdreifacht. Microsoft gab an, dass nunmehr 20 Organisationen mit mehr als 100.000 Mitarbeitern Teams verwenden.

Ein kurzes Fazit

Keines dieser Unternehmen ruht sich auf seinen Lorbeeren aus. Der Kampf um die Vorherrschaft in virtuellen Meetings ist noch nicht entschieden. Jeder Anbieter hat unterschiedliche technologische Vor- und Nachteile, und keiner hat einen Trumpf in der Hand.

Eines ist sicher: Der jüngste Zuwachs der Corona-Fälle in den USA zeigt, dass Arbeit von zu Hause und virtuelle Meetings noch weiter wichtig bleiben werden. Zoom, Slack und Microsoft kämpfen um ihren Anteil an diesem großen und wachsenden Markt.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Microsoft, Slack Technologies und Zoom Video Communications. Danny Vena besitzt Aktien von Zoom Video Communications. Dieser Artikel erschien am 9.7.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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