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Wirecard-Aktie: Wie werden die US-Kapriolen Zerschlagung & Verkauf beeinflussen?

Foto: Wirecard AG

Bei der Aktie von Wirecard (WKN: 747206) schien sich zunächst eine baldige Abwicklung des Zahlungsdienstleisters abzuzeichnen. Der federführende Insolvenzverwalter hat inzwischen erklärt, dass eine Zerschlagung und ein Verkauf des Konzerns beziehungsweise dessen Einzelteile die aussichtsreichste Option sein werde. Damit waren viele Fragen zunächst beantwortet.

Die Kapriolen um den DAX-Konzern, die Insolvenz und die operativen Beanstandungen gehen allerdings weiter. Die fehlenden 1,9 Mrd. Euro scheinen ein vergleichsweise kleines Problem zu sein in Anbetracht eines insgesamt defizitären Geschäftsmodells. Sowie der Ermittlungen, die inzwischen global angestellt werden.

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Jetzt scheint auch die US-Justiz aktiv zu werden und gegen Wirecard zu ermitteln. Schauen wir im Folgenden daher, was Investoren wissen sollten. Und wie die neuen Wendungen die Zerschlagung und den Verkauf beeinflussen könnten. Und was das wiederum für Investoren bedeutet.

Wirecard in Marihuana-Verkäufe involviert?

Wie jetzt das „Wallstreet Journal“ berichtet, könnte Wirecard in einen millionenschweren Verkauf von Marihuana involviert gewesen sein. Allerdings ist es nicht der Verkauf von Cannabis selbst, der hier im Vordergrund steht, sondern ein ebenfalls millionenschwerer Betrug mit dem Kauf der berauschenden Droge, bei dem es eine hypothetische Verbindung zu Wirecard geben könnte. Zumindest gehen US-Ermittler dieser Frage jetzt auf den Grund.

Konkret gehe es dabei um die Täuschung von US-Banken mithilfe von Kredit- und Debitkarten. Die betroffenen Geldhäuser seien demnach wohl bei der Abwicklung solcher Zahlungen hintergangen worden, wobei die vermeintlichen Betrüger ein Netz aus Briefkastenfirmen, falschen Internetseiten und Offshore-Firmen gegründet hätten. Dabei sei verschleiert worden, dass es um den Verkauf von Marihuana ging, der auf Bundesebene in den USA noch verboten ist.

Ein Verdächtiger sei inzwischen jedenfalls verhaftet worden und die Ermittler prüfen eine Verbindung zu Wirecard. Das wiederum könnte ein Indikator dafür sein, dass die Causa Wirecard doch kein schnelles und glimpfliches Ende nimmt. Zumindest nicht so, wie zunächst erhofft.

Was bedeutet das für Verkauf und Investoren?

Das wiederum könnte Auswirkungen auf den Kaufpreis von Wirecard beziehungsweise deren Tochtergesellschaften haben. Das US-Geschäft, das sich bereits selbst und ziemlich zügig zum Verkauf gestellt hat, könnte jetzt ebenfalls in die Krise eingebunden werden. Das dürfte den Wert der jeweiligen Bestandteile und des Gesamtkonzerns weiter drücken. So mancher Interessent dürfte schließlich skeptisch werden und sich durch den Verkauf anderer Unternehmensanteile nicht unbedingt Ermittler ins Haus holen wollen.

Inzwischen scheint jedoch fraglich, ob das Verkaufsvolumen ausreichend sein wird, um die Schulden bei den Gläubigern zu bedienen. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, liege der Wert der Summe der Einzelteile von Wirecard bei rund 150 bis 200 Mio. Euro. Demgegenüber stünden jedoch Verpflichtungen in Höhe von 3 bis 3,5 Mrd. Euro. Das heißt wiederum: Ein großer Teil der Fremdkapitalgeber könnte nicht entschädigt werden.

Größenordnung, die eines außerdem unterstreichen: Für Investoren von Wirecard dürfte nach der Abwicklung kaum Substanz vorhanden sein. Entsprechend zeigt sich hier ein weiteres Mal, dass Anleger nicht auf Kompensation hoffen sollten.

Bemerkenswerte Erkenntnis: Es hat sich nichts verändert!

Auch wenn das Drama um Wirecard daher weitergeht, für unternehmensorientierte Investoren hat sich eigentlich nichts verändert. Wer jetzt noch Anleger von Wirecard ist, für den hat sich bereits im Vorfeld abgezeichnet, dass man vermutlich leer ausgehen wird. Die jetzt kolportierten Zahlen dürften bloß ein Indikator dafür sein, dass diese Einschätzung korrekt ist.

Schlagzeilen wird es weitere geben. Da die Aktie allerdings einen gigantischen Anteil ihres Wertes verloren hat, trifft das die meisten inzwischen nicht mehr. Dennoch ist weiterhin Vorsicht geboten. Wie gesagt: Hinter der Wirecard-Aktie steckt kaum noch Substanz für Investoren.

Die skandalfreie Alternative zu Wirecard

Wirecard hat das Vertrauen der Anleger verspielt. Trotz vielversprechendem Geschäftsmodell hat es sich in eine große Krise geführt.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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