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Lemonade-Aktie: Wenig Gutes und viel Schlechtes sprechen für eine lange unprofitable Zukunft

Die Versicherungsbranche auf den Kopf stellen. Nichts weniger als das ist die Idee hinter dem neuesten Milliarden-Börsengang in den USA. Am 2. Juli feierte die Lemonade-Aktie (WKN: A2P7Z1) ihre Premiere. Zu Beginn dieser Woche gestand der Markt dem Online-Versicherer bereits eine Marktkapitalisierung von beinahe 4 Milliarden US-Dollar zu.

All das, obwohl im vergangenen Jahr der Umsatz keine 70 Millionen Euro betrug und unterm Strich ein Verlust von beinahe 110 Millionen Euro stand. Das sind aber längst nicht die verrücktesten Zahlen von dem Unternehmen mit den großen Plänen.

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Die Kunden sind von Lemonade begeistert

Die Versicherungsbranche gehört angeblich zu der Branche mit den höchsten Kosten für die Kundenakquise. So schreibt Lemonade wenig überraschend die größten Schecks für Vertrieb und Marketing. Im Jahr 2019 gab man hier 89 Millionen US-Dollar aus. Also bedeutend mehr als die 67 Millionen US-Dollar, die man an Umsatz erzielte.

Vergleicht man diese Ausgaben aber mit dem Kundenzuwachs in Höhe von 334.000 Kunden im Jahr 2019, muss man begeistert sein. Denn durchschnittlich bezahlte man für einen Neukunden lediglich 276 US-Dollar. Auch das klingt nach viel, ist aber sehr wenig im Vergleich zu den Versicherungsprämien von durchschnittlich 134 US-Dollar pro Kunde.

In nicht einmal zwei Jahren sind die Marketingaufwendungen also wieder verdient. Für einen Versicherungsanbieter, den man üblicherweise nicht allzu oft wechselt, sind das starke Zahlen.

Im ersten Quartal 2020 sahen diese Zahlen sogar noch besser aus. Die Vertriebs- und Marketingaufwendungen pro gewonnenen Kunden betrugen lediglich 223 US-Dollar. Die durchschnittliche Prämieneinnahmen betrugen sogar 37 US-Dollar im Quartal oder 148 US-Dollar über ein komplettes Jahr.

Lemonade muss aber noch sehr lange sehr schnell wachsen

Das war es nun aber mit den guten Nachrichten. Denn der Blick auf die Kosten exklusive der bereits behandelten Marketing-Ausgaben ist düster. Im Jahr 2019 verursachten die durchschnittlich 475.000 Lemonade-Kunden – 309.000 zum Jahresbeginn und 643.000 zum Jahresende – Aufwendungen in Höhe von 86 Millionen US-Dollar.

Das entspricht durchschnittlich 134 US-Dollar pro Kunde. Damit also exakt gleich viel, wie die Prämieneinnahmen pro Kunde. Also auch wenn Lemonade eine bemerkenswerte Marketingeffizienz aufweisen kann, sind die laufenden Kosten derzeit noch viel zu hoch. Sodass selbst ohne Marketingaufwendungen pro Kunde noch kein Geld übrigbleibt.

Leider zeigt das erste Quartal des Jahres 2020 hier auch keine Besserung. Abzüglich der Vertriebs- und Marketingausgaben betrugen die Quartalsaufwendungen 43 Millionen US-Dollar. Bei durchschnittlich 686.000 Kunden sind das 63 US-Dollar pro Kunde und Quartal. Oder 250 US-Dollar über ein komplettes Jahr. Uff!

Lemonade-Investoren sollten sich auf viele weitere Jahre mit Verlusten vorbereiten

Trotz der geringen Kosten für die Neukundenakquise würde ich die aktuellen Lemonade-Zahlen als sehr mau beschreiben. Die laufenden Kosten sind für die heutige Kundenzahl viel zu hoch. Lemonade muss also noch sehr viele Jahre sehr aggressiv wachsen, um eine entsprechende Größe zu erreichen.

Alle heutigen und möglicherweise zukünftigen Lemonade-Aktionäre sollten sich also noch einige Jahre auf tiefrote Zahlen einstellen. Und zusätzlich einige Kapitalaufnahmen – egal ob Fremdkapital oder Kapitalerhöhungen – auf diesem langen und steinigen Weg erwarten.

Solange der Markt sich eine profitable Unternehmens-Zukunft vorstellen kann, sollte das kein Problem sein. Verschwimmt diese Zukunft aber zunehmend, könnten die Probleme beginnen.

In diesem Sinne, erfolgreiches Investieren und Fool on!


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