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Sollte man die Wirecard-Aktie jetzt noch kaufen? Das kommt drauf an!

Was war das nur für eine Talfahrt, die die Wirecard-Aktie (WKN: 747206) innerhalb weniger Tage hingelegt hat. Ein Anteilsschein ist gegenwärtig etwas mehr als 3 Euro wert (Stand: 03.07.2020). Nachdem die „Financial Times“ vor etwa einem Jahr damit begonnen hat, über mögliche Bilanzmanipulationen zu berichten, haben viele Beobachter und Investoren der Aktie noch den Rücken des Zahlungsdienstleisters gedeckt.

Immerhin hat Wirecard stets neue Erfolge und vielversprechende Partnerschaften verkündet. Man hat sich sogar bemüht, die Unklarheiten und Anschuldigungen zu bereinigen. Zu einer richtigen Transparenz in der Unternehmenskommunikation ist es zwar nicht gekommen, aber man hat sich bemüht. Daran haben sich viele Investoren festgehalten und der Aktie von Wirecard auch immer wieder aufs Neue Vertrauen geschenkt.

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Mittlerweile hat Wirecard mutmaßliche Luftbuchungen in Höhe von 1,9 Mrd. Euro eingeräumt. Wenig später folgte der Insolvenzantrag. Ein Skandal, wie man ihn zuvor bei einem DAX-Konzern nicht gesehen hat. Ein Skandal, der auch viele Privatanleger viel Geld gekostet haben dürfte.

Allerdings wird die Wirecard-Aktie nach wie vor stark gehandelt und durchläuft die eine oder andere Kurskapriole. Nachfolgend möchte ich der Frage nachgehen, ob die Aktie von Wirecard jetzt noch ein Kauf sein könnte.

Wie es um Wirecard steht

Eines ist ganz klar: Wirecard hat sehr viele Personen um sehr viel Geld gebracht. Das Vertrauen dürfte bei Privatanlegern ziemlich ausgeschöpft sein und die meisten institutionellen Anleger dürften sich auch hüten, mit der Wirecard-Aktie Handel zu treiben.

Das Vertrauen in dieses Unternehmen und dessen Management ist einfach erschüttert. Desto mehr Tage vergehen, desto mehr Details kommen ans Licht und lassen frühere Investoren den Kopf schütteln.

Inzwischen kehren auch immer mehr Partner Wirecard den Rücken. So hat Softbank die Kooperation bereits beendet. Auch Aldi hat die Beziehungen zwischen den Unternehmen größtenteils gekappt.

Wirecard besitzt nunmehr kaum etwas, was für eine Investition infrage kommen könnte. Kein visionärer CEO mehr, eine falsche Bilanz, ein laufendes Insolvenzverfahren, bröckelnde Partnerschaften und ein korrumpiertes Vertrauen.

Angesichts dieser Tatsachen dürfte für jeden klar sein: Davon lasse ich meine Finger. Trotzdem gibt es noch Personen, die in die Wirecard-Aktie investieren. Habe ich etwas übersehen? Erobert Wirecard vielleicht doch noch die Welt mit ihren Visionen als Payment-Dienstleister?

Sollte man die Wirecard-Aktie jetzt kaufen?

Das kommt drauf an. Wenn man Geld im Überfluss hat und es einem vollkommen gleich ist, ob man dieses Geld verliert, möglicherweise. Wenn man zudem zu der Börsengruppierung „Zocker“ gehört und nicht in Aktien investiert, um an echten Unternehmen beteiligt zu sein, möglicherweise.

Doch wenn man ein Foolisher Investor ist, der langfristig und unternehmensorientiert handelt und investiert, dann wohl eher nicht. Zumindest ist das meine persönliche Meinung. Außerdem finde ich, dass man wesentlich attraktivere Opportunitäten auf dem Markt finden und nutzen sollte, als zu versuchen, mit einer riskanten Anlage schnell reich zu werden.

Denn der schnelle Reichtum dürfte in den seltensten Fällen mit einer solchen skandalösen Unternehmensentwicklung einhergehen, wie wir sie bei Wirecard gegenwärtig erleben.

Der Fall Wirecard hat auch mich gelehrt, noch vorsichtiger zu sein, wenn jemand mit dem Finger auf ein Unternehmen zeigt. Es hat mich auch gelehrt, Unternehmen insgesamt noch genauer zu betrachten, bevor ich möglicherweise mein Geld in eine Aktie wie die von Wirecard investiere.

Die Wirecard-Aktie ist einfach unberechenbar – die Kurse werden hauptsächlich von Zockern getrieben. Für langfristig denkende und agierende Investoren scheint es daher, am Payment-Markt deutlich bessere Alternativen zu geben.

Die skandalfreie Alternative zu Wirecard

Wirecard hat das Vertrauen der Anleger verspielt. Trotz vielversprechendem Geschäftsmodell hat es sich in eine große Krise geführt.

Die meisten übersehen, dass es ein skandalfreies Unternehmen aus den Niederlanden gibt, das mit großem Erfolg die Finanzwelt mit seinen stark nachgefragten Dienstleistungen in der Zahlungsabwicklung erobert. Unsere Analysten schätzen seine Zukunftschancen als sehr gut ein. The Motley Fool hat einen kostenlosen Sonderbericht zusammengestellt, der die wichtigsten Informationen zu diesem Unternehmen liefert.

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Caio Reimertshofer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Softbank.

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