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Ballard-Alternative Proton Motors: 2 Vorteile und 1 Nachteil der wenig bekannten Brennstoffzellen-Aktie

Die Aktie von Proton Motor Power Systems (WKN: A0LC22) hat sich im Schatten von Ballard Power (WKN: A0RENB) zuletzt prächtig entwickelt. Der lange vernachlässigte Pennystock wird offenbar mittlerweile sehr geschätzt.

Mir sind zwei Dinge aufgefallen, die bei diesem deutsch-englischen Brennstoffzellenspezialisten herausragen. Aber eine Sache lässt mich bei der Proton-Motor-Aktie zögern.

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Vorteil Nr. 1: Proton Motor adressiert Märkte mit hohen Stückzahlen

Ballard Power arbeitet seit Jahrzehnten am Traum der emissionsfreien Brennstoffzellenfahrzeuge. Auf dem Weg dahin gab es mehr Tiefen als Höhen. Deshalb musste das Unternehmen Federn lassen:

  • 1997 übernahm Daimler (WKN: 710000) einen Anteil von 25 %.
  • 2005 erwarb Daimler zusammen mit Ford (WKN: 502391) das Systemgeschäft von Ballard in Nabern (Deutschland), die NuCellSys.
  • 2008 wurden die kanadischen Automobilaktivitäten in ein Joint Venture namens AFCC abgespalten, an dem Ballard nur noch knapp 20 % hielt.
  • 2009 wurde aus der NuCellSys die 100%ige Tochtergesellschaft Mercedes-Benz Fuel Cell GmbH.
  • 2015 kaufte Audi ein Paket aus Brennstoffzellenpatenten von Ballard.
  • 2018 wurde AFCC in Kanada geschlossen.

Zwar konnte Ballard zumindest Equipment von AFCC zurückerwerben, aber klar ist, dass die Kanadier im Automobilbereich aufgrund des Ausverkaufs an Audi und Mercedes nur noch eine Nebenrolle spielen. Vor allem stationäre und Schwerlastanwendungen stehen seit 2008 im Fokus. Das heißt, dass die Stärke von Ballard bei großen Systemen mit meist relativ geringen Stückzahlen liegt.

Proton Motor hingegen ist bei kompakten Systemen ebenso stark wie bei leistungshungrigen Anwendungen. Dank des modulare Systemdesigns können Standardbaugruppen an unterschiedlichste Anforderungen angepasst werden. Die selbst entwickelten Stacks werden seit Oktober mit Roboterunterstützung in Serie gefertigt. Der Spezialist vereint so Flexibilität mit Kosteneffizienz. Zukünftig soll ohne größere Erweiterungsinvestitionen die Herstellung von jährlich bis zu 30.000 Stackeinheiten möglich sein.

Vorteil Nr. 2: Proton Motor ist gut vernetzt

Die große Vielfalt der Anwendungsgebiete der Systeme hängt auch damit zusammen, dass Proton Motor aktiv die gemeinsame Entwicklung mit Kunden und Partnern sucht. Beispielsweise nahm das Unternehmen an einem Forschungskonsortium teil, das ein Brennstoffzellensystem zur Rückverstromung von in Flüssigkeit gespeichertem Wasserstoff (LOHC) beinhaltete. Als aktives Mitglied des Wasserstoffbündnisses Bayern stehen die Chancen gut, regelmäßig an spannende Projekte zu kommen.

Hilfreich ist dabei, dass die Puchheimer nicht nur den Brennstoffzellenstack liefern, sondern auch Dienstleistungen rund um die Systemauslegung, Integration, Zulassung und Service bieten. Darauf aufbauend bildete Proton 2019 mit zwei weiteren Partnern das Joint Venture Clean Logistics. Dabei geht es darum, schwere Diesel-Lkw zu elektrifizieren, wobei die Brennstoffzelle als Range-Extender dient.

Der passende elektrische Hinterachsantrieb wurde von Ziehl-Abegg konzipiert, einem der führenden Lieferanten von elektrischen Antriebssystemen. Im Oktober erhielt die Initiative einen Förderbescheid in Höhe von 3,3 Mio. Euro und nun wird kurzfristig die Straßenzulassung angestrebt. Wenn man bedenkt, dass europaweit über 2 Mio. Lkw auf den Straßen fahren, könnte das großes Potenzial bergen.

Aber: Hat Proton Motor ausreichend Rückendeckung?

Proton Motor wird von der Unternehmerfamilie Nahab beherrscht. Sie hält nicht nur 88 % der Aktien, sondern stellt auch mit dem 75-jährigen Faiz Nahab den CEO. Sein Bruder Falih Nahab ist ein weiterer Geldgeber. Im Frühjahr 2019 wurden die Anteile an Proton innerhalb von der liquidierten Roundstone Properties auf die SFN Cleantech Investment übertragen, einer Holding, die in Ras Al Khaimah (Vereinigte Arabische Emirate) registriert ist und von England aus gesteuert wird.

Die Maßnahme steht allem Anschein nach im Zusammenhang mit der Suche nach weiteren Kapitalquellen. Im Mai meldete Proton, dass die Frist von Darlehen der Familie Nahab im Umfang von 65 Mio. Euro um ein Jahr bis Ende 2020 verlängert wurde. Außerdem wurde ein weiteres Darlehen von 34,5 auf 41,1 Mio. Euro aufgestockt, bei einem stattlichen Zinssatz von 10 %.

Damals hieß es, die Mittel würden bis Mitte 2020 reichen. Der stark erhöhte Aktienkurs und das Ausfahren der Fühler in den arabischen Raum sollten dabei helfen, neue Geldquellen zu erschließen. Absehbar ist allerdings, dass damit eine Verwässerung der Anteile einhergeht. Neben der möglichen Ausgabe neuer Aktie an neue Investoren sind auch die Darlehen der Nahab-Familie zum Teil wandelbar.

Proton hat sicherlich einige Stärken, was die technische Expertise, die Standardisierung und die Vernetzung angeht. Insgesamt bin ich jedoch noch nicht überzeugt, dass das ausreicht, um sich in diesem schwierigen und umkämpften Markt auf lange Sicht durchzusetzen. Es kann allerdings nichts schaden, Proton Motor auf seine Watchlist zu setzen.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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