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Was bleibt am Ende von der Wirecard-Aktie übrig?

Der Wirecard (WKN: 747206)-Bilanzfälschungsskandal wird in die Geschichte eingehen und noch eine lange Zeit viele Menschen beschäftigten. Die große zu beantwortende Frage wird allerdings sein: Wie können solche Fälle zukünftig verhindert werden?

Vor allem das Wirtschaftsprüfungswesen steht derzeit am Pranger, denn es hat nicht nur im Fall von Wirecard, sondern beispielsweise auch bei Steinhoff (WKN: A14XB9) entweder nur oberflächlich „geprüft“ oder einfach weggesehen. Daraus folgend stellt sich jedoch die Frage, ob es nicht ersetzt oder stärker in die Verantwortung genommen werden sollte. So wie bisher kann es in jedem Fall nicht weitergehen.

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Fünf Tochtergesellschaften insolvent

Bei Wirecard überschlagen sich derweil die Ereignisse. Nachdem bereits die AG Insolvenz anmelden musste, von der die Wirecard Bank ausgenommen ist, können nun fünf weitere Tochtergesellschaften ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen.

Dazu zählen die Wirecard Service Technologies GmbH (Zahlungs-, Risk- und Cashmanagementlösungen), Wirecard Issuing Technologies GmbH (Marketing), Wirecard Acceptance Technologies GmbH (ebenfalls für Zahlungs-, Risk- und Cashmanagementlösungen zuständig), Wirecard Sales International Holding GmbH und die Wirecard Global Sales GmbH (Vertrieb). Bei der als Holding geführten Wirecard Sales International Holding GmbH wurde noch im Jahr 2018 das Eigenkapital auf 260 Mio. Euro erhöht, um das Beteiligungsnetzwerk auszubauen.

Kundenzahlen waren wahrscheinlich ebenfalls manipuliert

Unterdessen hat die „Financial Times“, die den Betrug als Erste aufgedeckt hatte, neue Vorwürfe ans Tageslicht gebracht. So soll Wirecard die Anzahl seiner Kunden falsch angegeben haben. Die Finanzzeitung geht davon aus, dass Wirecard 2017 tatsächlich den Großteil seines Umsatzes mit nur etwa 100 und insgesamt mit 107.000 Kunden erwirtschaftet hat. Der Konzern hatte im gleichen Jahr hingegen von insgesamt 203.000 Kunden berichtet.

Bund verliert 100 Mio. Euro und Singapur ermittelt

Viele Investoren wurden durch die Falschangaben geschädigt. Dazu gehört wahrscheinlich auch der Steuerzahler, denn Wirecard hatte von der staatlichen Förderbank KfW im September 2018 eine Kreditlinie in Höhe von 100 Mio. Euro ausgehandelt und in vollem Umfang in Anspruch genommen.

Infolge des Betruges nehmen immer mehr Staatsanwaltschaften Ermittlungen auf. In Singapur hat beispielsweise die Zentralbank und Behörde zur Finanzmarktregulierung zusammen mit der Polizei Untersuchungen gegen die Citadelle Corporate Services und Senjo Group eingeleitet. Sie stehen unter Verdacht der Kontenfälschung sowie der Ausübung eines Treuhandgeschäfts ohne Lizenz.

Wirecard droht die Auflösung

Was wird nun aber aus Wirecard?  Für eine eigenständige Existenz sieht es eher schlecht aus, denn immer mehr Kunden wie beispielsweise Aldi Süd oder Grab haben sich entweder bereits einen anderen Partner gesucht oder geplante Projekte abgesagt.

Auch Wirecards strategischer Partner Softbank (WKN: 891624) fühlt sich hinters Licht geführt und hat deshalb seine Kooperation beendet. Er hatte sich auf die geprüfte Bilanz 2018 verlassen und ist deshalb von den Kontrollbehörden enttäuscht. Softbank wollte das Asiengeschäft des Zahlungsdienstleisters ausbauen und investierte noch 2019 in Form einer Wandelanleihe 900 Mio. Euro.

Derzeit sieht es also eher nach einer Zerschlagung Wirecards aus. So interessiert sich beispielsweise die Deutsche Bank (WKN: 514000) für die nicht von der Insolvenz betroffene Wirecard Bank und hat bereits finanzielle Hilfe angeboten. Zudem erwägt der indische Zahlungsdienstleister Pine Labs, ein Angebot für Wirecards Point-of-Sale-Asiengeschäft abzugeben, sobald Klarheit über dessen tatsächlichen Wert herrscht.

Die skandalfreie Alternative zu Wirecard

Wirecard hat das Vertrauen der Anleger verspielt. Trotz vielversprechendem Geschäftsmodell hat es sich in eine große Krise geführt.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Softbank.

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