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1.844 Mio. Euro Verlust und 3 Sorgen belasten weiterhin die Steinhoff-Aktie

Foto: Public Domain

Neben der Wirecard (WKN: 747206)-Aktie ist die Steinhoff (WKN: A14XB9)-Aktie ein weiterer Fall, bei dem die Manager über Jahre Scheinumsätze und ein Kartenhaus aufgebaut haben, das am Ende viele Investoren Milliarden Euro kostete. Auch hier spielten die Wirtschaftsprüfer eine sehr zweifelhafte Rolle, denn ihnen fiel der Betrug nicht auf.

1. Weiterhin hohe Schulden und Verluste

Steinhoff hat trotz des umfangreichen Betrugs bis heute überlebt. Dennoch ist die Zukunft immer noch ungewiss, denn die langfristigen Bankschulden sind per Ende September 2019 mit 10,4 Mrd. Euro immer noch sehr hoch. Dem stand gerade einmal ein Kassenbestand in Höhe von 1,8 Mrd. Euro gegenüber.

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Nun berichtete Steinhoff über sein Geschäftsjahr 2018/19, das bereits Ende September 2019 endete. Der Bericht konnte allerdings aufgrund juristischer Verfahren erst in den letzten Tagen vorlegt werden. In Summe erzielte Steinhoff einen Umsatz in Höhe von 11.992 Mio. Euro, was 4,9 % mehr waren als im Vorjahr. Grundsätzlich besteht also weiterhin Interesse an den angebotenen Einrichtungsgegenständen.

Operativ lag der Verlust bei 389 Mio. Euro. Im Vorjahr stand hier noch ein Gewinn in Höhe von 221 Mio. Euro. Steinhoff strukturierte im vergangenen Jahr vor allem seine Schulden um und gab beispielsweise 158 Mio. Euro für Rechtsberatungskosten aus. Zudem kosteten die Aufbereitung und Bereinigung der 2017er- und 2018er-Geschäftsabschlüsse weitere 67 Mio. Euro.

Unterm Strich stand bei Steinhoff im letzten Geschäftsjahr ein Verlust in Höhe von 1.844 Mio. Euro (Vorjahr: -1.192 Mio. Euro). Verschiedene Geschäfte wurden verkauft, doch auch der fortzuführende Teil verbuchte einen Verlust in Höhe von 1.395 Mio. Euro (Vorjahr: -520 Mio. Euro).

2. Viele Anlegerklagen und weitere Schritte notwendig

Aufgrund des Betrugs verklagen immer noch zahlreiche Anleger das Unternehmen auf Schadenersatz. Steinhoff hat einen dreistufigen Plan aufgestellt, um diese schwere Phase zu überstehen und seine Schulden in den Griff zu bekommen.

Phase zwei sieht das Management der Prozessrisiken vor. Ob sich die Kläger jedoch in irgendeiner Form besänftigen lassen, ist weiterhin offen.

In einem dritten Schritt sollen die Schulden weiter abgebaut und die Gruppe umstrukturiert werden, aber auch dies wird angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise und der hartnäckigen Gläubiger schwierig.

3. COVID-19-Krise führt zu Problemen

Ein weiteres Problem ergibt sich aus der aktuellen COVID-19-Krise. In Europa und Südafrika mussten viele Geschäfte vorübergehend geschlossen werden. Dieser Umstand wird Steinhoffs Bilanz und Umsatz im aktuellen Geschäftsjahr weiter zusetzen. Das Unternehmen gibt aktuell keinen Ausblick auf das Gesamtjahr, geht jedoch von deutlich weniger Umsatz aus. In der Krise wird der Schwerpunkt auf die Erhöhung des Kassenbestandes gelegt.

Ein Bereich, der sehr gut und profitabel wirtschaftet, ist die europäische Pepco Group, die ihren Umsatz um 12 % und den operativen Gewinn um 40 % auf 259 Mio. Euro steigern konnte. Für sie hatte sich Steinhoff im ersten Halbjahr 2020 einen Börsengang vorgenommen, der aufgrund der Krise verschoben werden musste.

Da sich die Börsen mittlerweile weitestgehend erholt haben, könnte er vielleicht dennoch im Laufe des Jahres abgeschlossen werden. Steinhoff erhofft sich so eine weitere Erhöhung seines Kassenbestandes und somit ein besseres Vermögenswerte-Schuldenverhältnis. Dieses wiederum würde die Finanzierungskosten reduzieren, was ein weiteres Ziel der Holding ist. Pepco sollte zu einem Wert von 4 Mrd. Euro an die Börse kommen. Aber auch ein Verkauf der Pepco Group ist weiterhin nicht ausgeschlossen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Steinhoff zwar erste Schritte im Überlebensprozess vollzogen hat, aber noch nicht über dem Berg ist.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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