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3 Topaktien für unter 20 US-Dollar

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Es fällt nicht gerade schwer, derzeit Aktien für unter 20 US-Dollar zu finden. Die COVID-19-Krise versetzte die Wall Street in Starre. Selbst nach der großen Erholung im Mai und Juni gibt es noch viele Schnäppchen.

Doch nur wer wagt, gewinnt. Allerdings sind viele Aktien völlig zu Recht zu Dumpingpreisen zu haben. Die gilt es zu vermeiden, wenn man nach Aktien Ausschau hält, die langfristig performen.

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Schauen wir uns doch mal drei starke Unternehmen an, die derzeit zu Schnäppchenpreisen zu haben sind. Vorhang auf für Sonos (WKN: A2JPF2), Sierra Wireless (WKN: 920860) und Infinera (WKN: A0MSSK).

Sierra Wireless

Die Aktien von Sierra Wireless werden heute zu 9,34 US-Dollar pro Aktie gehandelt. Die  Marktkapitalisierung von Sierra hingegen liegt unter dem Gesamtbuchwert. Die Investoren haben also weitgehend den Eindruck, dass Sierra mehr Wert bringt, wenn das Unternehmen alles veräußern würde. Die Fortführung des Unternehmens wird als weniger lukrativ angesehen.

Dieses Unternehmen durchläuft mehr Veränderungen als die meisten im Jahr 2020. Im Rahmen einer Vereinbarung mit der aktivistischen Investorengruppe Lion Point Capital hat Sierra im April zwei Direktoren entlassen. Sie wurden durch vier von Lion Point Nominierte (und ein weiteres vom derzeitigen Vorstand gewähltes Mitglied) ersetzt. Der langjährige CFO Dave McLennan trat am selben Tag in den Ruhestand. Er wurde durch den ehemaligen VP von Motorola, Samuel Cochrane, ersetzt. Auf das Stühlerücken folgte im Mai ein enttäuschender Bericht für das erste Quartal.

Doch ist das wirklich Grund zur Sorge? Aktivistische Investoren im Technologiesektor tendieren dazu, handverlesene Vorstandsmitglieder mit mehr Erfahrung in Finanzen als in Tech in den Verwaltungsrat zu holen. So soll das Zielunternehmen verkauft oder zerstückelt werden. Aber hier steckt etwas anderes dahinter.

Die von Lion Point ausgewählten Vorstandsmitglieder haben viel Erfahrung bei anderen Technologieunternehmen gesammelt, vor allem auf dem Halbleitermarkt. So ist Raj Talluri derzeit General Manager des Mobilfunkgeschäfts des Speicherchipgiganten Micron Technology (WKN: 869020) und Jim Anderson ist CEO von Lattice Semiconductor (WKN: 878255). Das sind schlaue Köpfe. Ihr Einfluss in der Vorstandsetage wird wahrscheinlich nicht zu einer schnellen Übernahme führen, sondern zu einer langfristigen Konzentration auf marktfähige Halbleiterprodukte. Diese Leute wissen, was in der Chipbranche passiert.

Ich kann verstehen, warum viele Investoren Sierra aufgegeben haben. Gleichzeitig bin ich gespannt, wie der gestärkte Vorstand die Geschäftsaussichten des Unternehmens verbessern will. Ich sehe hier viel mehr Luft nach oben als nach unten.

Infinera

Aktien von Infinera sind für 6 US-Dollar zu haben. Die Aktie hat ihren Wert innerhalb von 52 Wochen fast verdoppelt. Und das, obwohl sie seit Jahresanfang 24 % verloren hat.

Der vertikal integrierte Experte für optische Netzwerke ist in einem zyklischen Markt tätig. Im Bereich der Langstreckennetzwerke, dem wichtigsten Bereich von Infinera, steht ein Generationswechsel mit schnelleren Endpunktmodulen an. Diese schnelleren Glasfasermodule werden den Netzbetreibern ermöglichen, die Datengeschwindigkeiten zu verdoppeln oder zu vervierfachen. Sie können dabei  dieselben Glasfaserleitungen wie bisher verwenden. Die Kombination von 5G-Wireless-Netzwerken und Internet-of-Things-Geräten wird viele Netzbetreiber zwingen, diese Upgrades bald durchzuführen. Infinera gehört zu den wenigen Unternehmen, die bereits heute optische Module der nächsten Generation in großen Mengen für den Massenmarkt anbieten.

Die COVID-19-Pandemie hat Infineras unmittelbaren Wachstumsaussichten einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Lieferkette wurde unterbrochen, viele der größten Kunden waren gezwungen, ihre Netzwerk-Upgrade-Programme zu pausieren. So kam es zum Abrutschen der Infinera-Aktie.

Auch hier handelt es sich um eine zyklische Aktie. Infinera hat schon früher Abschwünge und Markttiefs erlebt. Der 5G-Aufschwung wird nur verzögert, aber er wird kommen. Infinera ist einerseits ein Kandidat für den Aufschwung. Andererseits ist das Unternehmen zu den derzeitigen Bewertungen ein verlockendes Übernahmeziel. Mein Kollege Leo Sun sagte im vergangenen Monat: „Investoren, die jetzt Infinera verkaufen, könnten diese Entscheidung schon bald bereuen.“

Sonos

Man könnte meinen, dass die Pandemie Sonos eher nützlich war. Aber der Hersteller von Smartspeakern hat im Bericht für das zweite Quartal tatsächlich enttäuschende Zahlen vorgelegt. Aufgrund dieses schwachen Berichts ist die Aktie im Jahr 2020 um 24 % gefallen. Die Aktien werden nun zu 12 US-Dollar gehandelt.

Sonos macht sich da aber keine Sorgen. Die schwachen Verkäufe sind auf ein unzeitgemäßes Vertriebsnetz zurückzuführen. Das setzt immer noch auf Erlebnishörstationen in Läden. Der Lockdown hat das natürlich empfindlich gestört – und Umsatzwachstum und Rentabilität im zweiten Quartal zunichte gemacht.

Glücklicherweise betrachtete das Management von Sonos diesen dramatischen Umsatzrückgang als Chance zum Lernen. CEO Patrick Spence sagte, dass Sonos die Onlinevertriebskanäle jetzt in einem ganz neuen Licht betrachtet.

„Wir haben gelernt, dass die Leute bereit sind, Audioprodukte in großem Maßstab online zu kaufen. Das Zuhören ist also nicht zentral“, sagte er. „Wir haben zunehmend kommuniziert, wie Sonos im Homeoffice nützlich sein kann. […] Jedenfalls kann man uns nicht vorwerfen, nicht darauf reagiert zu haben.“

Das war eine teure Lektion. Aber Sonos hat seine Marketingstrategie überarbeitet und gleichzeitig die Vertriebspipeline unter die Lupe genommen. Die Pandemie wird als Wendepunkt in die Sonos-Geschichte eingehen. Und zwar zum Guten. Umsatzwachstum und solide Gewinne dürften folgen. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis die Sonos-Aktie ihren Anstieg startet.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Sierra Wireless und Sonos Inc. und empfiehlt Aktien von Infinera. Anders Bylund besitzt Aktien von Micron Technologies. Dieser Artikel erschien am 21.6.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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