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Wirecard-Insolvenz: Visa und Mastercard ziehen womöglich Konsequenzen!

Der Fall von DAX-Konzern Wirecard (WKN: 747206) scheint ungebremst weiterzugehen. Insbesondere die Insolvenz im Laufe dieser Woche hat dabei einen Höhepunkt dargestellt und zugleich verdeutlicht: Es wird vermutlich nichts mehr so wie früher werden. In Anbetracht des Bilanzskandals ist auch das allerdings absehbar gewesen.

Das Schicksal des ursprünglich aufstrebenden Zahlungsdienstleisters scheint in weiten Teilen besiegelt. Der Ruf ist angeschlagen. Es ist ein weiteres wenig ehrenhaftes Kapitel für die deutsche Börsenkultur. Und dürfte auch der Reputation „Made in Germany“ etwas abträglich sein. Selbst wenn es bloß um das Thema Börse geht.

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Aber bleiben wir lieber bei Wirecard: Wie sich jetzt zum Ende der Woche andeutet, scheinen weitere Befürchtungen wahr zu werden. Demnach gebe es erste Anzeichen dafür, dass sich die Insolvenz und der Bilanzskandal jetzt operativ bemerkbar machen. Die Kreditunternehmen Visa und Mastercard scheinen dabei gewillt, sich von dem DAX-Zahlungsdienstleister loszusagen. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Investoren jetzt wissen müssen.

Visa und Mastercard gehen auf Distanz

Genauer gesagt ist es der Nachrichtendienst Bloomberg, der jetzt darüber berichtet, dass Visa und Mastercard ihre Geschäftsbeziehungen mit Wirecard überdenken würden. Demnach würden die beiden Konzerne erwägen, Wirecard die Möglichkeit zu entziehen, Zahlungen über ihre Netzwerke zu leiten. Einige Wirecard-Kunden seien demnach bereits über eine solche Möglichkeit unterrichtet worden. Bloomberg beruft sich dabei auf eine mit der Angelegenheit betraute Person.

Für Wirecard wäre ein solcher Schritt in weiterer kräftiger Rückschlag. Es würde sich hier erstmals abzeichnen, dass das operative Geschäft mit Konsequenzen belegt wird. Zumal der DAX-Zahlungsdienstleister bei digitalen Zahlungsabwicklungen auf Kreditkarten angewiesen ist. Ein nicht unerheblicher Teil des Geschäfts basierte teilweise auch darauf, digitale Kreditkarten zur Verfügung zu stellen. Solche Kooperationen könnten entsprechend entwertet werden.

Das wiederum könnte folgenschwer für den operativen Alltag von Wirecard werden. Sofern sich Visa und Mastercard von Wirecard als Abwickler von Zahlungen trennen, so werden andere Partnerschaften womöglich auch aufgekündigt werden. Die zwei prominenten US-Ableger könnten schließlich erst der Beginn dieser Entwicklung sein.

Der Wert der Wirecard-Dienstleistungen würde hierdurch außerdem entwertet. Gerade in der Welt der digitalen Bezahldienstleistungen dürften die zwei führenden Kreditkarten Visa und Mastercard schließlich eine große Rolle spielen. Sowohl für Kunden als auch die jeweiligen Händler. Ein Dominoeffekt bei Kooperationspartnern und Händlern, die auf die Leistungen von Wirecard und das Abwickeln von Kreditkartentransaktionen angewiesen sind, scheint daher ebenfalls nicht ausgeschlossen zu sein. Hier könnte sich daher eine wirklich fatale Entwicklung abzeichnen.

Zweifelhafte Zukunft bleibt bestehen

Unterm Strich bleibt es daher letztlich dabei: Wirecards Zukunft trübt sich konsequent weiter ein. Die Insolvenz ist ein Höhepunkt gewesen. Allerdings wird es dabei voraussichtlich nicht bleiben. Mit der noch nicht final bestätigten Distanzierung von Visa und Mastercard deuten sich weitere, womöglich unlösbare und folgenschwere Baustellen an.

Sollten sich die Berichte von Bloomberg daher bewahrheiten, so könnte auch das operative Geschäft anfangen, in sich zusammenzubrechen. Investoren, die weiterhin an Wirecard glauben möchten, sollten daher sehr, sehr vorsichtig sein.

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Wirecard hat das Vertrauen der Anleger verspielt. Trotz vielversprechendem Geschäftsmodell hat es sich in eine große Krise geführt.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Mastercard und Visa.

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