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Wirecard-Aktie über 100 Euro: Diese 3 Dinge zählen jetzt!

Foto: Wirecard AG

Die Wirecard (WKN: 747206)-Aktie hat es geschafft! Sie hat am Dienstag dieser Woche ein Aktienkursniveau von 100 Euro zurückerobert und somit die Marke der Dreistelligkeit geknackt. Ein Meilenstein, den wir das letzte Mal Ende April dieses Jahres gesehen haben. Damit hat die Aktie alleine seit Beginn dieser Woche um über 10 % zugelegt.

Kursgewinne sind zwar wichtig und ein Zeugnis des operativen Erfolges. Allerdings ist das bloß die eine Seite dieser Medaille. Werfen wir in diesem Sinne heute einen Foolishen Blick auf drei Dinge, die in der Folgezeit wichtig werden. Denn sie könnten darüber entscheiden, ob der DAX-Zahlungsdienstleister sein dreistelliges Kursniveau behalten wird.

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1. Das Wachstum muss mindestens konstant bleiben

Eine erste wichtige und grundlegende Hürde, die Wirecard nehmen muss, ist das Wachstum. Operativ scheint der DAX-Zahlungsdienstleister zuletzt wieder auf Kurs zu sein. Mit Wildberries, Stocard und Payhawk konnten innerhalb weniger Tage wichtige und teilweise starke Kooperationen präsentieren können. Das ist jedoch nicht alles.

Das erste Quartal ist grundsätzlich wachstumsstark geblieben: Mit einem Zuwachs von 24 % bei den Umsätzen und einem Ergebniswachstum von 26 % sind die Wachstumsraten zwar noch immer deutlich zweistellig. Allerdings schwächer als in vorherigen Quartalen.

Für das Erreichen der Ziele könnte das Ergebniswachstum außerdem nicht reichen: Basierend auf einem operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in Höhe von 785 Mio. Euro im Vorjahr und einem Ganzjahreswachstum von 26 % bei den Ergebnissen würde der DAX-Konzern so beispielsweise lediglich bei 989,1 Mio. Euro rauskommen. Entsprechend wird der Zahlungsdienstleister leicht zulegen müssen, um das Ziel eines operativen Ergebnisses von mindestens einer Milliarde Euro zu erreichen.

Warum das wichtig ist? Nun, nach einer Phase von Terminverschiebungen, BaFin-Ermittlungen und Strafanzeigen gegen das Management sollten die operativen Ziele besser erreicht werden. Ansonsten könnte weitere Volatilität lauern.

2. Klarheit um das Management!

Eine zweite Sache, die in den nächsten Wochen und Monaten geklärt werden sollte, ist die Frage nach dem Management. Beziehungsweise sehr explizit, wie es mit dem derzeitigen CEO Markus Braun weitergeht.

Braun wird in letzter Zeit mehr oder weniger direkt mit dem kritischen KPMG-Bericht und womöglich irreführender Äußerungen im Vorfeld dieses kritisierten Berichts in Verbindung gebracht. Das hat zuletzt sogar zu einer Strafanzeige gegen ihn und weitere Mitglieder des Vorstands geführt. Seine Position scheint jedenfalls nicht mehr unbedingt fix zu sein.

Es gilt daher, in den nächsten Wochen und Monaten präzise und transparent zu kommunizieren, wie es auf Führungsebene weitergehen wird. Auf der Hauptversammlung, die im August geplant ist, könnte sich ein weiterer Stimmungs-Check ergeben. Hier könnte sich jedenfalls weitere Volatilität abzeichnen. Wobei noch fraglich ist, was schwerer wiegen wird: ein möglicher Kompetenzverlust von Braun, der unzweifelhaft vorhanden wäre, oder der frische Wind mit unbestimmter Ausrichtung.

3. Keine Fettnäpfchen mehr!

Zu guter Letzt sollte es außerdem keinerlei anderweitige Fettnäpfchen mehr geben, in die der DAX-Konzern hineintappt. Egal ob es um Termine geht oder um Insideraktivitäten, oder um sonstige Sperenzchen, die man sich grundsätzlich nicht leisten kann. Wie gesagt: In letzter Zeit gab es vieles, was man sich aus Investorensicht besser erspart hätte.

Es gilt, langfristig das Vertrauen wiederherzustellen, und das geht bloß über operative Konstanz und Zuverlässigkeit des Managements. Wirecard sollte daher in vielerlei Hinsicht einfach zuverlässiger und konstanter werden. Eben so wie ein DAX-Konzern, der er im Grunde genommen ja auch ist.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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