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Chancen am Heimatmarkt: Mit 10.000 Euro würde ich jetzt auf diese zwei DAX-Werte setzen!

Foto: Getty Images

Was war das bis jetzt für ein verrücktes Jahr für Investoren. Am 19.02.2020 erreichte unser DAX mit 13.789 Zählern einen neuen absoluten Höchststand. Danach ging der Markt fast nahtlos in eine Art Coronapanik über, in der unser Leitindex bis Mitte März fast 40 % an Wert verlor. Doch dann drehte der Wind und der DAX notiert aktuell schon wieder bei 11.949 Punkten.

Wie es an der Börse nun weitergeht, kann natürlich niemand genau sagen. Doch es sollte sich auszahlen, bei der Aktienauswahl auf Qualität zu achten. Denn gerade im Zuge der Coronapandemie wird deutlich, dass es einige deutsche Unternehmen in der nächsten Zeit schwer haben werden. Konzentrieren wir uns deshalb lieber auf Konzerne, die die aktuelle Krise wohl recht unbeschadet überstehen sollten. Zwei solche Firmen betrachten wir im heutigen Artikel einmal etwas genauer.

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Deutsche Post

Die Deutsche Post (WKN: 555200) bezeichnet sich selbst als den weltweit führenden Anbieter für Logistik. Die beiden Marken DHL und Deutsche Post bilden zusammen ein internationales Serviceportfolio. Dies besteht unter anderem aus dem Brief- und Paketversand, Frachttransport und E-Commerce-Lösungen. Mit seinen 550.000 Mitarbeitern ist der Konzern in über 220 Ländern und Territorien der Welt tätig.

Im Moment läuft es rund bei der Deutschen Post. Denn es scheint fast so, als ob die Menschen aufgrund der Coronakrise ihr Einkaufsverhalten nachhaltig geändert hätten. Anders ist es wohl nicht zu erklären, dass die Menge der Pakete, die vom Unternehmen befördert werden, sich trotz offener Geschäfte deutlich über dem Niveau von vor Corona bewegt. Im Vergleich zum Vorjahr liegt der Zuwachs hier im zweistelligen Prozentbereich.

Auch will die Deutsche Post ihren erfolgreichen Wachstumskurs fortsetzen. Die Weichen hierfür hat der Konzern mit seiner „Strategie 2025 – Delivering excellence in a digital world“ gestellt. Mit ihr will man das anhaltend große Potenzial für langfristiges und profitables Wachstum in den Logistik-Kerngeschäften erschließen. Auch soll die bereits angestoßene digitale Transformation in allen Unternehmensbereichen beschleunigt werden.

Die Deutsche-Post-Aktie wird derzeit mit einem KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von 17 bewertet und bietet aktuell eine Dividendenrendite von 4,41 %. Da die Hauptversammlung noch nicht abgehalten wurde, kann man sich die Dividende für das Jahr 2019 also noch sichern. Die Papiere der Deutschen Post notieren derzeit mit 30,21 Euro (12.06.2020) noch knapp 12 % unter ihrem Kurs von Anfang Januar.

Meines Erachtens, sollte die Deutsche Post durchaus in der Lage sein, ihren Wachstumskurs fortzusetzen. Und da hier zusätzlich auch noch eine solide Dividende winkt, würde ich die eine Hälfte der 10.000 Euro in die Aktie der Deutschen Post investieren.

Vonovia

Die deutsche Firma Vonovia (WKN: A1ML7J) ist Europas führendes Wohnungsunternehmen. Der Konzern besitzt rund 415.000 Wohnungen in allen attraktiven Städten und Regionen Deutschlands, Österreichs und Schwedens. Diese weisen derzeit einen Portfoliowert von circa 53,2 Mrd. Euro auf. Das Unternehmen investiert nachhaltig nicht nur in Instandhaltung und Modernisierung, sondern auch in den seniorenfreundlichen Umbau seiner Gebäude.

Die Coronapandemie hat im Gegensatz zu vielen Unternehmen aus anderen Branchen bei Vonovia kaum Spuren hinterlassen. Dank steigender Mieten in den Großstädten laufen die Geschäfte des DAX-Konzerns seit Jahren gut. In der aktuellen Krise hielten sich auch die Anfragen in Bezug auf Mietstundungen in Grenzen. Und Vorstandschef Rolf Buch sagte Anfang Mai: „Wirtschaftlich hat Corona keine Auswirkungen auf unser Geschäft, das hängt auch mit unserer finanziellen Lage zusammen.“ Das Unternehmen konnte sich nämlich zu guten Konditionen frisches Geld am Kapitalmarkt beschaffen.

Die gute Situation von Vonovia spiegelt sich auch im Aktienkursverlauf des Konzerns wider. Die Vonovia-Aktie musste zwar im März Federn lassen, doch sie kämpfte sich danach schnell wieder nach oben. Am 04.06.2020 markierte sie mit 55,02 Euro sogar ein neues Allzeithoch. Im Moment notieren die Papiere von Vonovia auf einem Kursniveau von 53,14 Euro (12.06.2020) und damit 9,75 % höher als noch zu Jahresbeginn. Investoren können sich zudem kurz nach der Hauptversammlung, die am 30.06.2020 stattfindet, über eine Dividende von 1,57 Euro je Aktie freuen.

Aufgrund seines Geschäftsmodells sollte Vonovia also so gut wie unbeschadet durch die Coronakrise kommen. Allerdings könnte sich die wirtschaftliche Situation vieler Menschen in unserem Land durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus negativ verändern. Aber da hier ja dann die sozialen Sicherungssysteme greifen, dürfte ein dramatischer Mietausfall für Vonovia sehr unwahrscheinlich sein. Vonovia ist für mich ein Unternehmen mit Zukunft und viel Kursfantasie. Aufgrund dieser Umstände würde ich mit der anderen Hälfte der 10.000 Euro auf die Vonovia-Aktie setzen.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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