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Fielmann oder Deutsche Euroshop? Auf diesen Dividendenaussetzer würde ich jetzt eher 1.000 Euro setzen!

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Foto: Getty Images

Die aktuelle Dividendensaison im DAX ist eigentlich bereits zu Ende gewesen, noch bevor sie richtig in Schwung gekommen ist. Das Coronavirus hat schließlich nicht bloß zu Kürzungen der Dividenden und Aussetzungen geführt. Nein, sondern auch so manches Mal zu Verschiebungen. Aus der diesjährigen Hochphase im April und Mai ist daher ein vergleichsweise kurzes Intermezzo geworden.

Das hatte so manches Mal einen vergleichsweise teuren Preis: Selbst zuverlässige Aktien wie die von Fielmann (WKN: 577220) oder der Deutschen Euroshop (WKN: 748020) haben im Kontext des Coronavirus ihre Ausschüttungen nicht nur gekürzt. Nein, sondern gänzlich ausgesetzt, was zu einem Bruch mit den bisherigen, starken Dividendenhistorien geführt hat.

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Für Foolishe Investoren könnte hier natürlich eine Chance entstehen. Werfen wir heute daher einen Blick auf die aktuelle Ausgangslage dieser beiden Aktien. Sowie darauf, auf welche Aktie ich eher 1.000 Euro setzen würde.

Fielmann: Defensives Geschäftsmodell mit kleiner Coronadelle?

Das Aussetzen der Dividende bei Fielmann ist für viele Einkommensinvestoren mit Sicherheit ein kleiner Schock gewesen. Immerhin hat die Optikerkette nicht bloß seit 14 Jahren die Dividende konsequent konstant gehalten. Nein, sondern auch Jahr für Jahr erhöht. Im MDAX galt die Aktie als brandheißer Aspirant auf eine adelige Dividendenhistorie. Auch wenn es bis dahin noch etwas länger hin gewesen wäre.

Wie auch immer: Mit der 15. Erhöhung in Folge, die eigentlich bereits geplant gewesen ist, wurde es nix. Und so wurden anstatt 1,95 Euro im Endeffekt 0,00 Euro ausgezahlt. Also nix. Zur Begründung verweist das Management auf die Wahrung der Liquidität in der schwierigen operativen Phase. Zugegeben: Kein trivialer Grund.

Die Fielmann-Aktie wird von dem Virus schließlich ebenfalls besonders hart getroffen. Ein Großteil der Filialen ist zwischenzeitlich dicht gewesen, das hat ad hoc zu einem signifikanten Umsatzeinbruch geführt, den es auszugleichen galt. Entsprechend scheint die Kürzung der Dividende sinnvoll gewesen zu sein.

Wird die Aktie von Fielmann mittel- bis langfristig wieder in die bisherige operative Spur finden können? Davon ist eigentlich auszugehen. Als europaweit führende Optikerkette besitzt das Unternehmen ein etabliertes und vergleichsweise defensives Geschäftsmodell. Sehhilfen gelten schließlich als unzyklisch und als permanent gebraucht. Da kann der Wirtschaftszyklus machen, was er möchte.

Beim aktuellen Aktienkursniveau von 64,50 Euro (08.06.2020, maßgeblich für alle Kurse) und einem 2019er-Gewinn je Aktie in Höhe von 2,05 Euro ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis mit einem Wert von 31,4 allerdings vergleichsweise hoch. Es scheint, als habe der Markt hier inzwischen die Normalität eingepreist.

Deutsche Euroshop: Was bleibt nach dem Coronavirus übrig?

Eine zweite Aktie, die die Dividende für dieses Jahr gänzlich gestrichen hat, ist die der Deutschen Euroshop. Die Immobiliengesellschaft, die ausschließlich in Shoppingcenter investiert, hat die eigene Zahlung das erste Mal seit dem Börsengang relativ zeitnah nach der Jahrtausendwende ausgesetzt. Auch das ist ein schwerer Schlag gewesen.

Die Deutsche Euroshop spürt dabei die Auswirkungen des Coronavirus ebenfalls mittelbar. Die Center sind geschlossen. Die jeweiligen Mieter zwar eigentlich vertraglich zu Zahlungen verpflichtet, dennoch gibt es Meldungen über Stundungen, insbesondere im Einzelhandel. Hier ist das Ziel der Liquiditätssicherung ebenfalls zur Priorität geworden. Dass es jetzt keine 1,55 Euro je Aktie gibt, war für viele Investoren dennoch schwer zu verdauen.

Was bleibt jedoch bei der Deutschen Euroshop übrig, wenn das Coronavirus vorbei ist? Das dürfte eine interessante Frage sein. Für das erste Quartal fällt das Fazit jedoch ohne nennenswerte Erkenntnisse aus. Denn der Schock ist ausgeblieben. Die Umsätze und Ergebnisse gaben eher moderat und im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich nach. Sollte es jedoch zu Pleiten bei den Mietern kommen, so könnte ein höherer Leerstand zu einem existenziellen Problem werden.

Das könnte die Bewertung jedoch jetzt inzwischen eingepreist haben: Beim aktuellen Kursniveau von 15,52 Euro und einer eigentlich geplanten Dividende in Höhe von 1,55 Euro würde sich die Dividendenrendite auf fast 10 % belaufen. Zudem kam die Deutsche Euroshop zuletzt auf Funds from Operations in Höhe von 2,42 Euro je Aktie. Dadurch beläuft sich das Kurs-FFO-Verhältnis auf lediglich 6,4, was wirklich preiswert aussieht.

Wenn ich 1.000 Euro investieren müsste …

Sofern ich jetzt also die Wahl zwischen diesen beiden Aktien hätte, würde ich aus unternehmensorientierten Gesichtspunkten eher auf Fielmann setzen. Hier scheint sich klarer abzuzeichnen, dass der operative Alltag mittel- bis langfristig gesichert erscheint. Das Geschäftsmodell als Optiker ist zeitloser und gefragter als das des Immobilienunternehmens, das in Shoppingcenter investiert. Hier gab’s im Vorfeld schließlich das Problem des E-Commerce.

Wenn ich allerdings die Bewertung in den Blick rücke, so scheint mir die Aktie der Deutschen Euroshop attraktiver. Die operative Katastrophe blieb im ersten Quartal aus. Das könnte grundsätzlich für wenig Schaden sprechen. Sowie zu einer Rückkehr zu soliden Mieterlösen, Funds from Operations und auch Dividenden.

Auch wenn E-Commerce ein Bedrohungsfeld bleibt, so erscheint mir ein ca. sechsfacher Wert des operativen Erfolgs für ein Unternehmen, dessen Erfolg weitgehend auf stabilen Mietverträgen beruht, wie eine günstige Chance. Mit 1.000 Euro würde ich daher mit Stand jetzt eher auf die Deutsche Euroshop setzen. Auch wenn die Fielmann-Aktie vielleicht die konservativere, sichere Wahl wäre.

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Vincent besitzt Aktien der Deutsche Euroshop und von Fielmann. The Motley Fool empfiehlt Deutsche Euroshop.

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