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Arbeitslosenzahl in Deutschland: 2,8 Millionen – das könnte dem DAX noch das Genick brechen

Seit Anfang der Handelswoche sind die Anleger dem DAX weitestgehend wohlgesonnen. Der deutsche Leitindex kletterte bereits deutlich über die 12.000-Punkte-Marke (Stand: 03.06.2020) und nähert sich dadurch immer mehr dem Vorkrisenniveau. Man liest bereits vermehrt, dass die Coronakrise überstanden sei und die Unternehmen sich kurz- bis mittelfristig nahezu vollständig von den harten Coronamonaten erholen werden.

Immerhin darf man jetzt wieder nach draußen und auch viele Geschäfte, Restaurants und Hotels haben – unter Einhaltung von Hygienevorschriften – ihre Pforten für Gäste wieder geöffnet. Die Sonne lässt sich auch blicken und alles in allem scheint es doch so, als ob die Welt wieder vollkommen in Ordnung wäre.

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Was den gesundheitlichen Aspekt der Coronakrise angehen mag, so stimmt das möglicherweise auch. Immerhin sinkt die Anzahl der Infizierten und lässt auf eine nachhaltige Eindämmung des Coronavirus schließen. Doch wie steht es wirklich um die Wirtschaft? Der jüngste Bericht der Bundesagentur für Arbeit lässt in meinen Augen nicht auf eine wirtschaftliche Erholung schließen – zumindest nicht auf eine solche, wie sie von vielen Marktbeobachtern wohl erwartet wird.

Die Arbeitslosenzahl in Deutschland steigt auf 2,8 Millionen

In den USA steigt die Arbeitslosenzahl aufgrund der Coronakrise deutlich. Durch die „Hire and fire“-Mentalität und den weniger straffen Arbeitnehmerschutzgesetze verwundert das nicht. Sinken die Umsätze und Gewinne der Unternehmen, so werden Arbeitnehmer auf die Straße gesetzt. Keine neue Problematik aus Übersee, die hier nun kurz Erwähnung finden soll. Zu Vergleichszwecken möchte ich jedoch anführen, dass knapp 40 Millionen Amerikaner momentan vorübergehend keine Arbeit haben. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 14,7 % (Stand: 21.05.2020).

Nun berichtet die deutsche Bundesagentur für Arbeit, dass die Arbeitslosenzahl hierzulande auf etwas mehr als 2,8 Millionen gestiegen ist. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 6,1 %. Angesichts dessen, dass die deutsche Bevölkerung weitaus kleiner ist als die amerikanische und die Gesetze in Deutschland vornehmlich aufseiten des Arbeitnehmers sind, eine erschreckende Bilanz, die sich hier offenbart.

Könnten noch mehr Arbeitslose folgen?

Diese Frage kann man nicht mit garantierter Sicherheit beantworten, allerdings würde ich, wenn ich raten müssten, darauf setzen, dass die derzeitigen Arbeitslosen noch nicht das Ende der Fahnenstange abbilden. Weshalb das so ist, möchte ich ebenfalls gerne meiner Meinung nach begründen.

Seit dem Ausbruch der Coronakrise und dem Lockdown sind sehr große Umsatzeinbrüche bei Unternehmen zu verzeichnen. Sinken die Umsätze – je nach Branche teilweise fast auf null – so heftig, können Unternehmen, die eventuell bereits vor der Krise Probleme hatten, nicht anders, als Arbeitnehmer zu entlassen.

Viele Unternehmen nutzen Kurzarbeit, um Kosten zu sparen, aber ihre Mitarbeiter nicht auf die Straße setzen zu müssen. Laut Bundesagentur für Arbeit wird von sechs Millionen Menschen in Kurzarbeit für den April 2020 ausgegangen. Abgesehen davon, dass bereits davon ausgegangen wird, dass die Rücklagen nicht zur Finanzierung reichen werden, ist es nicht unwahrscheinlich, dass bei vielen Arbeitnehmern aus der Kurzarbeit noch Arbeitslosigkeit wird. Warum?

Die verlorenen Umsätze können, je nach Branche, nicht mehr reingeholt werden (zum Beispiel können Hotels nicht zwei Zimmer gleichzeitig einer Person anbieten). Diese Umsätze werden, auf das ganze Jahr gesehen, fehlen. Das wiederum könnte zwangsläufig automatisch zu einer Verkleinerung mancher Betriebe führen, was wiederum für mehr Arbeitslose sorgt.

Hinzu kommt, dass jeder, der sich nun in der Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit befindet oder Angst davor hat, den Gürtel enger schnallen dürfte. Menschen werden sich zwei- oder dreimal überlegen, ob sie Essen gehen oder sich ein neues Auto kaufen. Generell müssen alle Branchen, die Güter und Dienstleistungen bereitstellen, die nicht lebensnotwendig sind, damit rechnen, dass weitere Umsätze kurz- bis mittelfristig fehlen werden.

Der DAX steigt – aber zu Recht?

Dem Markt scheinen diese Entwicklungen egal zu sein. Zwar sorgt die EZB nach wie vor für billiges Geld und auch die Bundesregierung hat Milliardenpakete für die Wirtschaft geschnürt, doch ist es fraglich, ob diese Adrenalinspritzen für die Wirtschaft auch nachhaltige Positiveffekte haben werden. Momentan scheint es zu reichen, um den DAX nach oben zu peitschen.

Doch man sollte als smarter Investor bedenken, dass im DAX einige Unternehmen vertreten sind, die Güter und Dienstleistungen bereitstellen, die möglicherweise zukünftig deutlich weniger gefragt sind. Ich denke dabei an adidas (Indexgewichtung: 4,86 %), Daimler (Indexgewichtung: 2,69 %), die Deutsche Lufthansa (Indexgewichtung: 0,62 %) und sogar Beiersdorf (Indexgewichtung: 1,25 %). Zwar gibt es auch einige Unternehmen im DAX, die konjunkturell weniger betroffen sind. Aber darauf würde ich mich im Ernstfall nicht verlassen.

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