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Fresenius vs. Coca-Cola: Smarte Foolishe Investoren setzen jetzt mit 1.000 € auf diesen Dividendenaristokraten!

Sind die Aktien von Coca-Cola (WKN: 850663) und Fresenius (WKN: 578560) in irgendeiner Art und Weise vergleichbar? Darüber kann man mit Sicherheit ganze Aufsätze schreiben. Wobei die Geschäftsmodelle als Gesundheitskonzern und Getränkekonzern doch etwas unterschiedliche Ausprägungen besitzen.

Fest steht jedoch auch: Beide Aktien verfügen über tendenziell defensive Geschäftsmodelle. Beide Aktien sind außerdem im Kreis der Dividendenaristokraten angekommen. Für einige Foolishe Dividendenjäger könnte das bereits ausreichend sein, um hier einen Vergleich zu ziehen.

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Machen wir daher heute einen Quick-Check bei diesen beiden Aktien und überlegen einmal, welche jetzt womöglich die interessantere Wahl mit 1.000 Euro sein könnte. Denn, kleiner Spoiler: Insbesondere die Bewertung scheint doch grundverschieden. Allerdings auch einige andere Aspekte.

Fresenius-Dividende im Blick

Grundsätzlich ist die Aktie von Fresenius ein Dividendenaristokrat, ja, sogar der einzige im DAX. Seit nunmehr 27 Jahren erhöht der Gesundheitskonzern inzwischen die jährliche Dividende. Bei einer geplanten Dividende in Höhe von 0,84 Euro und einem derzeitigen Aktienkursniveau von 43,39 Euro (29.05.2020, maßgeblich für alle Kurse) würde rein rechnerisch eine Dividendenrendite von 1,93 % winken. Zugegeben: Das wirkt augenscheinlich etwas wenig.

Allerdings ist das der einzige Blickwinkel, der die Annahme einer womöglich teuren Bewertung rechtfertigen könnte, und das auch bloß, weil der Gesundheitskonzern wenig von seinem Gewinn für die Dividende verwendet. Im gesamten Jahr 2019 kam Fresenius so beispielsweise auf einen Gewinn je Aktie in Höhe von 3,38 Euro, das Ausschüttungsverhältnis beläuft sich auf ca. 25 %. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis hingegen auf 12,8. Wirklich teuer wirkt das nicht für einen Dividendenaristokraten, zumal das Kurs-Umsatz-Verhältnis ebenfalls bedeutend unter 1 liegt.

Besitzt Fresenius eine starke Marke? Nun, zumindest in unserem heutigen Vergleich mit Coca-Cola können wir darüber streiten, allerdings ist diese mit Sicherheit nicht so stark wie die des US-Getränkekonzerns. Dafür ist jedoch das Geschäftsmodell mit Schwerpunkten bei Krankenhäusern, Nahrungsmitteln für Erkrankte, Dialyselösungen und Beratungsleistungen defensiv. So defensiv, dass der Fresenius-Konzern im ersten Quartal ein moderat wachsendes Geschäftsmodell mit teilweise eher stagnierenden Ergebnissen präsentieren konnte. Soll heißen: Die günstige Bewertung wird hier jedenfalls erhalten bleiben. Und die Dividende in Anbetracht des niedrigen Ausschüttungsverhältnisses wohl ebenfalls.

Coca-Cola: König mit Knick in der Optik

Die Aktie von Coca-Cola kann dividendentechnisch rein oberflächlich betrachtet hingegen mehr bieten. Die quartalsweisen Ausschüttungen in Höhe von 0,41 US-Dollar entsprechen bei einem Aktienkursniveau von 46,68 US-Dollar so beispielsweise einer Dividendenrendite in Höhe von 3,49 %. Zudem kommt der US-Getränkekonzern inzwischen auf über 58 Jahre stets stabile Dividenden. Ein gewisses Quäntchen „Mehr“ ist daher einfach nicht zu leugnen.

Allerdings zeichnet sich das auch bei der Bewertung ab: Coca-Cola ist im letzten Geschäftsjahr 2019 auf einen Gewinn je Aktie in Höhe von 2,09 US-Dollar gekommen, wodurch sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf ambitionierte 22,4 beläuft. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt zudem mit einem Jahresumsatz von 8,64 Euro je Aktie deutlich über 5. Ein starkes Bewertungsmaß für die Aktie von Coca-Cola. Wobei die Marke legendär ist und natürlich eine gewisse Premium-Bewertung verdient haben könnte.

Investoren sollten dabei allerdings nicht außer Acht lassen, dass der US-Getränkekonzern jetzt kurzfristig nicht seine defensive Klasse ausspielen kann. Durch das Coronavirus sind Restaurants und Fast-Food-Ketten geschlossen gewesen, die in etwa für die Hälfte des Absatzes sorgen. Der, wiederum, hat sich zwischenzeitlich mal halbiert.

Das Geschäft von Coca-Cola könnte daher in 2020 kurzzeitig rückläufig sein, dürfte jedoch mittel- bis langfristig hervorragende Chancen besitzen, an die alte Stärke anzuknüpfen. Dennoch sieht die aktuelle Bewertung offensichtlich keinen kurzfristigen Einbruch vor, sondern hat diesen womöglich wieder ausgepreist.

Wenn ich jetzt mit 1.000 Euro wählen müsste …

Sofern ich jetzt eine Investition mit 1.000 Euro tätigen müsste, so fiele meine Wahl eher auf die Aktie von Fresenius. Die günstige Bewertung scheint mir hier einfach der Trumpf zu sein, der mit einem stabilen und sogar moderat wachsenden Geschäft ideal ausgespielt werden kann. Da kann ich sogar eine niedrigere Dividendenrendite in Kauf nehmen.

Die Aktie von Coca-Cola ist und bleibt aufgrund des hohen Maßes an Zuverlässigkeit natürlich auch interessant für Investoren. Sie könnte in unserem heutigen Vergleich jedoch das Nachsehen haben, zumindest für mich.

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Vincent besitzt Aktien von Fresenius. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.

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