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Oh Schreck! Lässt der Aufsichtsrat der Lufthansa jetzt den Deal noch platzen?!

Quelle: Thomas Brantl

Eigentlich, so schien es zumindest, wäre die Lufthansa (WKN: 823212) gerettet. Nach Wochen des Ringens und Aushandelns konnte man sich erst vor wenigen Tagen mit dem Staat über ein Rettungspaket für die schwer angeschlagene Kranich-Airline einigen. Neben einer Beteiligung in Höhe von zunächst 20 % an der Fluggesellschaft sind weitere Milliarden an Liquidität vorgesehen, die aufgrund vergleichsweise günstiger Konditionen auch eine Überschuldung verhindern dürften.

Doch plötzlich könnte alles doch ganz anders kommen. Zur Mitte dieser Woche machten plötzlich Meldungen die Runde, wonach der Aufsichtsrat dem Deal nicht zugestimmt hat. Lass uns im Folgenden daher einmal schauen, was Investoren diesbezüglich wissen müssen. Und ob jetzt womöglich doch die Insolvenz in Eigenregie droht.

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Eine bemerkenswerte Schlagzeile!

Wie jetzt bekannt geworden ist, hat der Aufsichtsrat der Lufthansa die anvisierten Staatshilfen zunächst nicht gebilligt. Teilweise ist dabei von einer Verschiebung die Rede, was auch aus der Begründung hervorzugehen scheint:

Demnach müsse der Aufsichtsrat die aus dem Hilfspaket resultierenden wirtschaftlichen Auswirkungen auf das Unternehmen intensiv prüfen. Genauso wie die vorgesehenen Rückführungsmaßnahmen und auch mögliche Alternativszenarien, die die Kranich-Airline ebenfalls besitzen könnte. Vor diesem Hintergrund habe der Aufsichtsrat dem Stabilisierungspaket mit den Auflagen der EU nicht zustimmen können, wie es sinngemäß in der Unternehmensmitteilung heißt.

Allerdings sollten Investoren auch über einen weiteren Nebensatz in der Unternehmensmitteilung stolpern. Sinngemäß heißt es hier nämlich weiterhin, dass die staatliche Rettung die einzig gangbare Alternative für die Kranich-Airline sei. Was das jetzt bloß wieder heißen soll?

Platzt der Deal: Ja oder nein?

Es klingt nicht bloß wie eine Zwickmühle, sondern ist im Grunde genommen auch eine, in die sich der Aufsichtsrat jetzt hineinmanövriert hat: Man lehnt den Deal kurzfristig ab, bezeichnet einen solchen jedoch als einzige Lösung für die aktuellen Probleme. Ist das ambivalent? Nein, ich denke nicht.

In meinen Augen klingt das nämlich wirklich lediglich nach einem: Nach einer Verschiebung. Der Aufsichtsrat der Kranich-Airline möchte scheinbar zunächst die anvisierten Staatshilfen intensiv prüfen und eben die Auswirkungen auf das Geschäft und bezüglich der Rückzahlungsmodalitäten ermitteln. So, wie es eben auch die Aufgabe eines Aufsichtsrates bei einer derart wichtigen Entscheidung ist.

Dass man konsequenterweise von einer einzigen gangbaren Lösung im Rahmen einer Staatsrettung spricht, das sollte Investoren Mut machen. Nach einer Phase der intensiveren Prüfung wird sich hier vermutlich doch eine Zustimmung abzeichnen. Auch das Aufsichtsratsgremium ist sich schließlich der aktuellen Lage der Kranich-Airline bewusst. Ansonsten würde man schließlich nicht zugeben, dass die staatliche Rettung im Grunde genommen die einzige Option ist.

Eine verschobene Entscheidung? Vermutlich!

Vieles spricht daher derzeit dafür, dass der Aufsichtsrat seine finale Entscheidung und seine Zustimmung zunächst verschoben hat. Es bleibt abzuwarten, wann es hier nun zu einer solchen kommen wir. Wobei dadurch die kommenden Tage und Wochen erneut ein kleines bisschen spannender werden.

Sobald beziehungsweise wenn der Aufsichtsrat zugestimmt hat, wird die Entscheidung vermutlich an die Hauptversammlung gehen, wo es ebenfalls eine Entscheidung geben muss. Es scheint zwar im Endeffekt noch einige Hürden zu geben, aber Investoren sollten sich, genauso wie der Aufsichtsrat, jetzt eine dringende Frage stellen: Gibt es eine ernstzunehmende Alternative? Nein, vermutlich eher nicht. Und die Antwort auf diese Frage wird den Ausgang dieses Verfahrens prägen.

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