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Lufthansa-Aktie: Protest nach Staatsdeal! Kann das die Einigung noch torpedieren?

Bild: Lufthansa Group

Es war eine der Meldungen des letzten Tages, die die Lufthansa (WKN: 823212) bekannt geben konnte. Man sei sich mit dem deutschen Staat einig, was die Rettung der Airline anbelangt. Und es wurde ein Kompromiss im Wert von 9 Mrd. Euro ausgehandelt, der vermutlich einen starken Mittelwert aus direkter Einflussnahme und zu hoher Verschuldung darstellt. Auch deshalb dürfte die Aktie in den letzten Tagen wieder vermehrt durchgestartet sein.

Kritiker an einem solchen Deal wird es vermutlich immer geben. Allerdings gibt es jetzt mindestens einen, der offen protestiert und sogar einen rechtlichen Weg nicht ausschließt: Nämlich Konkurrent Ryanair. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Investoren diesbezüglich wissen sollte. Und ob das den Deal noch platzen lassen könnte.

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Ryan-Air-Chef unzufrieden (wenig überraschend …)

Genauer gesagt ist es der CEO von Ryanair, Michael O’Leary, der den Deal zwischen der Kranich-Airline und dem deutschen Staat aufs Schärfste kritisierte. Dabei geht es inhaltlich um Wettbewerbsverzerrung, insbesondere durch den Staat. Sinngemäß sagte der Ryan-Air-Chef, dass es ironisch sei, dass ausgerechnet die deutsche Bundesregierung als Sitten- und Regelwächter der EU jetzt Vorschriften über staatliche Beihilfen brechen würde. Zumindest, wenn es um das Beispiel der Lufthansa geht.

Ryanair werde gegen dieses rechtswidrige Beispiel vorgehen, wobei es eben der Vorwurf der rechtswidrigen staatlichen Beihilfen ist, der hier im Raum steht. Tatsächlich schienen die Konditionen augenscheinlich, insbesondere in der ersten Zeit, vergleichsweise milde für die Kranich-Airline zu sein. Selbst die Einlagen werden schließlich lediglich mit 4 % verzinst. Ob das allerdings ausreichend ist, zumal es ein staatliches Rettungspaket ist, um auf Regelwidrigkeit zu beharren? Mehr als fraglich.

Dennoch zeichnet sich ab, dass der Deal polarisiert. Wobei die Lufthansa in diesen Tagen natürlich nicht die einzige Airline ist, die gerettet wird. Auch andere Staaten helfen gerade der angeschlagenen Reise- und Transportbranche aus. Wobei es einen Flickenteppich unterschiedlicher Deals gibt. Das könnte die Sache natürlich verkomplizieren.

Protest zur rechten Zeit?

Die spannende Frage ist jetzt allerdings, ob dieser Protest womöglich zu einem smarten Zeitpunkt erfolgt. Natürlich relativ frühzeitig, denn der Deal zwischen der Kranich-Airline und dem deutschen Staat wurde gerade frisch präsentiert. Ist allerdings noch immer nicht in trockenen Tüchern.

Neben der Hauptversammlung der Kranich-Airline selbst und dem Aufsichtsrat der Lufthansa muss dieser Entscheidung schließlich noch die EU-Kommission zustimmen. Hier könnte die Meinung des Konkurrenten womöglich etwas Gewicht bekommen. Insbesondere vor dem Hintergrund eines hypothetischen Klageweges. Allerdings bleibt es fraglich, ob die EU in Anbetracht der Ausnahmesituation die Entscheidung kippen wird.

Die Chancen könnten nicht schlecht stehen, dass der Protest zwar nicht ungehört bleibt. Allerdings auch keine weiteren Folgen haben wird. Für die Lufthansa könnte das Thema Überleben daher vom Tisch sein. Und die Investoren dürften sich vermehrt auf den Alltag nach dem Deal konzentrieren können. Der jedoch ebenfalls von einem schwierigen Marktumfeld geprägt sein dürfte.

Der Protest als Indikator für den Gesamtmarkt

In meinen Augen ist der Protest von Ryanair daher im Grunde genommen etwas anderes: Und zwar ein Indikator dafür, dass der Gesamtmarkt weiterhin schwierig bleiben wird. Der Lufthansa-Konkurrent dürfte sich gerade in Anbetracht der neuen Unsicherheit jetzt bessere Marktverhältnisse und weniger starke Wettbewerber wünschen. Auch das könnte entsprechend auf einen schwierigen, wettbewerbsintensiven und engen Gesamtmarkt hindeuten.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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