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Wirecard-Aktie vor Personal-Roulette? Sogar CEO Braun könnte jetzt angezählt sein!

Foto: Getty Images

Die Aktie von Wirecard (WKN: 747206) ist eigentlich dabei, sich von den Auswirkungen des KPMG-Berichtes zu erholen. Wobei es in den letzten Tagen jedoch einen Rückschlag gegeben hat: Wie das Unternehmen nämlich nun verkünden musste, werden sich die Präsentation des Jahresabschlusses und damit verbunden die Hauptversammlung ein weiteres Mal verschieben.

Die Aktie korrigierte im Handel des Dienstags dieser Woche erneut moderat, hat sich jedoch ebenfalls wieder gefangen. Das zeigt allerdings: Die Nervosität bei Aussagen des Managements scheint weiterhin hoch zu sein.

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Apropos Management: Auch diesbezüglich gibt es jetzt spannende Schlagzeilen, die womöglich einen Wechsel an der Spitze des DAX-Konzerns in Aussicht gestellt haben. Zumindest scheint der Verbleib von CEO Braun an gewisse Auflagen geknüpft zu sein. Lass uns das im Folgenden einmal ein kleines bisschen näher erläutern.

Das „Manager-Magazin“ berichtete

So ist es in diesen Tagen das „Manager-Magazins“, das unter Berufung auf informierte Kreise einen solchen möglichen Wechsel an der Spitze des DAX-Konzerns ins Spiel gebracht hat. Demnach sei die Position von Braun bei dem Zahlungsdienstleister abhängig von zwei Bedingungen, die es zu erfüllen gelte. Ansonsten werde der Vertrag des derzeitigen Vorstandsvorsitzenden von Wirecard womöglich nicht verlängert.

Eine wesentliche Bedingung hierbei sei, dass Wirecard das uneingeschränkte Testat der Wirtschaftsprüfer für das Geschäftsjahr 2019 erhalten werde. Das wiederum ist die Baustelle, bei der es kurzfristig hakt. Wie gesagt, die Vorlage des Jahresabschlusses und damit einhergehend die Hauptversammlung sind erneut verschoben worden.

Zudem dürfe sich der DAX-Konzern keinerlei Ärger mit der Finanzaufsicht BaFin einhandeln. Auch hier gab es im Vorfeld Meldungen, wonach sich die Ermittlungen der Behörde intensiviert hätten. Wobei es noch immer fraglich erscheint, welche Folgen diese nach sich ziehen werden. Wobei es teilweise die Äußerungen des Managements im Vorfeld des KPMG-Berichts sind, die womöglich zu Problemen führen könnten. Eben weil sie in Anbetracht der Ergebnisse der Wirtschaftsprüfer der KPMG doch ein wenig zweideutig gewesen sind.

Wird Braun gehen müssen?

Die Frage, ob Braun gehen muss, scheint daher von diesen zwei Faktoren abhängig zu sein. Immerhin, Finanzvorstand Alexander von Knoop hat in den letzten Tagen Mut gemacht, dass er mit einem uneingeschränkten Testat für den Jahresabschluss 2019 rechne.

Zudem könnten die Ermittlungen der BaFin ebenfalls ins Leere verlaufen. Wirecard-CEO Braun hat schließlich häufig erklärt, dass es keine wesentlichen Beanstandungen vonseiten der KPMG gegeben habe. Auch wenn das bloß eine Seite der Medaille gewesen ist, so könnte er formal gesehen nix Falsches gesagt haben. Allerdings ist diese Personaldiskussion jetzt dennoch sehr interessant.

Es scheint sich entsprechend in den nächsten Monaten eine Vertrauensprobe abzuzeichnen, die im Fall der Fälle doch Konsequenzen erfordert. Wobei für Investoren, wenn es hart auf hart käme, ein Zwiespalt bestehen bleibt: Was wirkt schwerer? Der Weggang des visionären CEO und des unzweifelhaften Fachmanns für den Markt der digitalen Zahlungsdienstleistungen? Oder aber der weitere Reputationsschaden, der sich durch ein fehlendes uneingeschränktes Testat oder intensivierte Ermittlungen ergeben würde und den Vertrauensverlust anstacheln würde?

Win-win-win, wenn geliefert wird

Im Endeffekt dürften viele Investoren hoffen, dass Wirecard dieses Mal einfach liefert. Verzögerungen könnten dabei toleriert werden, wenn zumindest die Inhalte stimmen. Das wäre für Wirecard selbst, für Braun und für Investoren vermutlich eine Win-win-Situation.

Sollte es anders kommen, so bahnt sich eine weitere unschöne Wendung an. Für Wirecard und Braun steht daher viel auf dem Spiel. Besser, sie enttäuschen die Investoren nicht ein weiteres Mal.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley besitzt keine der erwähnten Aktien. 

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