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Wirecard-Aktie: Die Nervosität nimmt wieder zu – und das, obwohl „nur“ 2 Termine verschoben werden

Foto: Wirecard AG

Die Aktie von Wirecard (WKN: 747206) konnte in den letzten Tagen wieder etwas Boden gutmachen. Zwischenzeitlich stiegen die Anteilsscheine auf bis zu 87,41 Euro (25.05.2020, maßgeblich für alle Kurse). Nach den Kurskapriolen, die der KPMG-Bericht und die daraus resultierenden Unsicherheiten verursacht haben, eine erfrischende Wende.

Die allerdings bloß kurzzeitig zu sein scheint: Zum Dienstag dieser Woche nimmt die Volatilität und Abwärtsdynamik zu. Die Wirecard-Aktie korrigiert alleine im frühen Handel im mittleren einstelligen Prozentbereich. Ob da mehr kommt? Zum Zeitpunkt des Verfassens ist das leider nicht klar.

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Wohl aber die Gründe für den Abwärtsdruck: Das Wirecard-Management muss nämlich erneut zwei Termine verschieben, die bereits im Vorfeld verschoben worden sind. Das weckt Erinnerungen, denn mit Blick auf die jüngste Vergangenheit hatte das häufig wenig Gutes verheißen.

Jahresabschluss und Hauptversammlung erneut verlegt!

Wie Wirecard nun im Rahmen einer Ad-hoc-Mitteilung bekannt gegeben hat, wird die Veröffentlichung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2019 erneut verlegt. Genauso wie die ebenfalls bereits verschobene Hauptversammlung, die für den 2. Juli dieses Jahres geplant gewesen ist.

Die Prüfung der durch die Wirtschaftsprüfer von E&Y voraussichtlich testierten Zahlen soll demnach bis zum 18. Juni dieses Jahres abgeschlossen sein. Die Hauptversammlung soll demnach um weitere anderthalb Monate verschoben werden und erst am 26. August dieses Jahres stattfinden. Ob Wirecard hier jetzt vorsichtig agiert? Man kann nur vermuten.

Der Finanzvorstand von Wirecard spricht von einer mehr als ärgerlichen Angelegenheit bei den Verzögerungen des geprüften Jahresabschlusses, egal ob es inzwischen um COVID-19 geht oder auch nicht. Dennoch wagt sich das Management aus der Reserve: Man rechne mit einem uneingeschränkten Testat. Zudem gehe man davon aus, dass sich keine weiteren wesentlichen Abweichungen bei diesem intensiv geprüften Abschluss ergeben würden (im Vergleich zu den vorläufigen Zahlen). Immerhin hätten die Wirtschaftsprüfer Wirecard bereits dahin gehend informiert, dass die ausländischen Prüfer ebenfalls ihre Prüfhandlungen abgeschlossen hätten.

Der Druck wächst: In mehr als einer Hinsicht

Für viele Investoren von Wirecard dürften das im Kontext der jüngsten Vergangenheit alarmierende Worte sein. Auch bei der Sonderprüfung der KPMG hat sich das Management schließlich weit aus dem Fenster gelehnt. Zudem hat es auch hier einige Verzögerungen gegeben, die augenscheinlich gute, für den DAX-Konzern allerdings alles andere als positive Gründe gehabt haben. Worte wie Untersuchungshemmnis und insgesamt fehlende Kooperation prägen noch immer diesen Bericht.

Das dürfte jetzt einerseits den Druck erhöhen, was wir bereits an der Aktienkursentwicklung erkennen können. Allerdings könnte das auch ein gutes Vorzeichen sein. Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, dass das Wirecard-Management gerade nach dem Fiasko mit der KPMG-Prüfung seine Worte jetzt besonders bedächtig wählt. Und sich seiner Aussagen sicher sein dürfte.

Wenn der Finanzvorstand im Wissen um die aktuellen Unsicherheiten daher die Prognose eines uneingeschränkten Testats in Aussicht stellt, dann sollte da besser etwas dran sein. Gerade nach dem Gelübde der verbesserten Kommunikation und der hohen Wellen, die man geschlagen hat, wird man schließlich kein weiteres Vertrauen verspielen wollen.

Dass der Druck wächst, könnte daher ein positives Zeichen sein. Inhaltlich klare Aussagen in dieser Zeit könnten jetzt ein starkes Gewicht besitzen. Zumindest wenn das Wirecard-Management beweist, dass man aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat und bloß Inhalte in Aussicht stellt, bei denen man wirklich liefern kann.

Eine Vertrauensprobe

Die Verzögerungen mögen ärgerlich sein, ändern jedoch nichts an der aktuellen Ausgangslage. Die Worte des Finanzvorstandes können allerdings Mut machen, dass zumindest die Prüfung des Jahresabschluss 2019 einen besseren Verlauf nehmen wird als der KPMG-Bericht. Das Management weiß schließlich, was auf dem Spiel steht: Das letzte bisschen Vertrauen, das nach dieser schwierigen und volatilen Zeit jetzt überhaupt noch übrig ist.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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