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Lufthansa-Aktie: Der Deal steht – und die Kranich-Airline ist der (kurzfristige) Sieger!

Quelle: Thomas Brantl

Was lange währt, wird endlich gut? Ein Sprichwort, das man des Öfteren mal liest. Im Falle der Lufthansa (WKN: 823212) und der Rettung durch den Staat könnte hier definitiv etwas dran sein. Lange wurde gerungen, zwischenzeitlich sogar mal vorschnell eine Erfolgsmeldung präsentiert. Die finale Bestätigung des Deals ließ allerdings lange auf sich warten.

Zumindest bis zum Montag dieser Woche. Der 25.02. des Jahres 2020 dürfte womöglich in die Geschichte der Lufthansa eingehen. Als ein Tag, an dem man eine Insolvenz in Eigenregie abgewendet hat. Allerdings auch einen milliardenschweren Kredit in Anspruch nehmen musste, um die Zukunft zu sichern.

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Aber wie sehen denn jetzt eigentlich die Details des Deals aus? Eine interessante Frage, die uns im Folgenden näher beschäftigen soll. Doch so viel sei vorab gesagt: Bei einem wesentlichen Punkt konnte der Einfluss des Staates abgewendet werden. Bei einem anderen allerdings nicht. Aber lass uns jetzt lieber ans Eingemachte gehen.

Die Details im Überblick

Wie Lufthansa und der deutsche Staat endlich bestätigen konnten, ist der Rettungsdeal fix eingetütet worden. Demnach werde die Bundesregierung über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds einen Anteil von 20 % an der Kranich-Airline erhalten. Diese Beteiligung könnte über eine Wandelanleihe auf bis zu 25 % plus eine Aktie ansteigen. Wobei das scheinbar dem Fall einer feindlichen Übernahme vorbehalten bleibt.

Des Weiteren erhält der Bund zwei Sitze im Aufsichtsrat. Die Lufthansa hingegen eine Kreditfazilität in Höhe von 3,0 Mrd. Euro. Sowie weitere 5,7 Mrd. Euro als stille Einlage, wovon 4,7 Mrd. Euro dem Eigenkapital hinzugerechnet werden. Wobei speziell für die Einlage die Zinskonditionen für den Anfang vergleichsweise preiswert erscheinen.

Demnach beläuft sich die Verzinsung hier für das Jahr 2020 und 2021 auf lediglich 4,0 % p. a., was vergleichsweise preiswert ist. Nach der schwierigen, turbulenten Coronazeit wird dieser Satz mittelfristig jedoch angehoben und könnte nach ersten Berechnungen auf bis zu 9,5 % ansteigen. Für das Ausfallrisiko und unter Würdigung der möglichen Insolvenzsituation scheinen das günstige Konditionen zu sein. Auf dem Kreditmarkt hätte es das wohl eher nicht gegeben.

Ein solider Kompromiss!

Es scheint insgesamt, als habe das Management der Kranich-Airline dem deutschen Staat doch einen soliden Kompromiss abringen können. Die zwei Aufsichtsratsmandate bergen zwar bei möglichen zukünftigen Regierungskonstellationen so einiges an Sprengstoff. Mit einer Beteiligung in Höhe von 20 % im Regelfall ist jedoch zumindest eine Sperrminorität abgewendet worden. Das heißt, der Staat besitzt zwar Einfluss auf das operative und strategische Geschäft, allerdings keinen wesentlichen, kontrollierenden.

Des Weiteren sind die Konditionen für die Liquiditätshilfe vergleichsweise günstig. Die Verzinsung von 4 % p. a. in den ersten beiden Jahren ist dabei eine zweite Staatshilfe innerhalb des Rettungspaktes. Wobei in den weiteren Jahren und in Anbetracht möglicher 9,5 % zu einem späteren Zeitpunkt die Ergebnisse natürlich ordentlich belastet werden können durch die Hilfe.

Für den Moment heißt es daher: Krise abgewendet und das sogar zu verträglichen Konditionen. Wobei die mittel- bis langfristigen Aussichten weiterhin trübe bleiben. Das Rettungspaket ist schließlich im Endeffekt bloß ein Rettungspaket. Und wird am Gesamtmarkt oder der zukünftigen Ergebniserwartung wenig rütteln können.

Das Beste, was das Management herausholen konnte

Wie gesagt: Die Lage bleibt angespannt, der Markt womöglich auch zukünftig rückläufig und das Management der Kranich-Airline stand im Grunde genommen in Anbetracht einer drohenden Insolvenz mit dem Rücken zur Wand. Unter diesen Prämissen hat man mit diesem Deal das Bestmögliche herausgeholt. Immerhin: Eine zu große Einflussnahme und eine zu große Schuldenlast konnten auf den ersten Blick verhindert werden.

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