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Sollte ich mein Aktienportfolio mit einem Gold-ETF absichern?

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Wenn man sich die Portfolios der meisten Anleger anschaut, sieht man normalerweise den Großteil ihres Vermögens in Aktien, Aktienfonds und ETFs. Das macht Sinn, wenn man bedenkt, wie einfach es ist, in Aktien zu investieren, und wie wichtig sie für das Wachstum eines Portfolios sind. Obwohl Anleihen und Bargeld eine wichtige Rolle für ein ausgewogenes Portfolio spielen, hat das derzeitige Niedrigzinsumfeld viele Anleger dazu veranlasst, die Anzahl der Aktien, die sie besitzen, zu erhöhen.

Angesichts der in jüngster Zeit beispiellosen Volatilität suchen viele Anleger nach Möglichkeiten, sich vor einer möglichen Wiederholung der Coronavirus-Baisse im Februar und Anfang März zu schützen. Historisch gesehen hat Gold in schwierigen Zeiten oft als sichere Anlage gedient. Das hat viele Leute dazu veranlasst, sich zu fragen, ob sie in einen Gold-ETF investieren sollten, um zu versuchen, ihre Aktienportfolios vor der vollen Wucht künftiger Verluste zu schützen. Im Folgenden werden wir uns verschiedene Arten von Gold-ETFs ansehen und prüfen, ob es sinnvoll ist, in sie als mögliche Absicherung zu investieren.

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Die 2 Arten von Gold-ETFs

Nicht alle Gold-ETFs sind gleich. Sie fallen im Allgemeinen in zwei Kategorien:

Eine Reihe von Gold-ETFs konzentriert sich auf Investitionen in physisches Goldbarren. Der SPDR Gold Trust (WKN:A0Q27V) ist der größte dieser ETFs, wobei jeder Anteil etwa ein Zehntel einer Unze Gold ausmacht.

Eine andere Gruppe von Gold-ETFs besitzt Aktien von Goldminengesellschaften und anderen verbundenen Unternehmen. Beispielsweise konzentriert sich der ETF VanEck Vectors Gold Miner (WKN:A12CCM) auf die größten Goldminenunternehmen der Welt. Andere ETFs beinhalten ein Engagement in kleineren Unternehmen, die sich früher in der jeweiligen Entwicklungsphase befinden.

Es könnte kontraproduktiv erscheinen, einen Goldminen-ETF zur Absicherung gegen Aktienmarktengagements zu verwenden, da solche ETFs ja auch Aktien besitzen. Das Argument für Goldminen-ETFs ist jedoch, dass die fundamentale Performance der Minen mehr vom Goldpreis abhängt als von den Bedingungen, die für die meisten anderen Aktien gelten. Daher sind die Renditen von Goldminen- und anderen Aktien nicht immer hoch korreliert – und in einigen Fällen steigen Goldminenaktien, wenn der Rest des Marktes fällt.

Das Argument für Gold als Absicherung

Es gibt eine Debatte darüber, ob Gold eine gute Absicherung gegen Börseneinbrüche darstellt. In der Vergangenheit hat sich Gold in Zeiten des Inflationsdrucks gut behauptet und ist im Einklang mit den steigenden Preisen gestiegen. Einige Marktprognostiker sehen eine Inflationsgefahr von all dem Geld, das die Bundesregierung in dem Versuch, die Wirtschaft zu stützen, für Konjunkturmaßnahmen ausgibt. Diese Art von Unsicherheit bei der Geldpolitik lässt harte Vermögenswerte wie Gold attraktiver erscheinen.

Darüber hinaus haben andere potenzielle Absicherungen gegen Aktienrisiken hinsichtlich der Wirksamkeit weitgehend ausgedient. Die Renditen von Anleihen sind auf ein historisch niedriges Niveau gefallen, und das hat die Wirksamkeit von Anleihen verringert, positiv auf weiteren wirtschaftlichen Druck zu reagieren. Niedrige Zinssätze stützen tendenziell den Goldpreis, indem sie die Finanzierung von Spekulationsgeschäften billiger machen, und das derzeitige Niedrigzinsumfeld dürfte noch lange anhalten.

Warum Gold im Moment vielleicht nicht die richtige Antwort ist

Allerdings ist die Erfolgsbilanz von Gold nicht perfekt, und es gibt Situationen, in denen es nicht viel zum Schutz von Börsenanlegern beigetragen hat. Ein Grund dafür, dass die Regierung in der Steuer- und Geldpolitik so agieren musste, liegt darin, dass sich die Wirtschaftsaktivität im freien Fall befindet. Das macht eine Deflation zu einer echten Gefahr, selbst wenn die politischen Entscheidungsträger sich bemühen, sie zu vermeiden, und eine Deflation kann dem Goldwert schaden.

Im weiteren Sinne sind Gold-ETFs beider Arten mit Risiken verbunden. Goldbarren bringen keine Einnahmen, und das führt dazu, dass Gold-ETFs, die Goldbarren besitzen, eine sich verschlechternde Vermögensbasis haben, weil sie die Fondskosten aus ihren Kerngoldbeständen bezahlen müssen. In der Zwischenzeit können ETFs im Goldbergbau von den Einkünften profitieren, die die Goldminenunternehmen produzieren, aber diese Bergbaubetriebe sind auch anfällig für finanzielle und unternehmensspezifische Risiken, die unabhängig vom Goldpreis sind. Wenn zum Beispiel eine Goldmine große Schulden hat, die sie nicht refinanzieren kann, muss sie unter Umständen Konkurs anmelden und die Aktie fällt auf Null – selbst wenn der Goldpreis sich gut entwickelt.

Die bessere Absicherung

Gold sieht wie eine attraktive Alternative zu Aktien aus, wenn der Aktienmarkt unter Druck steht, aber es liefert in guten Zeiten oft keine starken Renditen. Langfristig gesehen ist es besser, auf eine gute Vermögenswertzuteilung zu achten, um die Größe des Aktienportfolios auf die eigene Risikotoleranz abzustimmen.

Es ist wichtig, die Möglichkeit von Börsenabschwüngen in Kauf zu nehmen, damit wir bestens positioniert sind, um von Haussen profitieren zu können. Obwohl einige Gold als Versicherungspolice gegen eine Katastrophe an der Börse ansehen, ist das Risiko eines Misserfolgs zu groß, wenn man sich auf Gold verlässt, um sich vor einer künftigen Baisse zu schützen.

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Dieser Artikel wurde von Dan Caplinger auf Englisch verfasst und am 15.05.2020 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt keine der genannten Aktien.

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