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Hilfe, Staatsrettung – kein gutes Omen für die Lufthansa-Aktie!

Mittlerweile entwickelt sich die Staatsrettung der Deutschen Lufthansa (WKN: 823212) zunehmend zu einem politischen Trauerspiel. Während der Beschluss zur Abschaltung der Atomkraftwerke damals mehr oder weniger über Nacht getroffen worden ist, zieht sich die mögliche Rettung der deutschen Vorzeige-Fluggesellschaft in die Länge.

Eile ist schließlich bei der Kranich-Airline nicht geboten, es sind doch nur 1 Million Euro, die zuletzt stündlich verbrannt worden sind. Die Coronapandemie hat die Lufthansa-Aktie mit voller Wucht getroffen. Nahezu der gesamte Flugverkehr liegt brach – die Kosten laufen dennoch weiter.

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Während sich die Politik lange uneins war, wie der Deutsche Lufthansa denn geholfen werden soll, zog sich die Schlinge um den Hals des Unternehmens immer weiter zu. Am Kapitalmarkt sind keine Mittel mehr zu holen gewesen. Eine Insolvenz oder zumindest ein Schutzschirmverfahren sind Optionen gewesen, die immer wahrscheinlicher wurden.

Bundesregierung einigt sich auf Rettung der Lufthansa

Wie nun der „Spiegel“ berichtete, scheint sich die Bundesregierung auf ein Rettungsangebot geeinigt zu haben. Demnach hat sich der Bund darauf geeinigt, sich mit 25 % plus einer Aktie an der Deutschen Lufthansa zu beteiligen. Die finanzielle Spritze soll sich dafür auf bis zu 9 Mrd. Euro belaufen.

Einen Tag nach dem „Spiegel“-Bericht meldete sich Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Wort. Dabei konstatierte sie, dass der Bund in intensiven Gesprächen mit der Airline und der EU-Kommission sei. Auch scheinen aktuelleren Informationen zufolge detaillierte Bedingungen vorzuliegen.

Demnach sollen 3 Mrd. Euro als Darlehen durch die Staatsbank KfW zur Verfügung gestellt werden. Mittels einer Kapitalerhöhung über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes plant der Staat, sich mit 20 % an dem Unternehmen zu beteiligen. Des Weiteren ist eine Wandelschuldverschreibung vorgesehen, die es dem Bund ermöglicht, weitere 5 % plus eine Aktie zu erhalten.

Lufthansa-Aktie bald in Staatshand?

Die Lufthansa-Aktie entpuppt sich in meinen Augen immer mehr als ein rotes Tuch für Aktionäre. CEO Carsten Spohr hatte sich in der Vergangenheit gegen eine Staatsbeteiligung ausgesprochen und drohte zumindest zeitweise sogar mit einem Schutzschirmverfahren. Nun sieht es so aus, als ob die Bundesregierung sich doch ihr Stück vom Kuchen sichern könnte.

Ich halte Carsten Spohr nach wie vor für einen guten Vorstand. Allerdings scheint die Deutsche Lufthansa bei diesen Verhandlungen am kürzeren Hebel zu sitzen. Der Staatsdeal ist zwar noch nicht in trockenen Tüchern, aber wenn ich raten müsste, würde ich sagen, dass das Rettungspaket auf der zum Abschluss notwendigen außerordentlichen Hauptversammlung durchgewinkt wird.

Ein Hauch von Planwirtschaft

Bei der Bundesregierung gab es durchaus Stimmen, die eine stille Beteiligung befürwortet haben. In erster Linie ist es auch das, was ich unter einer Rettung verstehe. Eine Rettung sollte in erster Linie kompromissvoll sein und nicht an Knebelbedingungen gebunden.

Dass die Option einer Rettung ohne Staatsbeteiligung ausgeschlagen wird, wirft bei mir Fragen auf. Vor allem hinsichtlich ökologischer Aspekte graust es mir bereits jetzt bei dem Gedanken, dass die Politik bei diesem Unternehmen ein Mitspracherecht erhalten könnte.

Es wird zwar betont, dass der Wirtschaftsstabilisierungsfonds nur in einem Ausnahmefall die Option auf die zusätzlichen 5 % plus eine Aktie ziehen möchte, aber wer weiß schon, was für die Bundesregierung einen Ausnahmefall darstellt. Offiziell wird beispielsweise der Schutz vor einer möglichen Übernahme angegeben.

Mit zwei vorgesehenen Aufsichtsratsmandaten der Bundesregierung werden die unternehmerischen Visionen der Lufthansa wohl trotzdem nicht so frei ausgelebt werden können wie vor der Krise. Selbst wenn es nicht zu einer Sperrminorität kommt.

Keine Freude für Aktionäre

Sollte dieser Staatsdeal durchgehen, sehen sich Aktionäre der Deutschen Lufthansa mit einer starken Verwässerung konfrontiert. Zusätzlich werden Aktionäre wahrscheinlich auf Dividendenzahlungen verzichten müssen, bis die Darlehen zurückgezahlt werden können.

Natürlich muss man in erster Linie auch sehen, dass so der Fortbestand dieses Traditionsunternehmens gesichert wäre. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass man die Art und Weise der Beteiligung schlecht heißen kann. Vor allem wenn man Altaktionär ist, schaut man in die Röhre. Mögliche Neuaktionäre können nun einfach beobachten, wie sich die Sache entwickelt, völlig risikofrei.

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Caio Reimertshofer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien. 

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