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Vergiss Bitcoin! Ich würde jetzt diese Aktie spekulativ mit 1.000 € kaufen, um reich in den Ruhestand zu gehen

Foto: Getty Images

Ein reicher Ruhestand ist dein Ziel? Damit bist du sicherlich nicht alleine. In letzter Zeit entwickelt sich der Bitcoin wieder zu einem volatilen Liebling der Investoren, was unter anderem mit dem sogenannten Halving zu tun haben könnte. Sowie der Aussicht auf starke Renditen durch weniger Angebot dieser Maßnahme.

Oder auch Gold: Das Edelmetall feiert in Zeiten des Coronavirus eine starke Renaissance und ist weiterhin sehr beliebt. Allerdings sollten Investoren sowohl bei den digitalen als auch den echten Goldmünzen eines bedenken: Beides sind unproduktive Werte, deren Preis sich letztlich bloß durch Angebot und Nachfrage zusammensetzt.

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Wer langfristig einen starken Vermögensaufbau erzielen will, der sollte vermutlich auf produktivere Werte setzen. Wobei es auch hier spekulativere Investitionen gibt, bei denen beispielsweise eine Investition von 1.000 Euro langfristig ein starkes Vermögenswachstum nach sich ziehen könnte.

Eine dieser Investitionen im Blick …

Eine solche Aktie könnte die von Innovative Industrial Properties (WKN: A2DGXH) sein. Hierbei handelt es sich um einen sogenannten Real Estate Investment Trust, kurz REIT, der in Immobilien investiert. Klingt langweilig? Ja, grundsätzlich eher konservativ. Aber in diesem konkreten Fall eben nicht.

IIP, wie der REIT in Kurzform genannt wird, investiert nämlich in Anbauflächen von Marihuana. Ein ziemlich heißer Markt, der gegenwärtig viel Wachstum erfährt. Eben weil die gesamte Cannabis-Branche derzeit noch dabei ist, sich zu entwickeln. Das führt hier übrigens auch zu einer einmaligen Chance.

Viele Cannabis-Produzenten speziell in den USA wollen nämlich wachsen und investieren. Da der Konsum des Rauschmittels auf staatlicher Ebene allerdings verboten ist, können sie keine Kredite von Geschäftsbanken aufnehmen. Das führt zwangsläufig zu kreativeren Wegen, wenn es um die Geldbeschaffung geht.

Ein solcher Weg ist eben Innovative Industrial Properties: Die Immobiliengesellschaft kauft die jeweiligen Anbauflächen und Gewächshäuser der Produzenten und vermietet sie direkt wieder an die jeweiligen Unternehmen zurück. Die Cannabis-Produzenten erhalten Cash, das sie investieren können. Innovative Industrial Properties hingegen stabile, langfristige Mietverträge und einen Mietzins, der häufig im zweistelligen Prozentbereich liegt.

Ein Blick auf Wachstum + Bewertung

Das hat historisch gesehen zu einem starken Wachstum geführt. Alleine im ersten Quartal dieses Jahres stiegen die Umsätze um 210 % auf 21,1 Mio. US-Dollar. Die für Immobiliengesellschaften wichtigen Funds from Operations hingegen stiegen im Jahresvergleich um 236 % auf 17,8 Mio. US-Dollar. Wie gesagt ein gigantisches Wachstum, wobei die absoluten Zahlen noch zeigen, wie jung diese Wachstumsgeschichte ist. Je Aktie blieben dabei übrigens Funds from Operations in Höhe von 1,12 US-Dollar hängen. Die Aktie von Innovative Industrial Properties ist dadurch gemessen an den operativen Erfolgen schon heute sehr profitabel.

Die derzeitige Bewertung ist für solche Wachstumsraten allerdings vergleichsweise moderat: Bei einem derzeitigen Aktienkursniveau von 71,88 US-Dollar (14.05.2020, maßgeblich für alle Kurse) und derzeitigen Funds from Operations (FFO) auf Quartalsbasis würde die Aktie auf annualisierter Basis mit einem Kurs-FFO-Verhältnis von ca. 16 bewertet werden. Bei einer derzeitigen Dividende in Höhe von 1,00 US-Dollar pro Quartal beläuft sich die jährliche Dividendenrendite zudem auf 5,56 %. Ziemlich starke Werte.

Und all das trotz eines deutlich dreistelligen Wachstums im Vergleich zum Vorjahr. Die Aktie könnte daher ein echtes Schnäppchen sein. Zumindest sofern das Wachstum weiterhin bleibt. Oder sich bloß moderat abflacht.

Es gibt allerdings auch gewisse Risiken

Nichtsdestotrotz sollten Investoren allerdings auch bedenken, dass die Aktie von Innovative Industrial Properties gerade langfristig alles andere als risikolos ist. Das Geschäftsmodell scheint dabei eines zu sein, das mittelfristig durch Banken ersetzt werden könnte. Das wiederum würde zu Margendruck und weniger Mieteinnahmen führen. Wobei die jetzigen langfristigen Verträge natürlich zumindest weiterhin stabile Erlöse und Funds from Operations ermöglichen dürften.

Aber keine Frage: Sobald Cannabis in den USA legalisiert ist, werden Banken ebenfalls in den Kreditmarkt einsteigen. Vermutlich zu deutlich besseren Konditionen, als Innovative Industrial Properties sie jetzt bieten kann. Konkurrenz dürfte hier jedenfalls das Geschäft nicht beleben.

Ein weiteres Risiko hängt mit einem höheren Leerstand zusammen. Gerade Cannabis-Produzenten in diesem jungen, aufstrebenden Markt sind häufig nicht profitabel. Durch das Coronavirus könnte sich deren Ausgangslage verschlechtern, wodurch Pleiten und fehlende Einnahmen nicht ausgeschlossen werden können. Wobei das erste Quartal zumindest ein starkes und weiterhin stabiles Wachstum gezeigt hat.

Für mich: Eine interessante, leicht spekulative Aktie für 1.000 Euro

Die Aktie von Innovative Industrial Properties könnte daher unterm Strich eine spannende Wahl für 1.000 Euro sein. Zumindest eine interessantere als Gold oder Bitcoin. Die Immobiliengesellschaft verspricht vom grundsätzlichen Geschäftsmodell her Stabilität. Allerdings ist der Ansatz im Cannabis-Markt chancen- und risikoreich. Oder eben etwas spekulativ.

Das könnte zu einem volatilen, jedoch langfristig erfolgreichen Ritt führen. Und eben zu einer starken Chance, um mit 1.000 risikobewusst investierten Euro eine Chance auf einen reicheren Ruhestand zu erhalten.

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Vincent besitzt Aktien von Innovative Industrial Properties. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Innovative Industrial Properties. 

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