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Royal Dutch Shell: Ölpreis von 35 US-Dollar bis Ende des Jahres? Das wären die Auswirkungen!

Foto: Getty Images.

Die Aktie von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) hat es im Kontext des aktuellen Ölpreisniveaus weiterhin schwer. Selbst bei einem inzwischen gestiegenen Preisniveau von knapp unter 30 US-Dollar ist die Schwelle der Profitabilität noch immer weit entfernt. Das Marktumfeld entsprechend eine Belastung.

Dabei hat der britisch-niederländische Konzern inzwischen für einige Veränderungen gesorgt. Die Dividende wurde massiv gekürzt. Des Weiteren gibt es erste Einsparungen und Verkäufe von Projekten, um effizienter zu werden. Und Liquidität zu erhalten.

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Allerdings gibt es jetzt eine neue Prognose zum Gesamtmarkt. Demnach könnte das Ölpreisniveau noch länger auf einem ähnlichen Niveau verharren. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Investoren diesbezüglich wissen sollten.

Stagniert der Ölpreis auf niedrigem Niveau?

Es sind die Investmentanalysten aus dem Hause Morgan Stanley, die jetzt mit einer nicht gerade ambitionierten Prognose aufwarteten. Demnach soll das Ölpreisniveau bis Ende des Jahres auf lediglich 35 US-Dollar ansteigen. Ausgehend von einem derzeitigen Kursniveau von fast 30 US-Dollar würde das bloß ein geringeres Kurspotenzial symbolisieren.

Zwar erklärten die Analysten, dass das Schlimmste im Markt jetzt womöglich überstanden sei. Die negativen Ölpreise, insbesondere bei WTI, dürften dabei einen Tiefpunkt markiert haben. Aber, um fair zu bleiben: Viel tiefer hätte es eigentlich auch nicht mehr gehen können.

Man rechne mit einer schrittweisen Erhöhung der Nachfrage. Allerdings dürfte es etwas dauern, bis diese das Vor-Corona-Crash-Niveau erreichen wird. Die OPEC und die zwischenzeitliche Schwemme des schwarzen Goldes genauso wie die vollen Öllager dürften dabei als Bremsklotz im Markt fungieren.

Die Kernfrage ist jetzt allerdings: Was bedeutet ein solches Ölpreisniveau von 35 US-Dollar bis Ende des Jahres für Ölkonzerne? Eine interessante Fragestellung, der wir jetzt auf den Grund gehen wollen.

Die Auswirkungen im Überblick

Es dürfte wohl kein Geheimnis sein, dass ein solches Ölpreisniveau kaum zur Profitabilität führen wird. Wenn überhaupt könnte es möglicherweise einen positiven Cashflow auf einem solchen Preisniveau geben. Ergebnisseitig werden die Auswirkungen jedoch weiterhin spürbar sein.

Das Tolle ist jedoch, dass auch die Aktie von Royal Dutch Shell bei einer solchen Prognose vermutlich das Schlimmste hinter sich gebracht hat: Nach der Dividendenkürzung von 0,47 US-Dollar pro Quartal auf lediglich noch 0,16 US-Dollar hat es bereits starke Einschnitte gegeben. Zudem stehen jetzt das Arbeiten an der Profitabilität, das Sparen und der Erhalt der Liquidität primär auf der Tagesordnung. Mit einer solchen Prognose scheint zumindest der Öl- und Erdgaskonzern nicht in existenzieller Gefahr zu sein.

Ein weiteres Halbjahr der Unsicherheit mit niedrigen Ölpreisen ist eine Herausforderung, die zu meistern ist. Zumal eine allmähliche Rückkehr der Nachfrage die Preise weiter antreiben könnte. Für das Jahr 2021 könnten vielleicht weitere Steigerungen möglich sein. Eine Perspektive, die daher grundsätzlich positiv sein könnte.

Es ist nicht alles schlecht!

Dass eine Prognose von 35 US-Dollar je Barrel nicht ausreichend für Ölkonzerne wie Royal Dutch Shell ist, das sollte den Investoren jetzt eigentlich klar sein. WTI ist vor wenigen Wochen noch in eine negative Preisregion abgerutscht. Das Barrel Brent hingegen folgte dieser Sorte und hat ebenfalls zu niedrigeren Preisen geführt. Alles Zeichen dafür, dass der Markt stark aus dem Ungleichgewicht geraten ist.

Ein halbes Jahr der Unsicherheit kann dabei sogar wie eine Erleichterung wirken. Wobei das im Endeffekt natürlich auch bloß die Meinung von Analysten ist. Es gilt, weiterhin die Entwicklungen im Ölmarkt zu beobachten. Genauso wie die Rückkehr der Nachfrage, die für die künftige Besserung entscheidend sein wird.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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