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Homeoffice-Aktien im Duell: Slack Technologies vs. Zoom Video Communications

Slack Technologies (WKN: A2PGZL) und Zoom Video Communications (WKN: A2PGJ2) kommen beide deutlich besser mit der COVID-19-Pandemie zurecht als der breite Markt. Slacks Aktie stieg um rund ein Viertel seit Anfang 2020, während Zoom sich mehr als verdoppeln konnte.

Beide Unternehmen profitieren davon, dass die Menschen weltweit zu Hause bleiben. Die Kommunikationsplattform von Slack verbindet Mitarbeiter mittels seiner Messaging- und Kollaborationsdienste, während die Videokonferenz- und Kollaborationstools von Zoom sowohl bei Unternehmen als auch bei Privatnutzern an Bedeutung gewonnen haben. Aber sind beide Aktien nach ihren jüngsten Rallyes immer noch einen Kauf wert?

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Die Unterschiede zwischen Slack und Zoom kurz erklärt

Der Basisdienst von Slack ist kostenlos. Seine kostenpflichtigen Stufen fügen zusätzliche Vergünstigungen hinzu, einschließlich unbegrenzter Nachrichtenarchive, beliebig vieler Anwendungsverknüpfungen, Gruppenanrufe, Gastkonten und designierter Kundensupportteams.

Das Standardpaket für kleine bis mittlere Unternehmen kostet bei jährlicher Rechnungsstellung 6,67 US-Dollar pro Person und Monat, während die Plusstufe für größere Unternehmen 12,50 US-Dollar pro Person und Monat kostet. Es bietet auch einen sogenannten „Enterprise Grid“-Tarif für „sehr große“ Unternehmen.

Im Gegensatz zu Slack, das als Ersatz für traditionelle E-Mails und Memos konzipiert ist, ist die Plattform von Zoom für Großgruppensitzungen konzipiert. Die kostenlose Version von Zoom ermöglicht es den Benutzern, Remote-Meetings mit bis zu 100 Personen für bis zu 40 Minuten gleichzeitig zu veranstalten.

Seine kostenpflichtigen Versionen kosten je nach Größe der Organisation zwischen 14,99 und 19,99 US-Dollar pro Gastgeber und Monat. Zahlende Abonnenten erhalten Zugang zu größeren und längeren Gruppentreffen, mehr Cloud-Speicherplatz, besseren Kundensupport und weitere Features.

Welches Unternehmen wächst schneller?

Beide Unternehmen gingen im April letzten Jahres an die Börse, aber Zoom wächst viel schneller als Slack.

 

Wachstumsrate ggü. Vorjahr Q1 2020 Q2 2020 Q3 2020 Q4 2020
Slack Technologies 47 % 52 % 47 % 49 %
Zoom Video 103 % 96 % 85 % 78 %

Quelle: Quartalsberichte

Die Zahl der zahlenden Kunden von Slack stieg im letzten Quartal um 25 % jährlich auf 110.000. Die Zahl der Kunden mit einem jährlichen wiederkehrenden Umsatz von über 100.000 Dollar stieg um 55 % und machte 47 % des Umsatzes aus gegenüber 41 % im Vorjahr.

Slack erwartet jedoch, dass seine Einnahmen im ersten Quartal nur um 37 bis 39 % jährlich steigen werden. Diese Prognose, die die Erwartungen eines 40%igen Wachstums verfehlte, löste die Sorge aus, dass Slack gegenüber größeren Konkurrenten wie Teams von Microsoft (WKN: 870747) – die vor Kurzem von steigenden Nutzungsraten während der Krise berichteten – an Boden verliert.

Zoom gab im letzten Quartal nicht die genaue Zahl der bezahlten Kunden bekannt, gab aber an, dass die Gesamtzahl der Kunden mit einem Jahresumsatz von über 100.000 US-Dollar um 86 % gestiegen ist. Es gab auch an, dass die Zahl der Kunden mit mehr als zehn Mitarbeitern um 61 % auf 81.900 gestiegen sei.

Zoom erwartet, dass seine Einnahmen im ersten Quartal um 63 bis 65 % jährlich steigen werden, was die Erwartungen für ein Wachstum von 53 % bei Weitem übertrifft. Diese Aussichten waren ermutigend, aber Zoom sieht sich auch wachsender Konkurrenz von Rivalen wie Webex von Cisco (WKN: 878841), Blizz von TeamViewer (WKN: A2YN90) und VooV Meeting von Tencent (WKN: A1138D) gegenüber.

Eine Reihe von Sicherheitspannen lösten kürzlich auch Fragen über die Fähigkeit von Zoom aus, sein Geschäft zu skalieren, und veranlassten mehrere Großkunden, die Plattform zu verbieten. Die Bullen glauben, dass diese Fehltritte lediglich Wachstumsschmerzen sind, aber die Bären glauben, dass sie ihre Achillesferse der Konkurrenz aussetzen.

Welches Unternehmen ist profitabler?

Slack ist zutiefst unprofitabel, da schon allein die Kosten für das Hosting, die Werbung und die Expansion seiner Dienste die Einnahmen aus bezahlten Abonnenten übertreffen. Der Nettoverlust stieg von 140,7 Millionen US-Dollar im Jahr 2019 auf 571,1 Millionen US-Dollar im Jahr 2020 (bei Einnahmen von 630,4 Millionen US-Dollar).

Auf bereinigter Basis („non-GAAP“), bei der die Aufwendungen für aktienbasierte Vergütungen und andere einmalige Aufwendungen nicht berücksichtigt sind, verringerte sich der Nettoverlust von Slack nur geringfügig von 115,8 Mio. USD auf 113,4 Mio. USD. Das Unternehmen geht davon aus, dass es bereinigt wie unbereinigt in diesem Jahr unprofitabel bleiben wird.

Zoom erwirtschaftete einen Nettogewinn von 21,7 Millionen US-Dollar bei einem Umsatz von 622,7 Millionen US-Dollar im letzten Geschäftsjahr, das im Januar 2020 endete. Im Vorjahr gab es einen Gewinn von 7,6 Mio. US-Dollar, der jedoch komplett an Inhaber von Wandelanleihen und Ähnlichem ging. Für Aktionäre blieb unter dem Strich eine glatte Null. Auf Non-GAAP-Basis stieg der Nettogewinn um mehr als das 6-Fache auf 101,3 Millionen US-Dollar. Zoom erwartet, dass sein Non-GAAP-EPS im Jahr 2021 um 20 bis 29 % steigen wird.

Klar ist jedoch, dass beide Aktien auf dem derzeitigen Niveau nicht billig sind. Slack wird zum 16-Fachen seines für 2021 geschätzten Umsatzes gehandelt. Zoom handelt mit dem 42-Fachen seiner Umsatzprognose und fast dem 350-Fachen seiner Gewinnprognose für 2021.

Der bessere Kauf ist Zoom (aber nur, wenn der Kurs zurückkommt)

Die COVID-19-Krise hat ein Feuer unter Slack und Zoom entfacht, aber ich würde bei diesen aufgebauschten Niveaus keiner der beiden Aktien nachjagen. Slack muss seine Verluste noch verringern und gleichzeitig die Konkurrenz von Microsoft und anderen kapitalkräftigen Konkurrenten abwehren, und Zoom muss seine Sicherheitsprobleme lösen, bevor sie seinen Ruf dauerhaft beschädigen.

Wenn es Zoom gelingt, diese Probleme rechtzeitig anzupacken, wäre es wohl ein besserer Kauf als Slack – aber erst, nachdem sich die Bewertungen abgekühlt haben. Auf dem gegenwärtigen Niveau handelt Zoom wie eine Kultaktie. Anleger können erwägen, ein bisschen von Zoom zu naschen, aber sie sollten einen tieferen Rückzug abwarten, bevor sie eine größere Position eingehen.

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Dieser Artikel wurde von Leo Sun auf Englisch verfasst und am 17.04.2020 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Teresa Kersten, eine Angestellte von LinkedIn, einer Microsoft-Tochtergesellschaft, ist Mitglied des Boards von The Motley Fool. Leo Sun besitzt Aktien von Cisco Systems und Tencent Holdings. The Motley Fool besitzt Aktien von Microsoft, Slack Technologies, Tencent Holdings und Zoom Video Communications und empfiehlt diese Unternehmen.

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