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ETF-Horror: 3 Fehler, die deine Altersvorsorge vernichten können

ETFs (börsengehandelte Fonds) sind ein Traum: Die Auswahl ist riesig, das Handling einfach und die Gebühren oft kaum der Rede wert.

Ich könnte mich stundenlang darüber auslassen, wie man jetzt am besten 10.000 Euro in ETFs investiert oder welcher ETF seine Besitzer schon bald zu Millionären machen wird.

Die Märkte in Panik – lies das, um einen kühlen Kopf zu bewahren. Corona-Krise: Beginn einer Rezession oder grandiose Kaufgelegenheit? So stellst du dein Depot jetzt optimal auf und nutzt die aktuellen Turbulenzen – und was du auf keinen Fall tun solltest. Klick hier, um den Bärenmarkt Überlebensguide jetzt herunterzuladen.

Aber seien wir ehrlich: Viele ETF-Investoren möchten einfach nur ihre Rentenlücke mit einem aktienbasierten Renditeturbo füllen. Eine großartige Idee! Doch wer die folgenden drei Fehler macht, landet womöglich in einem Albtraum, den auch die beste Altersvorsorge nicht überleben kann.

1. Kaufen und verkaufen auf Basis von Indikatoren

Der größte Vorteil von ETFs ist in meinen Augen auch der größte Nachteil. So einfach man einen ETF an der Börse erwerben kann, so einfach lassen sich die Anteile auch wieder losschlagen.

Obwohl kaufen und halten vor allem für marktbreite Index-ETFs von Vorteil wäre, liegt ein Verkauf immer als Option in der Luft. Irgendwas ist schließlich immer! Trump hat dies gemacht, die EZB hat jenes gemacht, Corona, Ebola, China. Gründe gibt es immer, um doch mal schnell auszusteigen.

Besonders haarig wird es, wenn Indikatoren ins Spiel kommen, die Kauf- oder Verkaufssignale liefern. Da die Welt der Indikatoren praktisch unlimitiert liefert, findet man immer einen, der – im Nachhinein betrachtet – richtig gelegen hat. Aufmacher wie „Der Indikator, der den Corona-Crash vorhergesagt hat, sagt jetzt die nächste Krise voraus“ werden uns in Zukunft öfter begegnen.

Klar ist: In komplexen Märkten kann niemand die Richtung auf den Punkt vorhersagen. Es gibt kein Modell, das die Kommunikation von Milliarden Marktteilnehmern perfekt abbilden könnte. Ein Indikator, der ein paar grobe Daten zu einem dreistufigen Ampelsignal zusammenwürfelt, schafft das erst recht nicht.

2. Spielball fremder Währungsräume

Ein DAX-ETF ist manchmal nicht genug. Die Welt ist schließlich um einiges größer als Deutschland oder Europa.

An US-Aktien kommt man aus meiner Sicht ohnehin nicht vorbei. Nordamerika hat unzählige Unternehmen hervorgebracht, denen Europa praktisch nichts entgegenzusetzen hat. Allen voran Unternehmen, die im IT- und Unterhaltungssektor tätig sind.

Leider befinden sich diese Leckerbissen oft in ETFs, die in US-Dollar oder anderen Fremdwährungen bewertet werden. ETF-Investoren aus der Eurozone haben damit in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht. In den letzten zwölf Jahren brachte die Abwertung des Euro zum US-Dollar eine schöne Zusatzrendite von rund 30 % (Stand: 09.04.2020).

Aber es kann auch für Jahre in die falsche Richtung gehen. Im schlimmsten Fall wertet die Fremdwährung für jedes Prozent Rendite um 2 % ab. Wer will dieses Trauerspiel über Jahrzehnte mit ansehen? Ich sicher nicht!

3. Zu klein, zu erfolglos, zu uninteressant

Die Auswahl am ETF-Markt ist groß. Das ist super!

Doch nicht jeder ETF hat das Zeug zum Evergreen. Einige ETFs kommen nie richtig vom Fleck.

Wenn ein ETF schon ein paar Jahre am Markt ist, aber trotzdem mit geringem Volumen und eingeschlafenem Handel vor sich hindümpelt, muss man mit dem Schlimmsten rechnen: Liquidierung! Das ist zwar kein Weltuntergang, für ETF-Investoren, die ihr Geld langfristig anlegen wollten, ist es dennoch ärgerlich.

Im schlimmsten Fall wird der Lieblings-ETF zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt liquidiert. Über den Corona-Crash schmunzeln langfristige Investoren nur, weil sie nicht verkaufen müssen. Doch wer einen Buchverlust von 50 % realisieren muss, hat ein Problem. Denn anschließend muss man eine Rendite von 100 % aus dem Hut zaubern, nur um wieder auf null zu kommen.

Eine derartig ungünstige Liquidierung wird man so schnell nicht vergessen. Erst recht Jahrzehnte später nicht, wenn sich die Spuren der erzwungenen Aufholjagd in der schmalen Altersvorsorge wiederfinden.

Investor oder Spekulant? Entscheide du!

Die drei genannten Fehler sind nur einige von vielen Fehlern, die ETF-Investoren machen können. Aus meiner Sicht haben alle Fehler, die mit ETFs gemacht werden, einen gemeinsamen Ursprung: Man weiß nicht, ob man Investor oder Spekulant sein möchte.

Im Allgemeinen sind ETFs perfekt für solche Investoren geeignet, die sich nur wenig mit dem Auf und Ab der Märkte beschäftigen wollen. Passive Investoren! Doch Kleinigkeiten, die schnell übersehen werden, machen auch gestandene ETF-Investoren schnell zu ETF-Spekulanten.

Dein ETF wird in US-Dollar bewertet? Damit wettest du auf einen langfristig starken US-Dollar! Dein ETF bildet eine kleine Nische ab? Dann wettest du darauf, dass das Volumen des ETF schneller wächst als die Missgunst des Emittenten.

Manchmal sind die Grenzen zwischen Spekulation und Investition nicht so scharf zu trennen, wie man das gerne hätte. Am Ende muss jeder selbst entscheiden, welche Rolle der ETF der Wahl erfordert. Auch du!

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