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Royal Dutch Shell: China könnte Ölmarkt wiederbeleben – vielleicht mehr, als eingepreist ist!

Die niedrigen Ölpreise machen den Förderern und Dividendenperlen wie Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) weiterhin das Leben schwer. Immerhin, zum Donnerstag dieser Woche konnte Brent zeitweise die Marke von 30 US-Dollar zurückerobern. Von einem bequemen Niveau, auf dem hohe Gewinne eingefahren werden können, sind wir jedoch noch immer weiter entfernt.

Allerdings existiert kurzfristig durchaus Hoffnung: China beispielsweise kehrt in diesen Tagen vermehrt als Käufer zurück. Und das Interesse könnte jetzt womöglich stärker sein denn je. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Investoren wissen müssen. Und wo ein gewisses Überraschungspotenzial vorhanden sein könnte.

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China will niedrige Ölpreise nutzen

Wie der Nachrichtendienst Bloomberg in diesen Tagen berichtet, plant die chinesische Regierung offenbar, die niedrigen Ölpreise massiv zu nutzen. Demnach möchte die Politik die eigenen Notreserven signifikant aufstocken, wie das Portal mit Verweis auf Insider berichtet. Es gebe diesbezüglich offizielle Anweisungen, notfalls mit Optionen und Derivaten die niedrigen Preise zu sichern.

Allerdings könnte das bloß ein erster Schritt sein: Aufgrund der historisch niedrigen Preise sei ebenfalls geplant, auch die gewerblichen Kapazitäten zu nutzen, wie es in den besagten Berichten weiter heißt. Scheinbar hat China in diesen Tagen einen großen Energiehunger, der zu den günstigen Preisen gestillt werden will. Etwas, das eindeutig beweist: Es gibt weiterhin Käufer und Interesse an dem Schwarzen Gold. Und die Preise sind jetzt wirklich günstig.

Sofern China also nicht bloß für seine wieder aufkommende gewerbliche Produktion kauft, sondern auch seine Vorräte massiv aufstockt, könnte das kurzfristig für eine größere Nachfrage sorgen. Eine Nachfrage, die die Preise zumindest kurzfristig stützen kann. Wobei es generell die chinesische Nachfrage gewesen ist, die zuletzt weggebrochen ist und Teil des Preisverfalls war. Insgesamt daher hervorragende Neuigkeiten, die hier stützend wirken könnten. Auch wenn sie alleine womöglich nicht für einen Turnaround beim Öl sorgen werden.

Es ist nicht die einzige Nachricht …

Die chinesische, wieder aufkommende und womöglich sogar gesteigerte Nachfrage ist jedoch nicht das Einzige, was den Ölmarkt in diesen Tagen bewegt. Na klar, Saudi-Arabien und Russland liegen immer noch im Clinch. Allerdings gibt es auch an anderer Front Hoffnung. Oder eben keine mehr, die zu einer Marktbereinigung führen kann.

In den USA ist mit Whiting Petroleum nun ein erster Schieferölproduzent in finanzielle Schieflage gerutscht und musste vorläufig Insolvenz beantragen. Da viele der Fracking- und Schieferproduzenten in Anbetracht der zuletzt höheren Ölpreise viel investiert haben, ist hier die liquide Situation sehr angespannt. Das könnte zu einer Pleite- und Insolvenzwelle führen, die früher oder später den Markt bereinigt.

Selbst Donald Trump ist inzwischen eingesprungen und hat Russland und Saudi-Arabien wohl um eine Einigung gebeten, die womöglich im Dreierbund erfolgen müsste. Allerdings zeigen sich generell erste Anzeichen, dass es früher oder später auch zu einem geringeren Angebot kommen könnte. Eben durch Pleiten oder niedrigere Investitionen, die sich mittel- bis langfristig in weniger Förderungen bemerkbar machen können.

Tiefpunkt vielleicht schon überstanden?

Die letzten Wochen waren für Royal Dutch Shell gewiss dramatisch und auf dem aktuellen Niveau erscheint die Dividende mittel- bis langfristig nicht sonderlich nachhaltig. Allerdings zeichnet sich vielleicht eine kleinere Wende im Ölmarkt ab, da einerseits die Nachfrage steigen könnte. Und einige Produzenten zwangsläufig klein beigeben müssen.

Für deutlich stabilere Preise wird zwar womöglich auch die OPEC mitsamt Russland reagieren müssen. Aber immerhin: Es besteht die Aussicht, dass wir das Schlimmste hier vielleicht bereits hinter uns haben.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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