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Konjunkturprogramme fahren hoch! 3 Bahntechnik-Lieferanten, die davon besonders profitieren sollten

Quelle: Vossloh

Gibt es einen besseren Zeitpunkt, um das marode Schienennetz auf Vordermann zu bringen, als jetzt? Der Reiseverkehr ist stark eingeschränkt und die Konjunktur droht zu kippen. Sinnvolle Investitionsobjekte werden nun dringend gebraucht und bei der Bahn könnte man sofort im großen Stil viel Gutes bewirken. Bereits im Januar wurde verkündet, dass der Bund 86 Mrd. Euro für die Verbesserung des Angebots und der Infrastruktur aufwenden will.

Hinzu kommen umfangreiche Programme auf europäischer und globaler Ebene, die nun ausgeweitet und voraussichtlich beschleunigt in Angriff genommen werden, um den Einbruch der Wirtschaft abzufedern. Die Industrie ist bereits vorbereitet und Organisationen wie der Verband der Bahnindustrie in Deutschland und die Bundesarbeitsgemeinschaft Schienenpersonennahverkehr üben den Schulterschluss. Gemeinsam will man einen „epochalen Entwicklungssprung“ realisieren.

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Ich denke, in dieser Situation sollten auch Aktionäre von der angeblich „nie dagewesenen Bereitschaft, Schiene und Angebot massiv auszubauen“ profitieren können. Hier sind drei Ideen.

Vossloh: Synonym für moderne Schienen

Vossloh (WKN: 766710) hat sich in den letzten Jahren voll auf das Thema „Schieneninfrastruktur“ konzentriert. Heute stehen Schienenbefestigungssysteme, Betonschwellen, Bahnübergangsysteme, Weichen und zugehörige Signaltechnik sowie Dienstleistungen im Fokus. Das sind genau die Dinge, die gebraucht werden, wenn Deutschland endlich ein erstklassiges Schienennetz bekommen will.

Mit intelligenten Features etwa zur vorausschauenden Wartung über vernetzte Sensorik hebt sich Vossloh vom Wettbewerb ab und dürfte daher regelmäßig zur ersten Wahl gehören bei Ausschreibungen. Darüber hinaus hat Vossloh mit Ex-Bahnchef Rüdiger Grube seit Kurzem einen Aufsichtsratsvorsitzenden, der in der Branche hervorragend vernetzt ist. Das dürfte hilfreich sein, um das Geschäft in mehr als 90 Ländern voranzubringen.

2019 schrieb man noch Verluste, weil große Mittel für ein Performance-Programm investiert wurden. Dafür ist der Konzern deutlich stärker für die Zukunft aufgestellt und kann nun voll durchziehen. Bereits 2019 konnte der Umsatz gesteigert werden und wenn jetzt die staatlichen Investitionsmilliarden fließen, sehe ich auf Jahre hinaus gute Chancen für eine weitere Expansion.

Für Neueinsteiger kommt es angesichts dieser Potenziale gelegen, dass der Aktienkurs zuletzt mit nach unten gerissen wurde. Von 42 Euro ging es auf 27 Euro (13.03.) herunter, was auf alle Fälle für eine Verbesserung des Chancen-Risiko-Verhältnisses spricht.

Wabtec: ein Bahntechnik-Gemischtwarenladen mit Größenvorteilen

Deutlich breiter aufgestellt als Vossloh ist Wabtec (WKN: 896022), das kürzlich mit GE Transportation zu einem führenden Bahntechnik-Konzern fusionierte. Dieser macht einen guten Teil seines Geschäfts mit Frachtloks, bei insgesamt rund 8 Mrd. US-Dollar Umsatz. Die starke Kombination will durch die Lieferung von integrierten Lösungen und mit digital getriebenen Produkten punkten. Neben Lokomotiven und Technik für rollendes Material bieten die zahlreichen Tochtergesellschaften auch Signaltechnik, Gleiskomponenten, Strominfrastruktur und Zugangssysteme.

Beispielsweise operiert Stemmann-Technik von Deutschland aus und liefert vielfältige Komponenten für die Stromversorgung, einschließlich Hochspannungsladetechnik. Etwa 60 % der Umsätze werden außerhalb der USA erwirtschaftet. Durch die Schöpfung von Synergien hofft das Management, schneller als der Markt zu wachsen und gleichzeitig die Margen ausweiten zu können.

Daran glaubt der Markt aktuell offenbar nicht: Der Börsenkurs stürzte von rund 80 US-Dollar im Februar auf nunmehr noch 55 US-Dollar ab. Das starke Engagement im Güterverkehr könnte kurzfristig zu Einbußen führen. Trotzdem spricht vieles dafür, dass Wabtec ähnlich wie Vossloh von den steigenden staatlichen Investitionen profitieren kann.

Schaltbau: Bevorzugter Partner der Deutschen Bahn

Wenn es dann doch lieber ein spezialisierter SmallCap sein soll, dann bietet sich vielleicht die Schaltbau Holding (WKN: 717030) an. Sie sieht sich bei Technik für Schienenfahrzeuge und Bahninfrastruktur weit vorne im internationalen Wettbewerb und hat auch Produkte für Straßenverkehr und Industrie im Angebot. Ein gutes Drittel der seit Jahren solide wachsenden Umsätze von über einer halben Milliarde Euro wird in Deutschland erwirtschaftet.

Trotz des Verkaufs von Randbereichen konnte der Umsatz 2019 konstant gehalten werden, wobei das gut gefüllte Auftragsbuch gute Zahlen für das laufende Geschäftsjahr erwarten lässt. Nachdem 2018 noch Verluste geschrieben wurden, ist Schaltbau mit einer bereinigten EBIT-Marge von über 5 % nun wieder solide in den schwarzen Zahlen. Im Juli wurde das letzte Restrukturierungsprogramm erfolgreich abgeschlossen.

Obwohl Schaltbau neben Bahnsteigtüren, Rangiertechnik und Führerständen zum Beispiel auch aussichtsreiche Komponenten für Elektrobusse und People Mover im Portfolio hat und damit wahrscheinlich vor einer langfristigen Wachstumsphase steht, hat die Aktie von 37 Euro Mitte Februar auf jetzt 25 Euro abgegeben. Sie wird damit mit einem attraktiven Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,4 bewertet.

Die Qual der Wahl

„Die Bahnindustrie steht parat, jetzt das Schienennetz zu sanieren, zu modernisieren und zu digitalisieren“, hieß es im Januar. Jetzt ist die Gelegenheit, genau das unter Beweis zu stellen. Die drei genannten Unternehmen dürften dabei eine große Rolle spielen. Dabei erscheint mir die mit dem Innovation Prize 2019 ausgezeichnete Schaltbau durch ihren Fokus besonders interessant, aber auch die anderen haben ihre Vorzüge.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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