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Wie Rheinmetall und THYSSENKRUPP jetzt 2 Champions schmieden könnten

Obwohl sie bereits seit längerer Zeit zu den unbeliebtesten Aktien in Deutschland gehört, wurde thyssenkrupp (WKN: 750000) in den letzten Tagen weiter nach unten geprügelt. Auch nach der erfolgreichen Unterzeichnung des Vertrags zum Verkauf der Elevator-Sparte herrscht weiterhin große Unsicherheit über die Zukunft des Konzerns.

Dabei bestehen für das Management vielfältige Möglichkeiten, um mit den restlichen Geschäftsbereichen nachhaltig Wert zu schaffen für die Aktionäre. Auch ein Doppel-Deal mit Rheinmetall (WKN: 703000) könnte dabei eine Rolle spielen.

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Die Ausgangslage ist günstig

Während viele Konkurrenten in der aktuell schwierigen Marktsituation am Kämpfen sind – so lag beispielsweise die Nettofinanzposition bei Salzgitter (WKN: 620200) zum 30. September mit 217 Mio. Euro im Minus —, wird thyssenkrupp in einigen Monaten im Geld schwimmen, sobald die Investoren die fast 16 Mrd. Euro überweisen. Gleichzeitig fließen Anteile im Wert von 1,25 Mrd. Euro in den Pensionsfonds, sodass dieser weit besser ausfinanziert sein wird als heute.

Natürlich muss man nun damit rechnen, dass Abschreibungen auf Lagerbestände sowie eine geringe Auslastung der Kapazitäten zu hohen operativen Verlusten im Verlauf des im September endenden Geschäftsjahres führen. Nichtsdestotrotz dürfte die Nettofinanzposition bis dahin im Bereich von 8 Mrd. Euro liegen.

Schon zuvor im Mai wird das Management bekanntgeben, wie es bei den verbleibenden Geschäftsbereichen weitergeht. Bis dahin herrscht Unsicherheit, sowohl bei Aktionären als auch bei Mitarbeitern. Finanzchef Johannes Dietsch gibt sich jedoch zuversichtlich, dass der Konzern zukunftsfest aufgestellt werden kann, und sieht die Ankerinvestoren des Konzerns hinter sich.

Um eine bessere Idee davon zu haben, wie die Zukunft von thyssenkrupp aussehen wird, könnte es sich lohnen, bereits jetzt auszuloten, wo Potenziale gehoben werden könnten.

Warum ein Rheinmetall-Deal einen großen Wurf darstellen könnte

Vieles ist denkbar. Einige Randbereiche werden vielleicht aufgegeben und der Stahlhandel könnte mit einem Konkurrenten zusammengelegt werden. Bereits 2019 wurde eine Fusion mit Kloeckner & Co. (WKN: KC0100) ins Spiel gebracht, dann aber abgesagt. Anfang 2020 fanden Gespräche mit Salzgitter statt und Ähnliches wäre auch etwa mit ArcelorMittal (WKN: A0M6U2) möglich.

Gleich zwei Fliegen mit einer Klatsche ließen sich jedoch schlagen, wenn thyssenkrupp mit Rheinmetall einig würde. Beide Konzerne haben Wurzeln in der Verteidigungsindustrie und sind gleichzeitig bedeutende Zulieferer der Automobilindustrie.

Fliege Nr. 1: Ein Wehrtechnikchampion
Dies ist eine Idee, die bereits 2015 durchgespielt wurde, und ich denke, dass jetzt der richtige Zeitpunkt dafür wäre: Für die Rheinmetaller wäre es großartig, wenn sie ihre gepanzerten Fahrzeuge mit den U-Booten und Fregatten von thyssenkrupp ergänzen könnten.

Mit Komponenten wie Sensorsystemen, Flugabwehr und Marinewaffen verfügt Rheinmetall auch bereits über umfassende Erfahrungen in diesem Bereich. Damit würde sich Rheinmetall weit nach vorne katapultieren in der europäischen Verteidigungsindustrie. Dass die brasilianische Marine vor wenigen Tagen eine Bestellung aufgegeben hat, belegt auch, dass der thyssenkrupp-Bereich wettbewerbsfähig ist.

Fliege Nr. 2: Ein führender Automobilzulieferer
Letzteres wird bei den Automobilsparten der beiden zunehmend in Zweifel gezogen. Schließlich hängen sie noch immer sehr stark am Verbrennungsmotor.

Immerhin: Rheinmetall sucht zunehmend seine Chance, um auch bei der Elektromobilität Fuß zu fassen. 48-Volt-Antriebssysteme, Aludruckguss-Batteriegehäuse samt Temperierung, Pumpen für Elektrofahrzeuge und ein Wasserstoff-Rezirkulationsgebläse gehören zu den jüngsten Innovationen, mit denen man punkten möchte und teilweise auch schon auf beachtliche Aufträge verweisen kann.

Bei thyssenkrupp ist neben der Leichtbaukompetenz und den Rotor- und Getriebewellen elektrifizierter Antriebssysteme nur wenig zu sehen. Auf sich allein gestellt ist das zu wenig für meinen Geschmack. Über einen Schulterschluss könnten hingegen genug Kompetenzen zusammenkommen, um die Zukunft der Mobilität zu meistern.

Ich denke dabei etwa an die Kooperation von Benteler und Bosch bei modularen Fahrzeugplattformen. So etwas Ähnliches könnten thyssenkrupp und Rheinmetall mit ihren Marken Pierburg und Kolbenschmidt ebenfalls auf die Beine stellen. Darin sehe ich richtig viel Potenzial, weil solchen Plattformen mit flexiblen Aufbauten meiner Meinung nach die Zukunft gehört.

Die Potenziale wollen gehoben werden

Wenn man sich im verstreuten Reich von thyssenkrupp umsieht, dann kann man viele Potenziale erkennen. So wäre die Schaffung von zwei deutlich stärkeren Einheiten durch den Tausch von Geschäftsbereichen mit Rheinmetall wohl eine aussichtsreiche Möglichkeit, um viel Wert für die Aktionäre zu schaffen.

Es bleibt zu hoffen, dass die Konzernverantwortlichen ein gutes Händchen beweisen, wenn sie im Mai präsentieren, wohin die Reise bei den einzelnen Segmenten tatsächlich geht. Die bald verfügbaren Investitionsmittel können schließlich nur einmal eingesetzt werden. Insgesamt bin ich aber recht zuversichtlich, dass es gelingen wird, jeden der Geschäftsbereiche besser zu positionieren.

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Ralf Anders besitzt Wertpapiere auf thyssenkrupp. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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