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Wird die Corona-Korrektur zum Fed-Crash? Warum die Märkte nicht auf die Schützenhilfe der US-Notenbank reagieren!

Foto: Getty Images

Es ist kein Geheimnis mehr, dass das Coronavirus als offizielle Marktkorrektur eingestuft wird. Das Ausmaß der Bereinigung vieler Märkte beläuft sich bereits auf über 10 %. Definitionsgemäß ist das ein Level, das man als echte Korrektur einstufen kann. Von der nächsten Stufe eines Bärenmarktes, der ab einem Einbruch von 20 % beginnt, sind wir allerdings noch etwas entfernt.

Die US-amerikanische Notenbank Fed ist nun jedenfalls den Märkten und der Wirtschaft unterstützend zur Hilfe geeilt. In einem historisch bedeutenden Schritt hat die Zentralbank den Leitzins überraschend um 0,5 Prozentpunkte gesenkt. Ein Schritt, der für viele überraschend gekommen ist, in vielerlei Hinsicht.

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War es zuvor sogar noch die Aussicht auf ein Einspringen der Zentralbanken, die die Aktienkurse stützten, so war der konkrete Schritt nun Auslöser einer weiteren Korrektur. Zwischenzeitlich gab der Dow Jones sogar erneut über 1.000 Punkte nach, was absolut gesehen zu den Top-10 der größten Einbrüche gehört hat. Aber was sind die Gründe für die Korrektur? Und steht uns ein ausgewachsener Crash, vielleicht sogar ein Fed-Crash bevor? Eine spannende Frage, die wir mit einer Foolishen Perspektive würdigen wollen.

Die Märkte reagieren verstimmt, weil …

Wie so mancher Investor vermutlich weiß, folgen die Märkte häufig kurzfristig gewissen Mustern. Manchmal mögen diese positiv sein, manchmal hingegen auch negativ. Sogar fundamental begründete Muster gibt es an den Börsen, das Beispiel der Fed gehört hier zu einem solchen dazu.

Das Muster einer außerplanmäßigen Leitzinserhöhung hat dabei Erinnerungen hervorgerufen. Erinnerungen an eine größere Korrektur, ja, sogar an einen Crash. Denn der letzte Zeitpunkt, an dem die US-amerikanische Fed die Leitzinsen außerplanmäßig gesenkt hat, war im Vorfeld des Banken-Crashs. In der Lehman-Krise ist dieser Schritt zum damaligen Zeitpunkt erfolgt.

So mancher kurzfristig orientierte Investor, der hier ein Muster erkennen möchte, ist daher besorgt und hat vermutlich auf Verkaufen gedrückt. Auch mittel- und langfristig mag dieser Schritt ein Eingeständnis einer angeschlagenen Wirtschaft sein. Sofern die Fed sich dazu entschließt, quasi zwei Zinsschritte in einem bei einer Senkung der Leitzinsen um 0,5 % zu gehen, so mag das Ausmaß des Coronavirus vielleicht größer sein als gedacht.

Der Perspektive auf Hoffnung ist somit der Ernüchterung gewichen. Und was bleibt ist ein bitterer Beigeschmack, dass die Rekordstimmung vorbei ist und vielleicht eine Phase der Rezession folgen könnte. Eine weitere Korrektur nicht ausgeschlossen, wie die Kursbewegungen am Dienstag gezeigt haben. Wer weiß, was hier noch folgt.

Fest steht: Die Nervosität ist hoch!

All das ist natürlich bloß meine Sicht der Dinge auf die aktuellen Kursverläufe. Und zugegeben, als langfristig orientierter Fool mag so einiges davon auch Quatsch sein, denn im Endeffekt ist es selten die kurzfristige Perspektive, die mich interessiert.

Ein Fazit, das wir wohl oder übel ziehen können, ist, dass die Nervosität im Markt weiterhin hoch ist – und vermutlich auch bleiben wird. Das mag ein gewisses Korrektur- oder auch Crash-Potenzial beinhalten. Vielleicht ist sogar die US-amerikanische Fed nun der Auslöser für einen weiteren Absturz, bei dem ein eigentlich positives Zeichen als Schwäche des Gesamtmarktes gewertet wird. Möglich scheint jedenfalls vieles.

Die viel wichtigere Fragestellung ist jedoch weiterhin: Was wirst du tun, wenn die Börsen crashen? Wirst du – wie viele andere – in Angst und Panik versuchen zu retten, was vermeintlich noch zu retten ist?

Oder wirst du eher versuchen, von den günstigeren Kursniveaus zu profitieren? Ich jedenfalls werde mich auf Letzteres konzentrieren. Egal ob die Fed den Crash auslöst, oder etwas anderes. Business as usual ist angesagt. Und eine Korrektur oder auch ein größerer Crash sind und bleiben aus einem langfristigen Blickwinkel heraus stets Kauftage.

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