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3 Aktien, die um 30 % (oder mehr) eingebrochen sind – jetzt günstig einsteigen?

Foto: Getty Images

Die aktuelle Korrektur scheint weiterzugehen. Zum Dienstag dieser Woche gaben zumindest die US-Börsen erneut ordentlich nach. Ob der DAX nachlegen wird? Ich weiß es noch nicht. Du allerdings schon, wenn du diese Zeilen nach dem Redaktionslauf liest.

Jedenfalls haben innerhalb der Korrektur einige Aktien mehr nachgegeben als andere. Während einige besonders defensive und vergleichsweise preiswerte Aktien eher stagnierten, haben andere deutlich korrigiert. Insbesondere den Rohstoff- und Reisemarkt hat es vergleichsweise deutlich erwischt.

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Werfen wir in diesem Sinne heute einen Foolishen Blick auf drei spannende Aktien, die in den letzten Tagen oder auch Wochen mehr als 30 % korrigierten. Sowie natürlich auf die Fragestellung, ob diese Aktien aus einem Foolish langfristig orientierten Blickwinkel jetzt ein Kauf sind.

1. TUI

Eine erste Aktie, die sehr deutlich Federn lassen musste, ist zunächst die von TUI (WKN: TUAG00). Der deutsche Touristikkonzern hat seit dem 11. Februar von einem Kursniveau von 11,28 Euro auf das aktuelle Niveau von 7,13 Euro (03.03.2020, maßgeblich für alle Kurse) nachgegeben. Pi mal Daumen entspricht das einem Ausmaß der Korrektur von 37 %. Hier können wir sogar eher von einem Crash sprechen.

Dabei existieren natürlich auch einige kurzfristige Belastungen. Neben den prägenden Boeing-Problemen der letzten Monate und einem durchwachsenen Geschäftsjahr 2019 besteht nun die reale Möglichkeit, dass auch 2020 für die Katz ist. Dem Coronavirus sei Dank, denn mal ganz im Ernst: Wer beschäftigt sich in diesen Tagen schon mit der Urlaubsbuchung.

Wer jedenfalls einen etwas längerfristig orientierten Blickwinkel wählt, der könnte hier durchaus auf einen attraktiven und soliden Value-Kern blicken. Coronavirus und Boeing-Dilemma werden schließlich früher oder später der Vergangenheit angehören und die Aktie des Touristikkonzerns vermutlich wieder zurück in die Spur finden. Bei einem derzeitigen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 11,3 und einer Dividendenrendite von über 6 % auf Basis der zuletzt ausgezahlten Dividende kann man hier durchaus einen näheren Blick riskieren.

2. Lufthansa

Eine zweite Aktie, die über einen prinzipiell ähnlichen Gesamtmix verfügt, ist außerdem die der Lufthansa (WKN: 823212). Auch hierbei handelt es sich um eine Fluggesellschaft, die von den Entwicklungen des Reisemarktes abhängig ist. Bedingt durch das Coronavirus gibt es dabei massive Einschränkungen. Jeder vierte Flug innerhalb Europas könnte von einer Streichung betroffen sein. Ich meine auch das Wörtchen Kurzarbeit in letzter Zeit gelesen zu haben.

Wer jedoch auch hier einen langfristig orientierten Blick riskiert, wird womöglich ebenfalls auf einen attraktiven Value-Kern stoßen. Bei einem derzeitigen Kursniveau von 11,86 Euro und einem 2018er-Gewinn je Aktie von 4,58 Euro bleibt das Kurs-Gewinn-Verhältnis mit 2,6 niedrig. Auch ein operativer Ergebniseinbruch von in etwa einem Drittel wird hieran vermutlich wenig ändern, die Bewertung bleibt jedenfalls günstig.

Die derzeitigen Probleme werden dabei womöglich weiterhin die Ergebnisse drücken. Nach einem Korrekturniveau von zwischenzeitlich rund 30 % innerhalb der letzten Tage kann man hier jedoch durchaus wieder einen längerfristig orientierten Blick riskieren. Auch wenn die derzeitige Marktphase vermutlich eher volatil bleiben wird.

3. Gazprom

Eine dritte Aktie, die zumindest seit Jahresanfang mehr als 30 % ihres Börsenwertes verloren hat, ist außerdem die von Gazprom (WKN: 903276). Die Aktie des russischen Erdgaskonzerns ist dabei seit dem Beginn 2020 von 7,57 Euro auf aktuell 5,30 Euro eingebrochen. Das entspricht so ziemlich exakt einem Abschlag von 30 %.

Die günstige Bewertung der Gazprom-Aktie und die hohe Dividende haben wir dabei bereits des Öfteren thematisiert und gewiss ist und bleibt das eine Perspektive, die man als Investor nicht außer Acht lassen sollte. Zumal hier mittel- bis langfristig deutlich zweistellige Dividendenrenditen lauern werden, was überaus interessant ist und auf eine Verschiebung des Ausschüttungsverhältnisses zurückzuführen ist.

Auch die mittelfristige Absatzperspektive, wobei insbesondere die Fertigstellung von Nord Stream 2, Turkish Stream und Power of Siberia ein gewisses Wachstum eröffnen, ist dabei ebenfalls interessant. Was vielen Investoren jedoch derzeit Kopfschmerzen bereitet, sind die niedrigen Öl- und Erdgaspreise, die sich ihren Tiefs nähern.

Dazu sei gesagt: Gazprom verfügt über eine ausgeklügelte Vertragsstruktur, die weitgehend festgemeißtelte Preise für das Erdgas vorsieht. Lediglich eine langsame Indexierung führt dabei zu einem sinkenden Gaspreis, wenn das Preisniveau so bleiben sollte. Das Management rechnet jedoch mit einem vergleichsweise langsamen Abnehmen der operativen Dynamik.

Übersetzt heißt das: Das Zahlenwerk scheint stabil, die Bewertung günstig und die Dividende hoch und wachsend. Ein Gesamtmix, den man ebenfalls näher ins Auge fassen kann. Insbesondere, da die Märkte gegenwärtig wieder im Korrekturmodus sind.

Interessante Kandidaten für nähere Analysen!

Wie wir daher im Endeffekt sehen können, trifft es die Aktien von TUI, der Lufthansa und von Gazprom in diesen Tagen vergleichsweise hart. Die Kurse sind bereits bedeutend eingebrochen, unterm Strich befinden wir uns auf einem deutlich zweistelligen Kursniveau, das zumindest zwischenzeitlich bei ca. 30 % gelegen hat.

Alle Aktien besitzen dabei grundsätzlich eine langfristige Perspektive. Möglicherweise bietet sich hier ein näherer Blick an, sofern man auf der Suche nach fundamental preiswerten Aktien ist.

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Vincent besitzt Aktien von TUI. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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